Wie können Welten ohne Wunder aus dem Nichts entstehen?

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Wie konnten das Universum, Materie, Energie und Leben aus dem Nichts entstehen? Der Physiker Hans Sixl entwickelt eine naturwissenschaftliche Erklärung, die Vakuumfluktuationen, positive und negative Massen, Dunkle Materie, Dunkle Energie, Schwarze Löcher, Singularitäten, Big Bang und Big Bounce miteinander verbindet. Der Beitrag untersucht, ob sich die Entstehung der Welt ohne Wunder und ohne Verletzung des Energieerhaltungssatzes erklären lässt, und fragt zugleich nach dem Verhältnis von moderner Physik, Kosmologie, Gott, Schöpfung und naturwissenschaftlicher Theologie.

Woher kommt alles, das Universum, unsere Welt, die Natur und speziell wir? Das sind grundlegende Fragen, auf die es immer noch keine wirklich zufrieden stellenden Antworten gibt. Hat alles ein Gott geschaffen, oder ist alles, was wir kennen, vielleicht doch ohne Wunder mit den uns inzwischen sehr gut bekannten und vielfach bewährten naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten entstanden? Wenn alles in unserem Leben mit den Naturwissenschaften beschrieben werden kann, dann sollte mit ihnen auch eindeutig erklärbar sein, wie die ungeheuren Mengen an Massen und Energien unserer Welt und unseres Universums entstehen konnten. Dieser Artikel liefert dazu eindeutige Antworten.

Was war am Anfang?

Am Anfang war Gott, sagt uns unser Glaube. Er ist für alles verantwortlich und er hat unsere Welt durch Wunder aus dem Nichts geschaffen. Die Naturwissenschaften kennen aber keine Wunder. Mit ihnen kann auf den ersten Blick nicht einfach Materie und Energie aus dem Nichts entstehen oder im Nichts verschwinden, da bei allem, was geschieht, der Energieerhaltungssatz erfüllt sein muss.  Wenn also alles vor ewigen Zeiten mit einem absolut leeren, grenzenlosen und zeitlosen Raum, dem absoluten Nichts und damit mit einem Vakuum ohne jede Materie und Energie ohne Wunder begonnen hat, dann muss geklärt werden, wie dabei der Energieerhaltungssatz erfüllt werden kann, was zunächst absolut unmöglich erscheint. Aber dennoch muss sich alles, was jemals geschah, eindeutig mit unseren bewährten Naturgesetzen, die in unserem Universum seit Milliarden Jahren gelten, entwickelt haben. Wie konnte dies geschehen? Wenn diese Frage eindeutig beantwortet werden kann, benötigen wir keinen Wunderglauben mehr, der in der Vergangenheit die Grundlage aller Religionen war, mit denen alles erklärt werden konnte.

Welche Antworten geben die Physik und die Kosmologie?

Aus nichts kann nichts entstehen, sagt uns zunächst nicht nur die klassische Physik, sondern auch unser Verstand. Auch mit den Erkenntnissen der modernen Physik bleiben ebenfalls noch viele Fragen offen. Entsprechend dem Standardmodell der Kosmologie entstand das uns bekannte Universum mit dem „Big Bang“ aus einer Singularität, einem Punkt, in dem noch keine uns bekannte Materie und Energie existierte. Dabei scheinen messbarer Raum und messbare Zeit sowie Energie und Materie ohne Wunder aus dem Nichts entstanden zu sein. Aber wie, bleibt dennoch ungeklärt.

Da mit der zugehörigen Big Bang Theorie sowohl die Entstehung als auch die Eigenschaften der Singularität absolut nicht mit unseren Naturgesetzen beschreibbar sind, könnten Materie und Energie auch in anderer Form in der Singularität ähnlich wie in den Schwarzen Löchern unseres Universums enthalten gewesen sein. Letztere stellen ebenfalls Singularitäten dar, die aufgrund ihrer riesigen Gravitationskräfte unaufhaltsam riesige Mengen an Materie und Energie verschlucken, die sie in einem umgekehrten Prozess, dem Big Bounce, wie bei einem entsprechenden „Big Bang“ auch wieder ausspucken könnten. Dabei ist die gängige Vorstellung, dass in einem ewigen Kreislauf immer wieder zyklisch Universen aus früheren Universen entstehen.

