Deutscher Buchpreis 2010 für Melinda Nadj Abonji

Die Schweizer Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji erhält für ihren Roman „Tauben fliegen auf“ den Deutschen Buchpreis. Nadj Abonji erzählt in ihrem Roman von einer ungarischen Familie aus der serbischen Vojvodina, die sich eine Existenz in der Schweizer Gastronomie gründet. Was zuerst als scheinbar unbeschwerte Balkan-Komödie beginnt, wenn die Familie mit einem klapprigen braunen Chevrolet die sommerliche Reise in die alte Heimat antritt, endet mit einem Blick auf die sich anbahnenden jugoslawischen Kriege. Zum ersten Mal wird mit Melinda Nadj Abonji jemand prämiert, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist. „Ich bin eine ungarische Serbin, die in der Schweiz lebt und ich liebe die deutsche Sprache genauso wie das Ungarische“. Nadj Abonji wurde 1968 in Becsej, Serbien, geboren. Sie schreibt nicht nur, sondern tritt ebenso auch als Performerin mit einem „Beatboxer“ auf und ist als Musikerin aktiv. Im Finale um die beste literarische Neuerscheinung des Jahres setzte sich Abonji überraschend gegen fünf andere Romane auf der Shortlist durch.

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Stefan Groß-Lobkowicz
Über Stefan Groß-Lobkowicz 2027 Artikel
Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, M.A., DEA-Master, geboren 1972, studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Jena und München. 1992 gründete er die Tabula Rasa, Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken und 2007 die Tabula Rasa, Die Kulturzeitung aus Mitteldeutschland, 2011 Zeitung für Gesellschaft und Kultur

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