Tag des Edelsteins

Dass der Begriff Edelsteine im Volksmund nahezu synonym mit Diamanten verwendet wird, mag nicht zuletzt an Marilyn Monroe’s Klassiker “Diamonds are a girl’s best friend” liegen. Vielleicht hat die blonde Schönheit auch in der Sache recht, das ändert aber nichts daran, dass es noch andere wunderschöne und kostbare Edelsteine gibt. Am 13. März feiern die Amerikaner alljährlich den Tag des Edelsteins, den National Jewel Day. Wer diesen Tag ins Leben gerufen hat und warum er genau auf dieses Datum fällt, ist nicht bekannt.

Selbst der Experte Chris Pampel, der sonst so gut wie alles über Edelsteine weiß, kann hierzu nichts sagen. Chris Pampel ist Inhaber des Deutschen Edelstein Kontors und findet, dass wir diesen Tag auch hier und nicht nur in den USA feiern sollten, denn Farbedelsteine kommen verständlicherweise nicht nur in zauberhaften Schmuckstücken zur Geltung, sie taugen überdies auch als eine attraktive, wenngleich noch ziemlich unbekannte Form der Geldanlage. Chris Pampel möchte den Tag des Edelsteins zum Anlass nehmen, genau das zu ändern. Er klärt deshalb darüber auf, was den Reiz von Rubin, Smaragd, Saphir und Co. ausmacht und wann diese Edelsteine besonders kostbar und somit zur Geldanlage geeignet sind.

Farbedelsteine wie Rubine, Smaragde, Saphire und weitere kennen viele nur als Hauptbestandteile von Schmuck. Diesen Einsatz will Chris Pampel auch gar nicht kritisieren, viele Schmuckstücke mit Edelsteinen sehen wunderbar aus und als Juwelen erfüllen sie dort auch durchaus ihren Zweck. Als Investment-Steine sind Farbedelsteine praktisch noch wenig bekannt und deshalb fristen sie als Anlageinstrument eher ein Schattendasein. Doch das Deutsche Edelstein Kontor ist bestrebt, daran etwas zu ändern.

Was macht einen Farbedelstein zu einem Investment-Farbedelstein?

Hierzu muss man wissen, dass ein Edelstein nur dann als Investment-Edelstein in Frage kommt, wenn er unbehandelt ist, sprich nicht erhitzt, bestrahlt oder mit Chemikalien behandelt wurde – gerade das ist bei Steinen, die für Schmuck verwendet werden, eben häufig nicht der Fall. Warum das so ist, liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand, denn ein naturbelassener, perfekter Edelstein ist natürlich extrem selten. Und wie bei vielen anderen Dingen auch bedeutet Seltenheit eben auch automatisch einen höheren Wert. Bei Schmucksteinen wird bei der Schönheit oft ein bisschen nachgeholfen, was die Steine zwar nicht wertlos macht, aber als Investment-Steine sind sie dann leider nicht mehr geeignet.

Wie kommt der Wert von Investment-Edelsteinen zustande?

Um den Wert von Edelsteinen zu bestimmen, benennen Experten vier Kriterien, die zumindest in der englischen Sprache alle mit einem C beginnen und die man deshalb im Fachjargon auch gerne als die „4 Cs“ bezeichnet. Zum einen hätten wir da das in Karat angegebene Gewicht, auf Englisch also Carat. Für dieses gibt es Mindestgrößen bei Investment-Edelsteinen. Bei Rubinen beträgt es beispielsweise 1 Karat, bei Smaragden 1,5 Karat. Die Farbe (Color) macht den Edelstein umso wertvoller, je gleichmäßiger sie von Natur aus verteilt ist. Als nächsten Punkt bewerten die Experten die Reinheit (Clarity), wobei man bei Farbedelsteinen die Messlatte nicht ganz so hoch legt wie bei Diamanten. Das heißt, kleinere und nicht störende Einflüsse wirken sich nicht wertmindernd aus, im Gegenteil, sie sind ein Hinweis auf die Natürlichkeit. Der Schliff (Cut) wiederum bedeutet für einen Investment-Farbedelstein, dass er von den Proportionen her perfekt sein muss, denn wie oben schon erwähnt, ist gerade diese naturbelassene Perfektheit ein Beleg für seine Seltenheit und damit auch für den hohen Wert. Daher sind nur rund zwei bis drei Prozent der gefundenen Farbedelsteine weltweit überhaupt als Investment geeignet.