Modelle dieser Art wurden u.a. schon von Albert Einstein diskutiert. Sie stehen in Konkurrenz zum Standardmodell der Kosmologie, das davon ausgeht, dass das Universum im Rahmen des Urknallmodells angeblich aus dem Nichts entstanden ist, wofür es allerdings keine stichhaltigen Beweise gibt und nicht erklärt werden kann, wie dabei der Energieerhaltungssatz erfüllt werden kann. Das Standardmodel der Kosmologie scheitert ferner auch an der Existenz Dunkler Energie und Dunkler Massen in unserem Universum, die offenbar nur durch negative Massen erklärt werden können, die allerdings auf unserer irdischen Welt nicht nachweisbar sind und auch nicht beim Big Bang entstanden sein können.

Was fordern die Naturwissenschaften?

Um die Entstehung unseres Universums und unserer Welt aus dem Nichts mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaften ohne Wunder begründen zu können …

  1. … müssen die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse über den leeren Raum berücksichtigt werden, der zwar keine Materie und Energie enthält, in dem aber naturwissenschaftlich gesichert dennoch etwas geschieht, was als Vakuumfluktuationen bezeichnet wird.
  2. … muss grundsätzlich der Energieerhaltungssatz und mit ihm alle Naturgesetze erfüllt werden.
  3. … muss eindeutig verstanden werden, wie sich Singularitäten entwickeln können, aus denen ein Universum wie unseres nach der Big Bang Theorie entstehen kann und was diese Singularitäten in welcher Form enthalten.
  4. … muss die Ursache der Dunklen Energie und der Dunklen Massen in unserem Universum verstanden werden, die nur durch hypothetische negative Massen erklärt werden kann.

Dies sind die wesentlichen Vorrausetzungen, die erfüllt sein müssen, um naturwissenschaftlich fundiert die Entstehung materieller Welten ohne Wunder begründen zu können.

Das Nichts ist nicht nur ein leerer Raum

Ein absolut leerer Raum ist ein Vakuum. In ihm können naturwissenschaftlich eindeutig gesichert Vakuumfluktuationen nachgewiesen werden. Mit ihnen können sehr kurzfristig Teilchen-Antiteilchen-Paaren im ansonsten absolut leeren Raum entstehen, was theoretisch fundiert durch die Heisenbergsche Unschärferelation erklärt wird. Unter Teilchen und Antiteilchen versteht man dabei ursprünglich nur Teilchen mit gleicher Masse aber entgegengesetzter Ladung wie beispielsweise das Elektron und Positron. Das entsprechende Antiteilchen ist also ein Ladungsantiteilchen mit dem entgegengesetzten Vorzeichen. Zur Erzeugung dieser Ladungsantiteilchen-Teilchen-Paare ist, nach Einstein eine Energie E = 2mc2 erforderlich, da beide Teilchen jeweils die Masse m haben, die bei ihrer Rekombination sofort wieder freigesetzt wird. Durch Vakuumfluktuationen können damit in einem sonst leeren Raum Teilchen und Antiteilchen entstehen, solange während einer sehr kurzen Zeit Δt die dazu vorübergehend benötigte Energie ΔE (im Fall der Ladungsteilchen-Antiteilchen-Paare ΔE = E = 2mc2) so miteinander verknüpft sind, dass das Produkt ΔE·Δt kleiner als die Naturkonstante h (das Plancksche Wirkungsquantum) bleibt.

