Zahlungsmöglichkeiten mit Kryptowährungen

Erhöhen die Krypto-Kreditkarten die Akzeptanz der Coins?

Bild von Maicon Fonseca Zanco auf Pixabay

Viele Anleger möchten derzeit ihre Coins auf den Markt bringen und sie entweder verkaufen oder etwas damit erwerben. Jedoch sieht man in Deutschland das Bitcoin Logo neben den gängigen Kreditkartenanbietern in Geschäften oder an Ausgabestellen eher selten. Allerdings greifen immer mehr Onlineshops die Möglichkeit auf, dass man mit Coins bezahlen kann. Stationäre Geschäfte sind noch zögerlich, aber auch hier steigt die Akzeptanz von Kryptowährungen. Was man für das Bezahlen mit Coins benötigt, ist eine Wallet. Das ist eine digitale Brieftasche, über die man seine Transaktionen abwickeln kann. Aber auch klassische Zahlungsanbieter erweitern ihr Portfolio in Richtung der Coins. Der Vorstoß der Kryptowährungen schreitet dadurch ebenso am traditionellen Geldmarkt voran.

Krypto Kreditkarten

Ein am Markt etabliertes Zahlungsmittel, das mit den Kryptowährungen auflebt, ist die Kreditkarte. Hat man die richtige Karte, kann man Kryptos über Kreditkarten ausgeben. Verwendet man eine App oder Plattformen, bei der man eine Wallet anlegen kann, so gibt es dazu in den meisten Fällen auch die passende Kreditkarte. Große Dienstleister wie Mastercard haben bereits ein Konzept für Krypto-Kreditkarten. Bevor man sich jedoch für einen Anbieter entscheidet, ist es ratsam, den Bitcoin Kreditkarten Vergleich zu machen. Erst hier sieht man, ob es sich lohnt, über die Kreditkarte mit Coins zu bezahlen und welche Anbieter die besten Konditionen für die eigenen Vorstellungen offerieren. Mit dieser neuen Möglichkeit kann man aus dem digitalen Geld einen Wert im realen Leben schaffen und das bei sehr vielen Akzeptanzpartnern.

Die Akzeptanz steigt

Mastercard akzeptiert nicht nur die Kryptos als Zahlungsmittel, sondern könnte sehr bald noch einen Schritt weiter gehen. Durch die Partnerschaft mit der Digital-Asset-Plattform Bakkt tun sich am Finanzmarkt neue Wege auf. Geplant ist ein Treueprogramm für risikofreudige Anleger. Anstelle von Punkten und Meilen sollte es bald möglich sein, Belohnungen zu verdienen, die dann für bestimmte Kryptowährungen eingelöst werden können. Solche Bonus-Systeme gibt es im Übrigen schon bei vielen Krypto-Kreditkarten. Neben Flugmeilen, Abo-Mitgliedschaften oder Cashback versprechen Krypto-Kreditkarten Belohnungen in Form von Bitcoin und anderen Coins. Auch der Zahlungsanbieter PayPal oder der Versandriese Amazon machen Schritte in Richtung Kryptowährungen. In den USA gibt es dazu schon einige Funktionen, die bereits genutzt werden können und die die Zukunft des Krypto Handles bestimmt beeinflussen werden. PayPal möchte sogar eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen. Das alles sind weitere Schritte in Richtung höhere Akzeptanz von Kryptowährungen und mehr Anklang bei der breiten Masse.

Vorteile beim Benützen der Krypto Kreditkarte

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Mit den Krypto Kreditkarten kann man Coins im Alltag fast unbegrenzt als Zahlungsmittel verwenden. Man ist nicht mehr auf Akzeptanzpartner angewiesen, die Kryptowährungen akzeptieren, sondern kann überall dort, wo Kreditkarten angenommen werden, mit den Coins über die Kartenfunktion bezahlen. Nutzt man eine App oder Plattform, die den Handel mit Kryptowährungen anbietet, ist meist die Kreditkarte mit dabei. Die Vorteile sind außerdem:

  • Geringes Risiko, denn bisher gibt es fast ausschließlich Debit-Karten – man kann also nur das ausgeben, was auf der Karte ist.
  • Große Sicherheit ist durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung gegeben.
  • Die Abbuchung passiert in Echtzeit, so wie bei einem klassischen Girokonto.
  • Eine Verschuldung ist auf diese Art und Weise also nicht möglich.
  • Fast jede Krypto-Kreditkarte unterstützt Bitcoin und Ethereum. In seltenen Fällen werden auch andere Währungen von einem Anbieter akzeptiert. Das hängt meist von der Marktkapitalisierung des jeweiligen Coins ab.

Funktionsweise

Krypto-Kreditkarten funktionieren wie normale Kreditkarten, nur eben für Kryptowährungen. So werden Ethereum, Bitcoin und Co. umgewandelt und können als Zahlungsmittel für ganz alltägliche Dinge fungieren. Man unterscheidet zwischen zwei Kategorien:

  • Kreditkarten, die wie eine Bitcoin-Wallet funktionieren
  • Krypto-Kreditkarten, die mit Bitcoin aufgeladen werden

Auf Kreditkarten, die wie eine Bitcoin-Wallet funktionieren, werden die Coins sozusagen gelagert wie in einem Depot. Kauft man etwas, wird während des Bezahlvorgangs der entsprechende Betrag zum aktuellen Kurs in der gewählten Kryptowährung abgebucht. Hier ist man von den handelsüblichen Kursschwankungen abhängig. Anders ist das bei der zweiten Variante, den Krypto-Kreditkarten, die mit Bitcoin aufgeladen werden – diese Art der Kreditkarte ist schon verbreiteter. Sie funktioniert genauso wie eine Guthabenkarte für das Smartphone. Man muss den Bitcoin Betrag von der Wallet auf die Karte überweisen und der Betrag wird umgehend bei der Aufladung zum tagesaktuellen Kurs umgerechnet. Bezahlen kann man anschließend weltweit mit der gewünschten Währung.

Alternative mit hoher Akzeptanz

Kryptowährungen sind digitales Geld, das es in physischer Form nicht gibt. Da es noch nicht sehr viele Akzeptanzstellen gibt, ist die Krypto-Kreditkarte eine tolle Alternative, um mit Coins im alltäglichen Leben zu bezahlen. Zudem haben Kreditkarten sehr hohe Sicherheitsstandards und orientieren sich bei Transaktionen am aktuellen Wechselkurs. Jedoch sollte man sich genau überlegen, für welche Zahlungen man auf die Krypto Kreditkarte zugreifen möchte, da hier bei jeder Zahlung Gebühren zum Tragen kommen. Das ist ein Kostenfaktor, den man beachten sollte. In manchen Fällen ist es hier sogar günstiger, Coins in der Wallet zu verkaufen und den Betrag dann auf das Ausschüttungskonto zu bezahlen. Natürlich gibt es auch hier Gebühren, die fällig werden. Klar ist, dass immer mehr große Player am Kryptomarkt mitmischen möchten und so auch die Akzeptanz der Coins steigt.