Der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Bayern im vergangenen Jahr um fast elf Prozent ist ein weiteres Alarmsignal für die schwierige Lage unseres Standorts. Besonders kritisch ist, dass die Insolvenzen in der Industrie mit rund 22 Prozent überdurchschnittlich gestiegen sind. Unser Standort ist im Moment schlicht nicht wettbewerbsfähig. Jetzt gilt es, unsere Anstrengungen für eine strukturelle Reform des Wirtschaftsstandorts deutlich zu erhöhen.
Dieses Jahr muss der wirtschaftliche Umschwung gelingen. Die außenwirtschaftliche Lage können wir nicht beeinflussen, aber unsere hausgemachten Standortfaktoren schon. Die Probleme müssen wir rasch lösen. Zuallererst braucht es Stromsteuersenkungen für alle Unternehmen – vor allem mit Blick auf die chaotische Lage im Nahen Osten und die stark volatilen Energiepreise. Zudem muss die Bundesregierung bei den sozialen Sicherungssystemen endlich in die Gänge kommen: Eine Umsetzung der Vorschläge der Sozialstaatskommission gegen Ende 2027 kommt eindeutig zu spät. Und letztendlich brauchen wir einen großen Wurf beim Bürokratieabbau. Wir sind überzeugt, dass wir wieder eine wettbewerbsfähige und starke Volkswirtschaft werden können – wir brauchen aber den nötigen Mut für echte Reformen.“