So wie im Vakuum Teilchenpaare mit positiver und negativer Ladung entstehen können, so können, wie wir sehen werden, noch viel wahrscheinlicher Teilchenpaare mit positiver und negativer Masse entstehen, was wie folgt leicht verstanden werden kann. Darüber ist in der Literatur fast nichts bekannt. Derartige Teilchen mit gleicher Ladung aber entgegengesetzter Masse, also negativer Masse, die wir entsprechend als Massenantiteilchen bezeichnen, können auf unserer Welt nicht nachgewiesen werden. Sie werden aber mit der in unserem Universum beobachteten Dunklen Materie und Dunklen Energie postuliert, wobei nach der Beziehung E = mc2 negative Masse auch gleichzeitig negative Energie E = – mc2 besitzen. Wenn deshalb Massenantiteilchen-Teilchenpaare durch Vakuumfluktuationen entstehen, dann ist dazu innerhalb der Unschärfe keine Energie wie bei Ladungsantiteilchen-Teilchen-Paaren erforderlich, da sich ihre Energie zu Null addiert. Damit wird zur paarweisen Erzeugung von positiven und negativen Masseteilchen keine Energie bei Vakuumfluktuationen erforderlich.

Ebenfalls im Gegensatz zu den Ladungsantiteilchen-Teilchenpaaren, die sich aufgrund der Coulombkräfte anziehen und deshalb auch nach ihrer Bildung sofort wieder rekombinieren, stoßen sich die bei Vakuumfluktuationen gebildeten Massenantiteilchen-Teilchen-Paare aufgrund ihrer Gravitationskräfte entsprechend dem Gravitationsgesetz sofort ab und können deshalb nie wieder rekombinieren. Da Ladungsantiteilchen-Teilchen-Paare extrem kurzlebig sind und sofort nach ihrer Erzeugung durch Vakuumfluktuationen wieder annihilieren und deshalb auch nicht messbar sind, werden sie als virtuelle Teilchen bezeichnet. Da die bei Vakuumfluktuationen erzeugten Massenantiteilchen-Teilchen-Paare aber aufgrund ihrer Abstoßungskräfte grundsätzlich nie wieder rekombinieren können, entstehen sie damit nicht als virtuelle, sondern als reale Teilchen.

Da durch die Existenz der Dunklen Energie und der Dunklen Materie in unserem Universum negative Massen nicht ausgeschlossen werden können, müssen sie auch bei Vakuumfluktuationen berücksichtigt werden, wobei Teilchenpaare mit positiver und negativer Masse im ursprünglich absolut leeren Raum entstehen. Sie können als Erstursache von Massen im leeren Raum ohne Verletzung des Energieerhaltungssatzes entstehen, da sich die Energie von paarweise gebildeten positiven und negativen Masseteilchen zu Null addiert. Auf diese Weise entstehen durch ununterbrochene Paarerzeugung im unendlichen leeren Raum im Verlauf von ewigen Zeiten riesige Mengen von positiver und negativer Materie, die aufgrund ihrer Gravitationskräfte nie wieder rekombinieren können. Nur durch ewige Massenproduktion von ohne Verletzung des Energiesatzes kann neben anderen Universen auch die Entstehung unseres Universums mit Trillionen Sonnen ohne Wunder erklärt werden.

Mit Vakuumfluktuationen „lebt“ sogar der leere Raum

Unter der Annahme, dass unsere Naturgesetze schon immer und ewig galten, können wir zunächst konsistent den ersten Schritt der Entstehung von Masseteilchen im ursprünglich leeren Raum verstehen. Damit ist die Erstursache von allem, was heute existiert, der leere Raum mit seinen Vakuumfluktuationen. Da er keine Grenzen hat, ist er unendlich ausgedehnt, und solange sich in ihm nichts bewegt, kann in ihm auch keine Zeit definiert werden. Die naturwissenschaftlich erwiesene Existenz von Vakuumfluktuationen beweist allerdings, dass auch im leeren Raum etwas geschieht. Mit ihnen läuft in ihm wie in einem Computer oder einem Lebewesen ein Programm ab. Damit „lebt“ sogar der ursprünglich leere Raum allerdings mit uns nicht bekannten Informationen und ihrer Verarbeitung nicht nur geistig, sondern auch körperlich in dem Sinne, dass er elementare kommunikationsfähige Masseteilchen, die ebenfalls Informationen verarbeiten, produziert. Damit ist der „lebende“ leere Raum nicht nur die Erstursache der Materie und Energie, sondern auch die Erstursache des Lebens.

