Digitale Barrieren für Ältere: Senioren-Union verabschiedet Münchner Erklärung

Hubert Hüppe und Franz Meyer warnen: Senioren dürfen digital nicht abgehängt werden

München, Quelle: ChatGPT

Teilhabe ohne digitale Barrieren

In einer gemeinsamen Sitzung des Bundesvorstands der Senioren-Union der CDU und des Landesvorstands der Senioren-Union (SEN) der CSU nahmen die Verbände  zum Thema Digitalisierung Stellung. Die Position der Senioren-Union wurde in einer Münchner Erklärung zusammengefasst, die den Titel „Teilhabe ohne digitale Barrieren“ trägt. „Mit der Münchner Erklärung unterstreichen wir, dass insbesondere ältere Menschen gezielte Unterstützung und leicht zugängliche digitale Angebote benötigen, damit sie digitale Anwendungen sicher und selbstbewusst nutzen können“, erklärt der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe. „Die Solidarität erfordert, dass wir diejenigen schützen, die analog leben und nicht am digitalen Leben teilnehmen können oder wollen“, verdeutlicht der Landesvorsitzende der Senioren Union der CSU, Franz Meyer. „Wir sagen Ja zu Digitalisierung und KI, Nein zu jeder Form der Altersdiskriminierung.“

Für die Senioren-Union ist die Digitalisierung ein fortgeschrittener Prozess der Umstellung der Gesellschaft, der durch Lösungen mit künstlicher Intelligenz noch weiter vorangetrieben wird. Mit der Münchner Erklärung will sie deutlich machen, dass es bei den älteren Menschen eine große Gruppe gibt, die in der analogen Welt weiterleben will. Wenn wesentliche Dienstleistungen nur digital angeboten werden, wird aus der Sicht der Senioren-Union ein Teil der Bevölkerung von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen. Deshalb müsse es zu digitalen Dienstleistungen eine gleichwertige analoge Alternative geben.

Die sechs Forderungen der Senioren-Union in der Münchner Erklärung sind:
1.           Den analogen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen gewährleisten
2.           Benutzerfreundlichkeit bei digitalen Lösungen auch an den älteren Menschen orientieren
3.           Digitale Kompetenz der älteren Generation stärken
4.           Sicherheit und Datenschutz im Rahmen der Digitalisierung ein besonderes Gewicht geben
5.           Digitalisierung soll soziale Teilhabe stärken, Isolierung von Einzelnen vermeiden
6.           Bargeld muss als Zahlungsmittel erhalten bleiben

SEN-Chef Franz Meyer fasst zusammen: „Für uns wird es in den kommenden Monaten darum gehen, Ausgrenzung durch digitale Lösungen deutlich anzusprechen. Wir wollen die Fälle, bei denen man nicht mehr mit Bargeld bezahlen kann, aufgreifen. Andererseits werden wir auch die digitalen Lösungen fördern, mit denen älteren Menschen, etwa in der Pflege, geholfen werden kann.“