Muslimischer Antisemitismus als Folge der Islamfeindlichkeit

Holocaust-Mahnmal Foto: Stefan Groß

Antisemitismus unter jungen Muslimen in Deutschland ist das Ergebnis der zunehmenden Islamfeindlichkeit in der Gesamtgesellschaft, behauptet die Abschlussdokumentation eines Schulprojekts der Bundeszentrale für politische Bildung. Demnach rechtfertigen muslimische Jugendliche ihre antisemitischen und weitere menschenfeindlichen Einstellungen damit, dass sie sich von der sie umgebenden Islamfeindlichkeit abgewertet und diskriminiert fühlen.

Mitglieder der muslimischen Minderheit in Deutschland benutzen eine schwache und noch kleinere Minderheit als Sündenbock, um die selbst erfahrenen Diskriminierungen zu verarbeiten. Die Jugendlichen beanspruchen eine Opferrolle wie die Juden. Konsequent fordern die muslimischen Jugendlichen einen ähnlichen Solidarisierungsprozess der Mehrheitsgesellschaft mit Muslimen wie mit Juden.

Leider (sic!) ist der Solidarisierungsprozess der deutschen Mehrheitsgesellschaft mit Juden ein Trugbild, eine Falschinformation. Es sei daran erinnert, dass Mainstream-Sprüche von als gemäßigt geltenden Politikern, Nachrichtensprechern und Musikern jeglicher Couleur gegen Juden und Israel nicht nur schweigend, sondern auch dankbar von der Mehrheitsgesellschaft angenommen werden. Es ist die offizielle Leitlinie „Israel ist deutsche Staatsräson“, die dem einfachen Judenkritiker oder Judenhasser vermitteln soll, dass Juden in Deutschland Narrenfreiheit genießen. Diese Ansicht ist nun endlich auch bei deutschen Muslimen der Dritten Generation angekommen, die auf gleiches Recht wie die Juden pochen, faktisch jedoch auf gleiches Unrecht. Die Medienbeeinflusser sollen es den Muslimen gewähren, damit ihnen die Augen aufgehen.

Trotz offiziellen Einladungen der deutschen Bundesregierung an die Juden, nach Deutschland statt nach Israel zu kommen (Kontingentflüchtlinge) und trotz Versuche der deutschen Bundesregierung und der großen Mehrheit der deutschen Bevölkerung, Muslime von der Einreise nach Deutschland abzubringen, gibt 20 x mehr Muslime in Deutschland als Juden.

Die Studie der Bundeszentrale für politische Bildung erhellt nebenher die Gründe für den weltweit abgrundtiefen Hass der Muslime auf Jesiden. Diese basieren zunächst auf die geringe Zahl der Jesiden, die noch kleiner ist als die der Juden. Zudem betrachtet der Islam das Jesidentum als Götzenreligion, die laut Koran vom Antlitz der Erde verschwinden muss. Schließlich werden Jesiden wie Juden in Deutschland, in Europa und weltweit misstrauisch beäugt.

Im Gegensatz zu den Juden Israels können sich Jesiden nur bedingt sich militärisch verteidigen, da sie über keinen eigenen Staat mit einer gut funktionierenden Armee verfügen. Die EU mit Deutschland und anderen muslimischen Despoten sind aus übergeordneten Überlegungen heraus strikt gegen einen unabhängigen Jesidenstaat. Israel unterstützt die Jesiden nicht nur militärisch.

Man darf folglich schlussfolgern, dass die die muslimischen Massaker überlebenden Jesiden weit schlechter dastehen als die überlebenden Juden nach dem Naziterror. Die Rückholung deutscher IS-Kämpfer*innen aus dem ehemaligen IS-Kalifat wird einer beträchtlichen Zahl von Jesiden, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben, die Gesundheit und das Leben kosten. Die bereits jetzt überforderten deutschen Behörden werden den Jesiden keinen Schutz bieten können.

Um die Situation in Deutschland für Juden und Jesiden zu entspannen, sollte Deutschland den muslimischen Jugendlichen entgegenkommen und ihnen eine wie auch immer von ihnen erwartete Opferrolle zubilligen. Da Solidarität mit gemeinsamen Feindbildern wächst, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege.

Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.