Was geschah mit den ersten elementaren Masseteilchen?

Die speziellen elementaren Masseteilchen mit Masse m und Masse -m, die bei Vakuumfluktuation entstehen, bestimmt ein uns völlig unbekannter Mechanismus sowie eventuell eine ebenso unbekannte Aktivierungsenergie der Paarbildung aus dem Nichts. Wenn die uns bekannten Naturgesetze schon immer galten, dann könnten es die Masseteilchen aus dem Standardmodel der Elementarteilchen sein, die bei diesem Prozess entstehen. Zumindest sollten es elementare Masseteilchen sein, die ähnliche Eigenschaften wie sie und neben der Masse auch Ladung und Spin und sonst keine Informationen tragen. Sie wären dann auch in der Lage, wie sie über Botenteilchen zu kommunizieren und über Kernkräfte und elektromagnetische Kräfte Nukleonen, Atome und Moleküle zu erzeugen, die vielleicht sogar dieselben oder ähnliche oder aber auch völlig andere Eigenschaften besitzen, wie die der uns bekannten Atome unseres Periodensystems.

Diese so entstandenen Teilchen mit positiver Masse würden sich dann aufgrund der Gravitation zusammenlagern, so wie sich auch ihre gleichzeitig entstehenden Teilchen mit negativen Massen getrennt von ihnen zusammenlagern würden. Aufgrund der ununterbrochenen Paarbildung durch Vakuumfluktuationen bilden sich auf diese Weise automatisch immer größere Einheiten. Wenn diese Gebilde mindestens die Größe von drei Sonnenmassen erreichen, kollabieren sie entsprechend den Naturgesetzen aufgrund ihrer eigenen Gravitation und schrumpfen auf einen Punkt zusammen. Dabei verlieren sie alle ihre physikalischen Eigenschaften, so wie wir Menschen, wenn wir sterben und durch den Hirntod alle Lebenserinnerungen verlieren. Da dieser Punkt dabei nach wie vor eine enorme Gravitationskraft auf alle anderen Materieteilchen und sogar auf das Licht ausübt, verschlingt es alles, was in sein Gravitationsfeld gelangt. Deshalb wird dieser Punkt als Schwarzes Loch bezeichnet.

Alle elementaren Masseteilchen haben damit ein begrenztes Leben. Sie entstehen durch Paarbildung, können u.a. Atome und Moleküle bilden und sterben, wenn sie in ein Schwarzes Loch geraten.

Welche Eigenschaften haben die so entstandenen Schwarzen Löcher?

In einem Schwarzen Loch verschmelzen alle durch Gravitationskräfte aufgesaugten unterschiedlichen Teilchen und jede Art der von ihnen gebildeten Materie zu einer einheitlichen Masse in einem Punkt, der deshalb mathematisch als Singularität beschrieben wird. In diesen punktförmigen Schwarzen Löchern verlieren alle aufgesaugten Teilchen und jede Art von Materie wie besprochen ihre Eigenschaften bis auf ihre Masse, die der einheitlichen Masse des Schwarzen Loches hinzugefügt wird. Es ist deshalb völlig unerheblich welche Masseteilchen bei Vakuumfluktuationen mit welchen physikalischen Eigenschaften entstehen, da sie diese Eigenschaften früher oder später auf jeden Fall in den Schwarzen Löchern komplett bis auf ihre Masse verlieren.

