Rentenstreit eskaliert: Bayerische Wirtschaft fordert Rente ab 68 statt neue Belastungen

Rente, Quelle: ChatGPT

Die vbw kritisiert das Rentenkonzept des DGB scharf. Zusätzliche Belastungen für Arbeitgeber, eine verpflichtende Betriebsrente und höhere Lohnzusatzkosten würden nach Ansicht der bayerischen Wirtschaft Arbeitsplätze gefährden und Unternehmensverlagerungen begünstigen. Statt neuer Kosten fordert die vbw eine konsequente Reform mit Rente ab 68 und dem Abbau von Frühverrentungsanreizen.

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hält es für befremdlich, wenn nun einseitige Alternativvorschläge seitens des DGB zur Rente kommen, die die Realität der wirtschaftlichen Lage sowie die massiven Herausforderungen der Betriebe völlig aus dem Blick verloren haben. „Die Belastungen der Arbeitgeber sind bereits ausgesprochen hoch und würden durch eine Kapitalrente noch weiter erhöht. Hier noch zusätzlich eine verpflichtende Betriebsrente einzufordern, führt zu weiter steigenden Lohnzusatzkosten und in der Konsequenz zu weiteren Arbeitsplatzverlusten und Unternehmensverlagerungen. Dies ist weder zielführend noch nachhaltig. Das lehnen wir entschieden ab“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Auch die strikte Position des DGB zur Höhe des Renteneintrittsalters stößt bei der vbw auf Unverständnis. „Wenn die Bezugsdauer der Rente aufgrund der längeren Lebenszeit steigt, ist es nur konsequent auch die Arbeitszeit entsprechend zu verlängern. Hier ist der Reformentwurf sogar zu zögerlich. Wir brauchen jetzt die Rente ab 68 Jahren. Die Diskussion berücksichtigt nicht die Erwerbsminderungsrente. Diese ist genau für die Arbeitnehmer da, die nach langen Arbeitsjahren nicht mehr ihrem Beruf nachgehen können. Diese Härtefälle sind bereits im System berücksichtigt. Alle Frühverrentungsanreize müssen gestrichen werden“, betont Brossardt.