Kinder, Einheit, Gerechtigkeit – so denkt Deutschland

Kinder, Quelle: jarmoluk, Pixabay License, Freie kommerzielle Nutzung, Kein Bildnachweis nötig

Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt deutliche Unterschiede bei zentralen gesellschaftlichen Fragen. Bei der Gerechtigkeit liegt die AfD klar vor den anderen Parteien, während zugleich eine Mehrheit mehr Geburten in Deutschland begrüßen würde. Auch zur deutschen Einheit und zum eigenen Kinderwunsch gibt es bemerkenswerte Antworten.

INSA-CONSULERE fragte: „Welche Partei steht Ihrer Meinung nach am ehesten dafür, Ungerechtigkeit, die durch staatliches Handeln verhindert werden kann, abzubauen?“

Ein Viertel der Befragten (25 %) ist der Meinung, dass die AfD am ehesten dafürsteht, Ungerechtigkeit, die durch staatliches Handeln verhindert werden kann, abzubauen. Mit Ausnahme des BSW (3 %), der FDP (2 %) und der Nennung einer sonstigen Partei (1 %) schreiben dies neun bis zwölf Prozent der Befragten den anderen großen Parteien zu: Zwölf Prozent geben dabei die SPD an, elf Prozent die CDU/CSU, zehn Prozent die Linke und neun Prozent die Grünen. Zwölf Prozent finden, dass keine Partei dazu in der Lage ist, weitere elf Prozent wissen dies nicht einzuschätzen und drei Prozent tätigen keine Angabe.

„Sollten Ihrer Meinung nach West- und Ostdeutschland wieder getrennt werden?“

Die absolute Mehrheit (61 %) zielt nicht auf eine erneute Trennung zwischen West- und Ostdeutschland ab. Eine Minderheit von 16 Prozent befürwortet dies hingegen. Weiteren 14 Prozent ist dies egal. Sechs Prozent wissen dies nicht und drei Prozent geben keine Antwort.

„Fänden Sie es (eher) gut oder schlecht, wenn in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden würden?“

Die absolute Mehrheit der Umfrageteilnehmer (61 %) fände es (eher) gut, wenn in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden würden. Die Minderheit von elf Prozent fände dies hingegen (eher) schlecht und einem Fünftel (20 %) ist es egal. Sieben Prozent wissen die Frage nicht einzuschätzen und zwei Prozent machen keine Angabe.

„Hätten Sie gerne (mehr) Kinder?“

Die Befragten hätten absolut-mehrheitlich (50 %) gerne (mehr) Kinder, während 31 Prozent angeben, keine (weiteren) Kinder haben zu wollen. Zehn Prozent wissen keine Antwort und neun Prozent geben keine.

Über Hermann Binkert 627 Artikel
Hermann Binkert ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Jurist ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE. Bevor er INSA im November 2009 in Erfurt gründete, war Binkert 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund, tätig. Heute gehört er zu den renommiertesten Meinungsforschern Deutschlands und erhebt Umfragen für Ministerien im Bund und in den Ländern, für alle Parteien und Fraktionen, die im Bundestag und in den Landtagen vertreten sind. Wöchentlich stellt INSA die Sonntagsfrage für die Bild am Sonntag und die BILD. Das Meinungsforschungsinstitut arbeitet für viele großen Verlage, z. B. Springer, Burda, Funke, Madsack. Es führt aber auch Fokusgruppengespräche und Testkäufe durch.