Die Bayern ziehen wieder davon

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Die Rückrunde der Fußball-Bundesliga hat begonnen und an der Tabellenspitze ergibt sich das gewohnte Bild – die Bayern thronen mal wieder ganz oben. Auch wenn der Rekordmeister nach einem anstrengenden Triple-Jahr 2020 noch lange nicht in Bestform ist und in der Liga schon so manchen Punkt liegengelassen hat, schafft es die Konkurrenz nicht, mit dem FCB mitzuhalten. Es „droht“ die zehnte Meisterschaft in Folge. Wir blicken nach gut der Hälfte der Spielzeit auf die Tabelle und schauen, wie sich die Verfolger schlagen.

Die Bayern und die Gegentore

Nachdem Hansi Flick in der vergangenen Saison den Trainerposten bei den Bayern übernommen hat, lief es plötzlich beim Rekordmeister. In beeindruckender Manier holte die Mannschaft das Triple. Dabei gewann sie unter Flick 19 von 20 Bundesligaspielen! Defensiv wie offensiv überragte das Team in ganz Europa. Auch wenn die Bayern zum Ende der Hinrunde wieder einmal von der Tabellenspitze grüßen, treten sie in dieser Saison bislang weniger souverän auf, als noch im vergangenen Jahr. Zwei Niederlagen nach 17 Spielen sind zwar ein toller Wert, allerdings haben die Bayern in dieser Saison so viele Gegentore eingefangen, wie schon lange nicht mehr. Bei der 3:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach kassierten die Bayern ihr 24. Gegentor im 15. Spiel – das gab es zuletzt 1981. Nur zweimal spielten die Bayern in der Hinrunde zu Null. Dass am Ende letztlich doch 12 Siege stehen, liegt nicht zuletzt an der überragenden Offensive. 49 Tore nach 17 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Die Bayern bleiben einfach ein Erfolgsmodell sind eindeutig der Topfavorit auf den nächsten Titel. Das Triple wird es nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal zwar nicht mehr, aber vielleicht war die überraschende Niederlage gegen Kiel der berühmte „Schuss vor den Bug“ zum richtigen Zeitpunkt.

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Der BVB verabschiedet sich aus dem Titelrennen

Vor der Saison galt der BVB als heißester Herausforderer der Bayern. Mittlerweile muss man bei der Borussia aufpassen, dass man nicht die Königsklasse verpasst. Unter Lucien Favre startete die Mannschaft stark in die Saison und überzeugte vor allem in der Defensive. Doch seit der Niederlage im Spitzenspiel gegen die Bayern am 7. Spieltag läuft es nicht mehr. Die Negativserie gipfelte schließlich in der 5:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart, welche Lucien Favre den Job kostete. Doch auch Interimstrainer Edin Terzić konnte bislang nicht wirklich Konstanz in das Spiel der Borussia bringen. Mittlerweile ist man sogar auf Platz sieben abgestürzt. Mit sieben Niederlagen aus 18 Spielen muss der BVB aufpassen, nicht das internationale Geschäft zu verfehlen – denn dann dürfte der nächste Ausverkauf der Stars anstehen.

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Leipzig als Herausforderer Nummer 1?

Da die Borussia schwächelt, scheinen die Bullen von RB Leipzig ihren Status als erster Bayernjäger festigen zu können. Nachdem man vergangene Saison bis ins Halbfinale der Champions League vorstieß, machen Julian Nagelsmann und seine Jungs in der aktuellen Spielzeit genau dort weiter. Lediglich gegen Gladbach und Dortmund hatte man in der ersten Saisonhälfte das Nachsehen. Am Ende der Hinrunde bedeutete dies in einem knappen Rennen mit Leverkusen den zweiten Platz. Auf die Bayern sind es mittlerweile allerdings auch schon wieder sieben Punkte. Vor allem die Niederlage gegen schwächelnde Dortmunder war ärgerlich. Trotzdem gehört Leipzig bei den Buchmachern mit einer Sportwetten Quote von 13,00 (Stand: 29. 01.) mittlerweile zu den aussichtsreichsten Bayernjägern. Auch wenn es zum Jahresbeginn 2021 noch nicht wie erhofft lief, glauben wir, dass die Bullen den Bayern am gefährlichsten werden können.

Wird Bayer der lachende Dritte?

Am letzten Spieltag 2020 stand das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Leverkusen und den Bayern an. In buchstäblich letzter Sekunde entschieden die Bayern das Duell für sich und krönten sich zum „Weihnachtsmeister“. Trotzdem hat die Mannschaft von Peter Bosz eine hervorragende Hinrunde hingelegt und sich in den Kreis der Titelanwärter gespielt. Die Niederlage gegen die Bayern am 13. Spieltag war die erste Niederlage der Saison. Seitdem läuft es allerdings nicht mehr so richtig bei der Werkself. 2021 gab es erst einen Sieg – den hingegen ausgerechnet gegen Borussia Dortmund. Da allerdings auch die Konkurrenz immer wieder Punkte liegen lässt, könnte sogar für „Vizekusen“ am Ende der Saison etwas drin sein.

Auch wenn die Bayern schon wieder einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze ziehen, verspricht die restliche Spielzeit noch einiges an Spannung. Fans werden sicher wieder per Live-Stream mit am Start sein, wenn im Frühjahr die entscheidenden Spiele im Titelkampf anstehen. Wir sind gespannt, ob einer der Herausforderer die Serienmeisterschaft der Bayern durchbrechen kann.