Neue Umfrage zeigt: Ohne Brandmauer stürzt die Union auf 14 Prozent

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„Angenommen, es käme aktuell auf Bundesebene zu Neuwahlen und die Union würde nicht mehr an ihrer Brandmauer gegenüber der AfD festhalten: Wen würden Sie dann wählen?“

Wenn es zu Neuwahlen käme und die Union nicht mehr an ihrer Brandmauer gegenüber der AfD festhalten würde, würden 23 Prozent der Befragten die AfD wählen und 14 Prozent die Union. Dahinter folgen SPD und Grüne mit jeweils elf Prozent sowie die Linkspartei mit neun Prozent. Das BSW käme auf vier Prozent, die FDP auf drei Prozent. Weitere sechs Prozent würden andere Parteien wählen. Sieben Prozent würden nicht zur Wahl gehen, weitere sieben Prozent wissen nicht, wie sie sich entscheiden würden, und vier Prozent machten hierzu keine Angabe.

„Werben Sie in Gesprächen mit Freunden für die Partei, die Sie aktuell bei einer Bundestagswahl wählen würden?“

Die Mehrheit der Befragten, die derzeit eine Partei bei einer Bundestagswahl wählen würden, wirbt im persönlichen Umfeld nicht aktiv für ihre politische Präferenz. 55 Prozent gaben an, Freunde nicht von ihrer Partei überzeugen zu wollen. 38 Prozent tun dies hingegen. Sechs Prozent machten keine Angabe.

„Woher beziehen Sie hauptsächlich Ihre Informationen über bundespolitische Themen?“

Mit Abstand am häufigsten informieren sich die Befragten über öffentlich-rechtliche Rundfunkmedien. 45 Prozent nannten diese als wichtigste Informationsquelle. Es folgen Gespräche mit anderen Personen mit 35 Prozent sowie Nachrichten-Apps und entsprechende Nachrichtendienste mit 34 Prozent. Soziale Medien erreichen 30 Prozent. Dahinter liegen reine Online-Nachrichtendienste und regionale Printmedien mit jeweils 23 Prozent, bundesweite Printmedien mit 22 Prozent sowie private Rundfunkmedien mit 21 Prozent. Parteien selbst werden von 18 Prozent als zentrale Informationsquelle genannt. Ein Prozent nutzt andere Informationswege. Drei Prozent informieren sich nach eigenen Angaben grundsätzlich nicht über bundespolitische Themen. Acht Prozent konnten oder wollten hierzu keine Auskunft geben.

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Über Hermann Binkert 579 Artikel
Hermann Binkert ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Jurist ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE. Bevor er INSA im November 2009 in Erfurt gründete, war Binkert 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund, tätig. Heute gehört er zu den renommiertesten Meinungsforschern Deutschlands und erhebt Umfragen für Ministerien im Bund und in den Ländern, für alle Parteien und Fraktionen, die im Bundestag und in den Landtagen vertreten sind. Wöchentlich stellt INSA die Sonntagsfrage für die Bild am Sonntag und die BILD. Das Meinungsforschungsinstitut arbeitet für viele großen Verlage, z. B. Springer, Burda, Funke, Madsack. Es führt aber auch Fokusgruppengespräche und Testkäufe durch.