Diese vier Cs ziehen Experten übrigens auch zur Bewertung von Diamanten heran. Chris Pampel gehört zu denjenigen Fachleuten, die für die Einordnung von Farbedelsteinen noch zwei Cs hinzunehmen. Einmal die Zertifikate (Certificates): Hierbei handelt es sich um Befundberichte eines anerkannten gemmologischen Institutes, in Deutschland ist hier die Deutsche Stiftung Edelsteinforschung (DSEF) in Idar-Oberstein federführend. Diese Institute gehören zu den Mitgliedern der Fachgremien der International Gemmological Conference sowie der CIBJO (Confédération internationale de la bijouterie, de la joaillerie, de l’orfèvrerie, des diamants, pierres et perles). Ein Zertifikat von einem Labor, das sich an die Standards der CIBJO hält, ist ein eindeutiger und aussagekräftiger Beleg für die Echtheit eines Farbedelsteins. In einem solchen Zertifikat können auch Aussagen zum Grad der Behandlung eines Stein und dessen Herkunft dokumentiert werden. Es sind genau diese Institutionen (CIBJO), welche die international gültigen und von der UN anerkannten Standards der Edelstein-Labore definieren und stets weiterentwickeln. Daher eignen sich diese Befundberichte für einen späteren Wiederverkauf. Ohne ein solches Zertifikat sollte man niemals einen teuren Stein erstehen.

Das sechste „C“ steht für das Wertgutachten (Confidence). Dieses sollte in Deutschland von einem vereidigten Sachverständigen der Industrie- und Handelskammer (IHK) stammen. Das Deutsche Edelstein Kontor garantiert, dass die Zertifizierung durch das Labor und die Erstellung des Wertgutachten voneinander unabhängig geschehen. So wird sichergestellt, dass es zu keinen Interessenskonflikten kommt und die beteiligten Experten eine jeweils neutrale und unabhängige Expertise abgeben. Mit diesen beiden fachmännischen Einschätzungen, der mineralogischen und der kaufmännischen, liegen höchst aussagekräftige Instrumente zur Edelsteinbewertung vor.

Welche Rendite ist bei Farbedelsteinen zu erwarten?

Aufgrund der recht nachhaltigen Wertentwicklung bei Farbedelsteinen sind sie vor allen Dingen für langfristig interessierte Anleger interessant. Wer schnelles Geld gewinnen (oder verlieren) möchte, sollte sich daher eher im Bereich der Aktien oder Kryptowährungen umsehen. Ab einem Vermögen von 100.000 Euro sind Farbedelsteine, die etwa fünf bis zehn Prozent des Portfolios ausmachen sollten, interessant. Man sollte von einem Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren ausgehen. Im Vordergrund steht der Werterhalt und die langfristige Wertsicherung, da keine laufenden Erträge erwirtschaftet werden. In der Vergangenheit war es jedoch so, dass Wertsteigerungen von 5-20% pro Jahr möglich sind.

Fazit

Egal, ob als Schmuck oder als Investment: Edelsteine sind immer wunderschön anzusehen und schenken ihrem Besitzer oder ihrer Besitzerin neben Freude auch einen beständigen Wert. Mit einem Ehrentag für Edelsteine möchte Chris Pampel die Aufmerksamkeit wieder auf diese Kostbarkeiten lenken, die im Laufe der Geschichte schon viele Könige, Kaiser, Zaren und Kirchenfürsten in ihren Bann gezogen haben.

Über Chris Pampel 3 Artikel
Chris Pampel ist Geschäftsführer der Pato GmbH und Inhaber des Deutschen Edelstein Kontors. Der leidenschaftliche Edelsteinfan und -experte berät eigentümergeführte Unternehmen und Privatpersonen mit hohem Eigenkapital im Bereich Investment und ist als Redner und Referent auf Messen und Veranstaltungen zum Thema Investment-Farbedelsteine sehr gefragt. Für ihn gehören Edelsteine in höchster Qualität als mobiles Sachwertinvestment neben Gold in jedes hochwertige Portfolio. Da dieses hochspannende Thema vielen Anlegern noch nicht bekannt ist, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele interessierte Anleger mit seiner Expertise aufzuklären und für Farbedelsteine als Investment zu begeistern. www.deutsches-edelstein-kontor.de