Ideen für Heiligabend

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Der Weihnachtsbaum funkelt im Lichterglanz, die Geschenke sind ausgepackt – und dann?

Damit der Heiligabend so schön wird wie die Vorfreude darauf, lohnt es sich, den festlichen Verlauf des Tages zu planen oder zumindest ein paar Ideen in Reserve zu haben.

Plätzchen backen ist eine der beliebtesten Weihnachtstraditionen in Deutschland. Gerade mit Kindern lässt sich damit prima die Wartezeit zwischen dem Mittagessen und der Zeit überbrücken, wenn der Weihnachtsmann still und heimlich die Geschenke unter den Baum legt. Nach altem Brauch wird der erst am Heiligabend geschmückt, aber vielfach gilt diese Tradition nicht mehr, und der Baum wird bereits in der Adventszeit aufgestellt.

Selbst wenn nur wenige Pakete unter dem Baum liegen oder der Heligabend gar allein statt im Kreis von Familie oder Freunden verbracht wird, sorgen duftendes Gebäck zum Knabbern und Weihnachtslieder für eine besinnliche Stimmung.

Spezielle Festgottesdienste finden in fast allen kleinen und großen Kirchen statt. In manchen Gotteshäusern gibt es zudem Erzählungen, Lesungen oder Aufführungen der Weihnachtsgeschichte. Um das nicht zu verpassen, sollte vorab geguckt werden, was wann und wo angeboten wird. Wer sich mehrere Möglichkeiten offen hält, gerät auch dann nicht in Stress, wenn das liebevoll zubereitete Festmahl sich hinzieht oder plötzlich Schals und Handschuhe für den Weg gesucht werden müssen.

Doch auch nur in den eigenen vier Wänden lässt sich ein gemütlicher und festlicher Heiligabend verbringen.

In den meisten Familien liefert die eigentliche Bescherung Inspirationen für den Abend. Spiele aller Art gehören zu den populärsten Gaben unter dem Baum, und sie so schnell wie möglich auszuprobieren, ist eines der festlichen Vergnügen. Auch bewährte Spiele werden im Lichterschein des Weihnachtsbaums gern gezockt. Ideal sind dabei Spiele, die entweder jeder kennt, oder die wie Mau-Mau oder Poker-Kartenspiele rasch erlernt sind.

Brettspiele sind ebenfalls immer wieder gern gesehen. Nicht umsonst stehen sie  jedes Jahr wieder auf ungezählten Wunschzetteln. Dabei sind vor allem die als „Spiel des Jahres“ ausgezeichneten oder nominierten familienfreundlichen Games ein Hit. In diesem Jahr ist die begehrte Ehre an das Krimispiel „MicroMacro: Crime City“ gegangen. Dabei sieht die auf einem riesigen Wimmelbild dargestellte Welt auf den ersten Blick bei allem Trubel ganz normal und friedlich aus. Doch wer näher hinguckt, entdeckt Morde und verdächtige Todesfälle. Nur wer als Hobbydetektiv die Indizien und Spuren findet und richtig interpretiert, wird die Kriminalfälle lösen.

Als „Spiel des Jahres“ waren „Die Abenteuer des Robin Hood“ nominiert. Dabei werden ein wie ein Adventskalender aufgebauter, achtteiliger Spielplan mit numerierten Plättchen mit Symbolen und ein Begleitbuch mit acht Kapiteln verbunden. Hinter den Plättchen verbergen sich Personen und Gegenstände, und die Nummern geben an, welcher Teil der Geschichte im Buch dazu gehört. So können die Zocker nicht nur erleben, wie der edle Robin Hood und seine Mann die Reichen unter dem bösen Sheriff von Nottingham berauben und die Armen verteidigen. Sie können auch das Leben im Dorf, im Sherwood Forest und auf dem Schloss entdecken, mit den Dorfbewohnern reden und Adelige überfallen. Dabei steht der Ausgang der Geschichten im Gegensatz zur Legende nicht fest. Es kommt auf die in Gruppen spielenden Zocker, ihr Geschick und Glück an, ob sie die Abenteuer siegreich bestehen oder an den Aufgaben scheitern.

Zum „Kinderspiel des Jahres 2021“ ist „Dragomino“ gekürt worden. In dieser eigenständigen Variante des 2017 zum „Spiel des Jahres“ gewählten „Kingdomino“ geht es darum, Dracheneier zu finden. Dafür müssen im Dominoprinzip Landschaften so gelegt werden, dass gleiche Landschaften aneinander liegen. Die Belohnung dafür besteht in einem Drachenei, doch nicht alle davon beherbergen tatsächlich eines der kostbaren Eier.

(Quelle: pixabay.com)

Wer statt rasch zu verstehender Spielregeln komplizierte Aufgaben bevorzugt, liegt mit dem als „Kennerspiel des Jahres 2021“ nominierten Abenteuerbrettspiel „Die verlorenen Ruinen von Arnak“ richtig. Das an Indiana Jones erinnernde Spiel erfordert Zeit und Konzentration, um im Dschungel nach den Relikten einer untergegangenen Zivilisation zu forschen. Dabei nehmen es die Expeditionsteilnehmer, die jeweils zwei Forscherfiguren führen, unter anderem mit monströsen Wächtern der archäologischen Schätze auf. Gleichzeitig befinden sie sich miteinander im Wettlauf um Relikte, aber auch um die Bezahlungsmöglichkeiten für Ausrüstungsgegenstände. So komplex das Spiel auch ist, dank einer stimmigen Geschichte und eines klaren Aufbaus bleibt es übersichtlich und für Abenteuerfreunde spannend.

Für viele Familien gehört ein weihnachtlicher Film dazu. In Deutschland ist mittlerweile das Fest fast untrennbar mit der Ausstrahlung der Sissi-Trilogie verbunden. Schnee, Romantik, und Romy Schneider als junge Bayern-Prinzessin, die zur tragischen Kaiserin Elisabeth von Österreich wird, bezaubern seit Generationen die Zuschauerherzen.

Ein weiterer Klassiker ist „Die Muppets Weihnachtsgeschichte“, in der Kermit und seine Freunde die Hauptrollen in Charles Dickens‘ unsterblicher Erzählung übernehmen. Die Bill Murray-Komödie „Die Geister, die ich rief“, ist eine moderne Version davon.

„Kevin – allein zu Haus“, „Tatsächlich … Liebe“ und „Die Hard“ stehen regelmäßig bei vielen Filmfans auf dem festlichen Programm. Dank DVDs und Streaming lässt sich das Leinwandvergnügen mühelos variieren.

Mit einem geschmückten Baum, selbst gemachtem Weihnachtsgebäck, stimmungsvoller Musik und vor allem der richtigen Gesellschaft bleibt am heiligen Abend die festliche Stimmung nicht aus, selbst wenn aus der erhofften weißen Weihnacht wieder nichts geworden ist. Ob traditionell oder unkonventionell, mit etwas Planung wird das Fest immer wieder schön.

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