Unruhe in der Union (1)

CDU, Quelle: ChatGPT

Wider Politainment und die Versuchungen der Inszenierung

In einem Gastbeitrag für die FAZ wendet sich der CSU-Landtagsabgeordnete Gerhard Hopp (Foto: links) für die Verhältnisse seiner Partei bemerkenswert scharf gegen den Kurs seines Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden Markus Söder: „Die Menschen wollen wissen: Wohin geht es? Und welchen Platz habe ich in dieser Zukunft? Politainment allein kann darauf keine Antwort geben. Die Versuchung ist zwar groß, auf Unsicherheit mit Zuspitzung zu reagieren. Doch Populismus bekämpft man nicht erfolgreich mit Populismus. Wer jeder Stimmung folgt, verliert die Richtung. Was jetzt gebraucht wird, ist ein anderer Stil: weniger Empörung, mehr Ernsthaftigkeit. Weniger Inszenierung, mehr Substanz. Politik muss zuhören, entscheiden, erklären und liefern (https://zeitung.faz.net/data/824/reader/reader.html…)…

Gerhard Hopp setzt gegen Söders Kurs klassische Werte konservativer Politik: „Deshalb muss Politik das Gemeinwohl wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Die CSU verfügt mit Freiheit und Verantwortung, Solidarität und Subsidiarität über die richtigen Grundsätze. Entscheidend ist, sie wieder mit konkreten Projekten zu verbinden. Konservative Politik bedeutet nicht zu sagen, was nicht geht, sondern Verantwortung für morgen zu übernehmen. Genau darin liegt der Unterschied zu den Vereinfachungen der Populisten und eine Chance.“