Luxembourg Art Week | Nguyen Xuan Huy

Nguyen Xuan Huy, Une journée horizontale, 2020, Öl auf Leinwand, 320 x 600 cm Kunsthalle Darmstadt, bis 30. Januar 2022

Mit Werken von NGUYEN XUAN HUY nehmen wir an der Luxembourg Art Week teil. Zeitgleich präsentiert die Kunsthalle Darmstadt Nguyens Gemälde „La Journée Horizontale“. Anläßlich der beiden Events erscheint eine kleine Publikation, die wir Ihnen auf Wunsch gern als pdf oder in papierner Form zusenden.

Die Präsentation in der Kunsthalle Darmstadt läuft bis zum 30. Januar 2022.

Die Luxembourg Art Week findet vom 12. bis 14. November statt.
Interessierten Sammlern der Galerie bieten wir eine limitierte Anzahl von Karten
– zum Preview am 11. November von 19 bis 22 Uhr,
– zur Vernissage am 12. November von 18 bis 21 Uhr.
Bitte lassen Sie uns unter galerie@rothamel.de ein kurze Nachricht mit dem Betreff „Preview“ oder „Vernissage“ zukommen, falls Sie eine Karte wünschen – und bitte denken Sie an die Angabe Ihrer Postadresse. Jede Karte gilt für zwei Personen.

Nguyen Xuan Huy, Second Legs, 2021, Öl auf Leinwand, 250 x 197 cm
Luxembourg Art Week, 12. bis 14. November

Nguyen Xuan Huy, Une journée horizontale, 2020, Öl auf Leinwand, 320 x 600 cm
Kunsthalle Darmstadt, bis 30. Januar 2022
Der Komposition „Une journée horizontale“ liegt unübersehbar Théodore Géricaults Floß der Medusa (1819) im Louvre in Paris zugrunde. Nguyens Bühnenraum ist allerdings im Verhältnis etwas breiter. Anstelle einer eingestürzten Pyramide erkennt man deren zwei. Sie ordnen das gedrängte Tableau von 28 Figuren, jungen Frauen und Männern, die im Einzelnen zu beschreiben hier zu weit führen würde. Nur so viel: Jede scheint eine Welt für sich darzustellen. Jede wirkt halb ferngesteuert in eine Pose gezwungen, halb narzissenhaft hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Alle sehen sie europäisch aus, was letzteres aber den Modellen geschuldet sein mag, mit denen der Künstler zu arbeiten gewohnt ist. 

Zugleich spielt die pyramidale Form auch mit den tief im kulturellen Gedächtnis verankerten Ansichten der Gräber von Gizeh. Eine von Efeu umrankte Sphinx vor dem rechten Bildrand triggert diese Assoziation regelrecht an. Doch weder Wasser noch Sand, sondern ein rot-weißes Etwas herrscht vor. Glut? Sieht der Himmel bloß wie Feuer aus oder steigt echtes Feuer in ihm auf? Vegetation, Felsen, ein kunstvoller Steg, ein noch in Bau befindliches Holzhaus, das sich auch als Boot oder improvisierte Umkleidekabine lesen ließe, all dies lässt jeden Hinweis auf den Schauplatz des Geschehens vermissen. 

Anders als bei Géricault geht es nicht um Leben oder Tod. Die Wippende auf der Schaukel erinnert indes an das Pendel einer Uhr. Die Fliege bei der Sphinx unterstreicht als bekanntes Vanitas-Symbol die Allegorie der Zeit, mit der man es hier sicherlich auch zu tun hat. Im Vergleich zu den Figuren und anderen Tieren, einer Löwin und zwei Rosalöfflern, ist sie überdimensioniert. Eine durch Eingriff in die Natur erzeugte neue Art? Oder fordert die Fliege das große Format, als wenn der Maler sie auf einem verkleinerten Entwurf zu seinem Bild sitzend gesehen und mit diesem als Hintergrund vergrößert dargestellt hätte? 

Den verwirrenden Maßstäben, der Ortlosigkeit, dem unklaren Zeitbezug steht ein Gefühl des Ungefährdetseins gegenüber, das diese besondere Reisegesellschaft vermittelt. Schließlich fließen hier verschiedene Bilder in einer Vision zusammen, die Himmel und Hölle begradigt. 
León Krempel, Kunsthalle Darmstadt

Kunsthalle Darmstadt
Steubenplatz 1
64293 Darmstadt
Tel. +49 (0)6151 891184
Mi–So / 11–17 Uhr

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GRITA GÖTZE und WIELAND PAYER
Blossom
Pastelle und Keramk
18. September bis 6. November
Galerie Rothamel Erfurt
geöffnet nach Vereinbarung unter 0177 599 84 45 oder galerie@rothamel.de

Wieland Payer, Allegro, 2021, Pastell, Kohle, Tusche und Aqarell auf grundiertem MDF, 160 x 120 cm

Wieland Payer arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt mit Pastellmalerei und präsentiert sie in neuem Glanz. Das gelingt ihm durch ihre ungewöhnliche Anwendung aufs Großformat, eine brillante Beherrschung und behutsame Weiterentwicklung der Technik, durch zeichnerische Virtuosität und ein besonderes Gespür für faszinierende Themen.

Grita Götze, Steinige Gegend, 2021, Deckelvase, Engobemalerei, 50 cm hoch

„Wer erfahren möchte, wie sich Schönheit und Naturbild im künstlerischen Gegenstand wechselseitig steigern können, der findet dazu in Grita Götzes keramischen Arbeiten faszinierende Anschauungsmodelle. Mit dem Gestus des Selbstverständlichen stehen in diesen Objekten Gebrauchsfähigkeit und Dekor, Gefäßform und Ornament in vollkommenem Einklang.“
Karin Thomas

Zur Preisliste der Werke von Grita Götze gelangen Sie hier.
Zur Preisliste der Werke von Wieland Payer gelangen Sie hier.
Verbindliche Reservierungen nehmen wir ab sofort entgegen: galerie@rothamel.de oder telefonisch unter 0177 5998445.

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ELLEN AKIMOTO
Dissipation Dance
Malerei
Bis 4. Dezember 2021
Galerie Rothamel Frankfurt

Im Rahmen des Rundgangs der Frankfurter Galerien am Freitag, 29. Oktober 2021 von 19 bis 21 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich in unsere Frankfurter Galerie ein.

Ellen Akimoto, Horses Falling on Horses, 2021, Öl und Acryl auf zwei Leinwänden, 240 x 300 cm

Ellen Akimoto in ihrer Ausstellung „Dissipation Dance“

Ellen Akimoto, Disintegration, 2021, Öl und Acryl auf Leinwand, 180 x 150 cm

„Akimotos Arbeit gleicht der einer Regisseurin, die mit Kameraführung und Schnitten einen Bildfluss erzeugt. Sie erzählt, ohne je die ganze Geschichte zu verraten.“  
Alexander Wendt

Ellen Akimoto, Stolzes Mitglied, 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 40 x 30 cm

Zur Preisliste der Ausstellung von Ellen Akimoto gelangen Sie hier. Verbindliche Reservierungen nehmen wir ab sofort entgegen: galerie@rothamel.de oder telefonisch unter 0177 5998445.

Galerie Rothamel Frankfurt

Fahrgasse 17, 60311 Frankfurt am Main
Do-Fr 13-18 Uhr
Sa 11-16 Uhr
sowie nach Vereinbarung.