Was sich in den Schwarzen Löchern befindet, kann nur noch durch ihre jeweilige Gesamtmasse beschrieben werden, die gleichbedeutend mit ihrer in einem singulären Punkt konzentrierter Energie ist. Dadurch findet ein Paradigmenwechsel statt, da sich durch die Entstehung der Schwarzen Löcher alles grundsätzlich verändert. Über die Massenanziehungskräfte der ersten Masseteilchen entstehen in einem entscheidenden Schritt neue dynamische Zustände, bei denen die jeweilige positive Masse und mit ihrer jeweils zugehörigen Energie keinen Raum mehr einnehmen und eine neue Zeit definieren, die mit dem Big Bang endet. Im Prinzip entstehen neben den Schwarzen Löchern mit positiver Masse/Energie ebenso viele Schwarze Löcher mit negativer Masse/Energie, die jeweils weiterhin alle in ihrem Umfeld durch Fluktuationen entstehenden unterschiedlichen Massen gleichen Vorzeichens aufgrund ihrer enormen Gravitationskraft verschlingen. Die Schwarzen Löcher unterscheiden sich damit nur durch die Größe und das Vorzeichen ihrer jeweiligen Massen und die Dynamik ihres Wachstums.

Über endlose Zeiten werden dabei ungeheure Massen in den jeweiligen Schwarzen Löchern mit positiver und negativer Masse/Energie angesammelt, die bei einem Big Bounce, dem umgekehrten Prozess der Schwarzen Lochbildung, oder bei einem Urknall entsprechend der Big Bang Theorie ein ganz spezielles Spektrum einheitlicher Elementarteilchen wie das des Standardmodels der Elementarteilchen produzieren können, deren Gesamtenergie dann für den Entstehungsprozess der Menge und Energie der ersten Elementarteilchen des jeweiligen Universums verantwortlich ist. Wenn der Big Bang bei einer genau defilierten überkritischen Masse der Schwarzen Löcher ausgelöst wird, dann sollten immer wieder dieselben gleichgroßen Universen nach denselben Mechanismen entstehen. Die Entwicklung aller jeweils positiven und negativen Universen sollte damit mit denselben Elementarteilchen auf nahezu identische Weise mit denselben Naturgesetzen erfolgen.

Was bedeutet dies für die Singularität, aus der unser Universum entstanden ist?

Da alle Schwarzen Löcher nur durch eine einzige Eigenschaft, nämlich die Größe ihrer Masse, beschrieben werden, sind sie auch bis auf deren Größe identisch, die wie besprochen vermutlich bei einer überkritischen Masse einen neuen Prozess auslöst, der durch die Big Bang Theorie beschrieben werden kann und vermutlich auch immer dieselben speziell vorprogrammierten Elementarteilchen produziert, die als kosmologische Samenkörner oder Eier immer dieselbe Entwicklung eines neuen Universums sicherstellen. Entsprechend dieser Überlegungen werden bei zyklischen Universen immer neue identisch vorprogrammierte und deshalb auch identische Universen erzeugt. Sie entstehen damit keineswegs allein aus früheren Universen, wie bisher angenommen wurde, da alle Schwarzen Löcher zusätzlich laufend durch Vakuumfluktuationen mit neuen Materieteilchen versorgt werden. Aus diesem Grund ist es auch nicht notwendig, dass jedes Universum wieder in einem Punkt kollabiert und sich unser Universum statt gebremst, durch die Dunkle Materie und Dunkle Energie beschleunigt ausdehnt, denn die stete Paarbildung durch Vakuumfluktuationen sorgt dafür, dass sich über unendliche Zeiten unendlich viele Universen bilden können.

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Es wurde gezeigt, dass das Nichts des leeren Raums durch die Existenz der Vakuumfluktuationen und die Paarbildung von positiven und negativen Masseteilchen die Erstursache von allem ist, was wir kennen. Dies begründet sich darauf, dass mit den uns bekannten Naturgesetzen konsistent und eindeutig erklärt werden kann, wie aus dem Nichts ohne Verletzung des Energieerhaltungssatzes gleichzeitig reale positive und negative Masseteilchen mit jeweils positiver und negativer Energie entstehen, die aufgrund der abstoßenden Gravitationskräfte nicht mehr rekombinieren können. Dieser spezielle Prozess der Paarbildung kann durch Vakuumfluktuationen ohne Verletzung des Energiesatzes konsistent begründet werden. Die so beschriebene Dynamik des leeren Raums, die bereits zu Zeitpunkt Null durch physikalische Gesetzmäßigkeiten bestimmt wird, ist damit auch die Erstursache des Lebens. Sie sorgt dafür, dass die ersten durch sie entstehenden elementaren Masseteilchen ebenfalls physikalische Informationen verarbeiten und damit die ersten physikalischen Lebewesen darstellen.

