Rainer Wendt auf Facebook: Kai Wegner wird zum Julian Nagelsmann der deutschen Politik

Berlin-Fahne, SGL

Rainer Wendt greift Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner in einem Facebook-Beitrag frontal an. Der CDU-Politiker habe seine Glaubwürdigkeit verspielt, der Partei drohe in Berlin der Machtverlust. Besonders scharf kritisiert Wendt den Kurs der Berliner CDU, das Verhältnis zu SPD und Grünen sowie die aus seiner Sicht fehlende strategische Härte der Union.

„Die Mauerschützenpartei wird ihre Funktionäre in Berlin wieder an die Macht bringen, freundlich hofiert von SPD und Grünen, die nicht zögern werden, sich ins sozialistische Lotterbett zu legen, wenn für ihre oberen Parteibonzen noch ein paar lukrative Posten abfallen.

Der „Regierende Bürgermeister“, der schon lange nicht mehr regiert, sondern nur noch um die traurigen Reste seiner kaum noch erkennbaren Glaubwürdigkeit kämpft, hat fertig. Er, der noch am Wahlabend seine Unterstützer verraten und sich vollends der linken Hauptstadtlobby zugewandt hatte, wird rasch Geschichte sein. Die Union ist noch immer unerbittlich mit denen umgegangen, die nicht mehr für Posten, Macht und Einfluss ihrer Funktionäre sorgen können. So wird es auch diesmal sein.

Die Funktionäre der CDU selbst werden keine eigene Verantwortung spüren, obwohl sie den linken Kurs stets kräftig unterstützt haben. Dabei muss die Partei sich fragen lassen, warum sie sich diesen woken Zirkus im Roten Rathaus jahrelang hat bieten lassen.

„An allem Unglück, das passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die es die, die es nicht verhindern.“ heißt es bei Erich Kästner und es mangelt nicht an Leuten in der Berliner CDU, die exakt dazu gehören. Sie werden sich schon jetzt vor allem um ihre Listenplätze kümmern oder versuchen, in den Bezirken den einen oder anderen lukrativen Job zu ergattern. Und sie werden erleben, wie strategisch die Personalpolitik der linken Gemeinde ausgerichtet ist, eine Fähigkeit, die die Union nirgends in Deutschland je entwickelt hat.

Die Zukunft Berlins sieht düster aus, nur linke NGOs, die antisemitische Islamistenszene und andere Profiteure dürfen sich über Geldströme freuen, die auch vom Bund und den anderen Bundesländern ungehindert fließen können. Die Union zeigt jedenfalls nirgends Anzeichen dafür, das zu unterbinden, sondern beschränkt sich auf Debatten über „Brandmauern“. Dabei wird das Ergebnis in Berlin nur die Blaupause für die nächste Bundestagswahl sein.

Ich sehe schon jetzt am Wahlabend die Gesichter der „Parteifürsten“, die „erschüttert“ und „fassungslos“ sein werden. Vermutlich twittert noch irgendein Praktikant, dass der Parteivorsitzende trotzdem riesig stolz ist. Dann ist aber auch endgültig Feierabend.“

https://www.bz-berlin.de/…/wegners-cdu-nur-noch-auf…

https://www.tagesspiegel.de/…/eilentscheidung-des…

Quelle: Facebook

Über Autor kein 3848 Artikel
Hier finden Sie viele Texte, die unsere Redaktion für Sie ausgewählt hat. Manche Autoren genießen die Freiheit, ohne Nennung ihres eigenen Namens Debatten anzustoßen.