Adolf Hölzel-Ausstellung im Kunsthaus Apolda

Seit dem 11. Januar sorgt eine Ausstellung über den Maler Adolf Hölzel im Kunsthaus Apolda für Furore. Präsentiert werden Gemälde, Pastelle, Farb- und Tuschzeichnungen des Künstlers, der 1853 in Olmütz (Mähren) geboren wurde und 1934 in Stuttgart starb. Hölzel gilt als „Wegbereiter der Abstraktion“ und als früher Vertreter der Moderne. Bereits 1905 hatte er das weltweit erste „ungegenständliche Gemälde“ geschaffen.

Hölzel wurde im selben Jahr wie Vincent van Gogh und Ferdinand Hodler geboren. Der Sohn des Verlegers Eduard Hölzel begann 1868 eine 3jährige Ausbildung in der Kartographisch-Geographischen Verlagsanstalt von Friedrich Andreas Perthes in Gotha.

Nach dem Studium an der Wiener Akademie, das er 1872 begann, setzte er seine Studienjahre in München und der dortigen Kunstakademie fort. Nach dem Ende seiner Studienzeit gründete er in Dachau bei München die „Dachauer Malschule“, wo er von 1888 bis 1905 lebte, auch Emil Nolde zählte während dieser Zeit zu seinem engeren Schülerkreis.

Breits während seiner Dachauer Zeit beschäftigte sich Hölzel mit dem abstrakten Ornament. Beeindruckt von Goethes Farbenlehre führten ihn seine Studien zu einer abstrakte Farbflächen gestaltenden Malerei.

Noch vor Wassily Kandinsky, malte Hölzel, damals Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, wo er seit 1905 einen Lehrstuhl innehatte, abstrakte Kompositionen. Zu den bekanntesten zählen: Komposition in Rot (1905) und Heilige Ursula (1914/15). Während seiner Stuttgarter Zeit wuchs auch seine Anhänger- und Schülerschaft, darunter waren renommierte Repräsentanten der späteren Bauhauses wie Oskar Schlemmer und Johannes Itten.

Nach 14 Jahren aktiver Tätigkeit schied Hölzel 1919 aus der Stuttgarter Akademie aus. Ab 1920 konzentrierte er sich auf die Pastell- und Glasmalerei.

Die Ausstellung in Apolda, die bis zum 22. März zu sehen ist, bildet den Auftakt des Bauhaus-Jahres 2009. Damit soll insbesondere in Thüringen an die Geschichte und Tradition des Bauhauses erinnert werden, das vor 90 Jahren gegründet wurde.

Adolf Hölzel Ausstellung im Kunsthaus Apolda

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Über Stefan Groß-Lobkowicz 2134 Artikel
Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, Magister und DEA-Master (* 5. Februar 1972 in Jena) ist ein deutscher Philosoph, Journalist, Publizist und Herausgeber. Er war von 2017 bis 2022 Chefredakteur des Debattenmagazins The European. Davor war er stellvertretender Chefredakteur und bis 2022 Chefredakteur des Kulturmagazins „Die Gazette“. Davor arbeitete er als Chef vom Dienst für die WEIMER MEDIA GROUP. Groß studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte in Jena und München. Seit 1992 ist er Chefredakteur, Herausgeber und Publizist der von ihm mitbegründeten TABVLA RASA, Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeitete und dozierte er ab 1993 zunächst in Praktischer und ab 2002 in Antiker Philosophie. Dort promovierte er 2002 mit einer Arbeit zu Karl Christian Friedrich Krause (erschienen 2002 und 2007), in der Groß das Verhältnis von Metaphysik und Transzendentalphilosophie kritisch konstruiert. Eine zweite Promotion folgte an der "Universidad Pontificia Comillas" in Madrid. Groß ist Stiftungsrat und Pressesprecher der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung. Er ist Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschland Bayerns, Geschäftsführer und Pressesprecher. Er war Pressesprecher des Zentrums für Arbeitnehmerfragen in Bayern (EZAB Bayern). Seit November 2021 ist er Mitglied der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice. Ein Teil seiner Aufsätze beschäftigt sich mit kunstästhetischen Reflexionen und einer epistemologischen Bezugnahme auf Wolfgang Cramers rationalistische Metaphysik. Von August 2005 bis September 2006 war er Ressortleiter für Cicero. Groß-Lobkowicz ist Autor mehrerer Bücher und schreibt u.a. für den "Focus", die "Tagespost".

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