Mit den Fundamentalkräften, die bei der Kommunikation zwischen elementaren Masseteilchen entstehen, können sich Schritt für Schritt größere Einheiten wie Atome und Moleküle bilden, bei denen Raum und Zeit klar definiert sind, die eine zwar große, aber begrenzte Lebensdauer besitzen und letztendlich über ihre Gravitationskräfte zu Schwarzen Löchern kollabieren, in denen sowohl der Raum, den sie einnehmen, als auch alle Teilcheneigenschaften bis auf ihre Masse/Energie vollständig verloren gehen. Mit dem „Tod“ der ersten Masseteilchen, die durch Vakuumfluktuationen entstanden sind, beginnt eine neue Zeit, die Zeit der Schwarzen Löcher, die allein durch die Dynamik ihres Massenwachstums definiert wird. Damit steht auch in der Singularität der Schwarzen Löcher die Zeit nicht still und es geschieht in ihnen etwas, was bei einer überkritischen Masse einen Big Bang auslösen kann.

Da sich positive und negative Massen grundsätzlich aufgrund ihrer Gravitationskräfte abstoßen, bilden sie für ewige Zeiten getrennte Einheiten, die schließlich als getrennte punktförmige Singularitäten im unendlichen leeren Raum gleichzeitig existieren und unter gewissen Voraussetzungen entsprechend der Big Bang Theorie und den Naturgesetzen positive und negative Universen entwickeln können.

Da Zeit und Raum unseres Universums durch den Big Bang definiert werden, für den die auf null komprimierte Materie/Energie der Singularität verantwortlich ist, startet mit ihm eine neue Zeit und ein neuer Raum und ein neues Leben mit einem neuen Universum in dem bereits existierenden früheren durch Fluktuationen und Masseteilchen lebenden leeren Raum, in dem die Vakuumfluktuationen nach wie vor unaufhaltsam neue Teilchenpaare mit positiven und negativen Massen produzieren, welche Dunkle Materie und Dunkle Energie produzieren und damit ihre Existenz in unserem Universum begründen.

Die in einem singulären mathematisch nicht beschreibbaren physikalischen Zustand in den Schwarzen Löchern angesammelte und so gespeicherte Materie/Energie der Singularität kann sich naturwissenschaftlich konsistent wieder nach dem Big Bang unter Energieerhaltung in die selbst bei hoher Temperatur nicht weiter zerfallenden Elementarteilchen des Standardmodels, aus dem alles in unserem Universum besteht, verwandeln. Warum dabei genau die Anzahl der Elementarteilchen des Standardmodels mit exakt ihren präzisen speziellen physikalischen Eigenschaften entstehen, kann physikalisch nicht begründet werden. Es scheint sich allerdings alles immer wieder auf dieselbe Art und Weise abzuspielen, da die Eigenschaften der Singularität der Schwarzen Löcher nur durch eine einzige Größe, nämlich die Menge ihrer Masse definiert wird, die offensichtlich nicht unendlich groß werden kann und deshalb vermutlich bei einer kritischen Massenkonzentration den Big Bang auslöst.

Mit den Eigenschaften der auf diese Weise entstandenen kommunikationsfähigen Elementarteilchen ist die Entwicklung der jeweils bis auf ihr Massevorzeichen identischen Universen wie die eines Lebewesens nach den Regeln der Evolution und den unbeugsamen Naturgesetzen nahezu identisch vorprogrammiert. Sie erfolgt wie die evolutionäre Entwicklung von Pflanzen und Tieren entsprechend den vorgegebenen Informationen. Da Informationen und ihre Verarbeitung die Voraussetzungen allen geistigen und körperlichen Lebens sind, startet das Leben in den Universen nicht erst mit den gebildeten Elementarteilchen, die wie ein Samenkorn alle Informationen für die weitere Entwicklung vorprogrammiert enthalten, sondern bereits im unendlichen Nichts mit den Fluktuationen des Vakuums, die physikalischen Regeln folgen.

