Kalb Toni flüchtet über die Donau und wird vor dem Schlachthof gerettet

Zehn Kilometer auf der Flucht: Kalb Toni entkommt dem Schlachthof

Das sieben Monate alte Kalb „Toni“ ist erfolgreich aus einer Bullenmast in Höchstädt geflohen, indem er die 1,5 m hohe Holzwand seiner Mastbox überwand. Als der Landwirt ihm mit dem Traktor den Fluchtweg abschneiden wollte ist er panisch dagegen gerannt und hat sich eine tiefe Wunde neben dem Auge zugezogen. Dies hielt den jungen Burschen aber nicht davon ab, während seiner mehrtägigen Flucht eine Strecke von zehn Kilometern zurückzulegen und die Donau zu durchqueren. Dann schloss er sich schließlich auf einem Biobetrieb in Oberthürheim einer Kuhherde an.

Aber auch dort fand er nur ein vermeintlich sicheres Zuhause.

Er wurde eingefangen und zurück in den Ursprungsbetrieb gebracht.

Dann jedoch schaltete sich der Tierschutzverein Rüsselheim e. V. ein. Dem Verein gelang es, das Tier zu übernehmen und es somit dauerhaft vor der Mast und der bevorstehenden Schlachtung zu bewahren.

Am heutigen Freitagmorgen um 8:30 Uhr wurde der Transport von „Toni“ zu seinem finalen Lebensplatz in der Nähe von Alsfeld (Hessen) gestartet. Dort hat der junge Bulle nur noch die Kastration vor sich und braucht zusammen mit den dort lebenden gut 300 Rindern des Vereins nie wieder die landwirtschaftliche Verwertung fürchten.

Doris Rauh vom Verein Rüsselheim e.V erklärt,

„dass „Tonis“ außergewöhnlicher Drang nach Freiheit den Ausschlag für das Rettungsengagement gab. Die Geschichte zeige eindringlich das ausgeprägte Sozialverhalten und den individuellen Lebenswillen selbst sehr junger Nutztiere. Aber prinzipiell müsste jedem Lebewesen per se ein Recht auf Leben zugesprochen werden.“

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