Schon das Leben der ersten elementaren Masseteilchen spielt sich nach den Regeln vorgegebener Informationen, die in ihren physikalischen Eigenschaften enthalten sind und kommuniziert werden können, ab. Wie alles haben auch sie kein endloses Leben, da sie in Schwarzen Löchern, die ebenfalls kein endloses Leben haben, zerstört werden und in anderer Form durch den Big Bang wieder neu entstehen können. Auch Atome und Moleküle haben kein endloses Leben, auch sie können zerfallen und in anderer Form neu entstehen. Auch Pflanzen und Tiere haben nur eine bestimmte Lebensdauer und entstehen in modifizierter Form immer wieder neu. Alles entsteht nach ähnlichen Grundprinzipien nicht nur in der uns bekannten belebten Natur immer wieder neu.

Damit kann mit den Naturwissenschaften verstanden werden, wie aus dem Nichts ohne Wunder Universen entstehen können. Allerdings können mit ihnen keineswegs alle Fragen beantwortet werden. Die zentrale Frage, wer oder was für die Erstursache von allem, also für die Vakuumfluktuationen, die dabei entstehenden positiven und negativen Massen und ihre physikalischen Gesetzmäßigkeiten verantwortlich ist, mit denen der weitere Verlauf der Ereignisse verantwortlich ist, bleibt ungeklärt.

Wenn es einen Gott mit göttlichen Eigenschaften, wie Allmacht und Allgegenwart gibt, der für alles verantwortlich ist, dann muss auch er vor ewigen Zeiten vor allem anderen oder mit allem anderen, was existiert, aus dem Nichts entstanden sein. Aufgrund dieser Überlegungen findet man ihn nicht erst in dem kosmologischen Samenkorn, aus dem unser Universum und mit ihm unsere Welt entstanden ist, sondern bereits zum Anfang aller Zeiten als Erstursache von allem, was existiert, und dies ist der unendliche leere Raum, der durch Vakuumfluktuationen belebt ist. Aufgrund seiner Allgegenwart befindet er sich per Definitionem naturwissenschaftlich in allem und bestimmt mit seinen naturwissenschaftlichen Regeln von Anfang aller Zeiten an mit höchster Präzision und unerbittlich den Verlauf seiner eigenen Entwicklung. Nur eine naturwissenschaftliche Theologie ist damit in der Lage, Gott und göttliche Eigenschaften in der gesamten Dynamik des Geschehens bereits über die Vakuumfluktuationen vorprogrammiert im unendlichen Nichts zu erkennen. Überirdische Welten und Wesen, die auf unserer Welt Wunder bewirken, sind naturwissenschaftlich auszuschließen.

Hinweis

Der vorliegende Artikel basiert auf naturwissenschaftlich belegten Erkenntnissen, die allgemein zugänglich im Internet verfügbar sind. Der Autor dieses Artikels ist Professor für Physik im Ruhestand. Er hat zu den Themen Ursprung des Lebens, Evolution der Information und Informationsverarbeitung sowie naturwissenschaftliche Theologie, Gravitation und negative Massen mehrere ausführliche naturwissenschaftliche Artikel im Internet unter Hans Sixl, Autor bei Tabula Rasa Magazin verfasst, die zur Vertiefung dieser Thematik genutzt werden können.

Über Hans Sixl 74 Artikel
Dr. Hans Laurenz Sixl, Jahrgang 1941, arbeitete als Professor für Physik an den Universitäten Stuttgart und Frankfurt und als Visiting Professor in Durham (UK) und Tokyo (J). Von 1986 bis 2001 war er Forschungsdirektor in der Chemischen Industrie und Vorstandsmitglied der deutschen Physikalischen Gesellschaft. Seine Arbeitsgebiete waren Spektroskopie und Materialforschung. Er hat die Molekularen Elektronik in Deutschland begründet und lehrte an der Universität Frankfurt.