Die fünf Todsünden der Zivilisation

soziale distanzierung zu hause bleiben lockdown, Quelle: TheDigitalArtist, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Was auf dieser Welt in nah und fern passiert, ist unfassbar. Als gäbe es eine Art Opernregie, fährt die freie Welt in einem Shutdown/Lockdown-Spektakel global die Wirtschaft herunter.

Die Reaktionen der Menschen hierzulande sind unterschiedlich. Die einen sind nicht einmal besonders berührt, bewundern Startups, die mit neuen Masken-Versorgungssystemen oder Home-Office-Apps Licht ins Dunkel der wirtschaftlichen Entwicklung bringen wollen. Den anderen erstarrt das Blut in den Adern, weil sie in der Gegenwart eine erschreckende Zukunft erkennen, voller Experimente mit den Menschen, gar mit der Menschheit, gesteuert mittels globaler und orbitaler Hightech-Systeme. Den Menschen bliebe am Ende nur ein Rest an Freiheit, wenn überhaupt. Eine Welt ohne selbstbestimmte Menschen. Dieses Gefühl der Unsicherheit wächst generell. Immer mehr fragen sich – wenn auch noch weitgehend unbestimmt -, was ist da unterwegs, was geschieht denn da?

Nachstehend in aller Kürze der Versuch einer Analyse, der Versuch, eine Antwort auf diese grundsätzliche Frage zu geben. Im Ergebnis zeigte sich, dass es in fünf übergeordnete Ebenen Entwicklungen gibt, die einzeln oder in Kombination miteinander für das verantwortlich sind, was man als fünf Todsünden der Menschheit bezeichnen kann. Diese fünf Ebenen sind:

  1. im Bankensystem gesammelte Geldvolumina gigantischen Ausmaßes, sogenannte Geldblasen, die man verkürzt und neutral als Finanzkapital bezeichnet, die aber den Kapitalismus in einen nicht zu bändigenden Finanzkapitalismus konvertieren,
  1. eine fest verankerte und etablierte politische Kultur, die keine Verantwortung kennt,
  1. eine technologische Entwicklung, die man als Endzeit-Technologie bezeichnen kann, missbraucht von den Staaten, wodurch sie die totale Kontrolle über die Menschen gewonnen haben,
  1. schließlich eine rein funktionale Herrschaftspyramide, die sich selbst abgekürzt und verharmlosend als Bürokratie bezeichnet, die aber ein nicht zu bändigendes Momentumin Richtung Totalitarismus hat.
  1. Schließlich der Mensch selbst und viele abartige Phantasien.

Das sind die fünf Komponenten, die eine Entwicklung tragen, die ich im ersten Satz als „unfassbar“ bezeichnet habe. Ich versuche, das Alles in wenigen, einfachen Worten zu beschreiben, um das schon fast unbeschreibliche Desaster für möglichst viele doch noch nachvollziehbar zu machen.

Ad 1: Ein kranker Finanzkapitalismus

Der ursprüngliche, der industrielle Kapitalismus des 19. Jahrhunderts, war eine wunderbare Sache. Seine Urform repräsentiert der Fabrikant, der seine Fabrikarbeiter in riesigen Werkhallen für kleinen Lohn schuften ließ und dessen Villa an der Einfahrt zum Fabrikgelände  stand. Kapital und Verantwortung waren eins. Da war der echte, der stolze Kapitalist, der sein Kapital, sein Realkapital seine Fabrik Tag für Tag vor Augen hatte, dessen Name in riesigen Lettern über der Fabrik prangte und der in der Fabrikantenvilla am Eingangstor wohnte. Er wurde verehrt, bewundert, manchmal auch verachtet, aber er trug eben die ganze Verantwortung. Er stand für das, was er tat. Nicht selten hatte er einen kleinen Geburtsfehler: Er dachte, das Geld, das ihm seine Fortune in die Firmenkasse schwemmte, sei alleine seines. Fehlanzeige. Da gab es doch noch ein paar Arbeiter, die – ein jeder in kleinen Portion –  am Ertrag mitgeschuftet hatten, die also ihren Anteil daran hatten. Und weil sie doch öfter mal zu kurz kamen, wurden schon ganz früh Gewerkschaften gegründet, d. h. erfolgreiche pressure groups für eine sozialere Marktwirtschaft mit einem breit gestreuten Einkommensniveau.

Dann verschärfte sich der Preiswettbewerb – vor allem in den vergangenen zwei Jahrzehnten -, dadurch verließ den Unternehmer seine Fortune, er verkaufte seine Firma und kassierte € 30 Mio. Die landeten auf einem Privatkonto in der Schweiz. Dieser eine, „kleine“ Kapitalist richtet natürlich noch keinen großen Schaden an. Das ändert sich, wenn die im Bankensystem angesammelten Gelder in die Milliarden und in die Billionen gehen. Treibende Kraft hinter der Eskalation der Größe der Geldblasen im Bankensystem sind natürlich zum einen die Leute, die zu viel Geld auf dem Konto haben und die sich für Großtransaktionen des Bankensystems bedienen, vorrangig also Ölscheichs oder Ölländer.

Aber auch eine andere Einrichtung ist für die Fehlentwicklung mitverantwortlich, eine Institution, die in dieser Form hierzulande wenig bekannt ist: Die US-amerikanischen Pension-Funds. Anders als in Deutschland, wo Rentenzahlungen aus den Renteneinnahmen getätigt werden (sollen), sind die Pension-Funds-Guthaben auf Zinseinnahmen angewiesen, um damit ihre Rentner bedienen zu können. Das treibt diese gewaltigen Geldvermögen dazu, weltweit hoch-rentierliche Geschäfte zu tätigen, also solche, die aus keinem normalen Geschäftsbetrieb erwirtschaftet werden können. Den ökonomischen Hebel dafür liefern sogenannte Hedge-Fonds. Dieser räuberische, verantwortungslose Finanzkapitalismus wächst permanent. Sie treibt eben diese kranke Finanzsparte des Kapitalismus nach vorne und verdirbt vielfach den normalen, guten Kapitalisten ihre Geschäfte.

Ad 2.: Die Verantwortungslosigkeit in den Demokratien

Die Verantwortungslosigkeit des Finanzkapitals hat ihre Parallele in den demokratischen Staatssystemen: In der Verantwortungslosigkeit des Politikers. Unsere Politiker machen die größten Fehler und gröbsten Fehlentscheidungen, ohne dafür irgendwie persönlich zur Verantwortung gezogen zu werden. Einfach darzustellen ist das Problem an den vier noch lebenden US-amerikanischen Ex-Präsidenten: Alle vier direkten Vorgänger Donald Trumps – die zwei Bushs, Bill Clinton und Barack Obama – haben verantwortungslose, zerstörerische Kriege angezettelt. Alle genießen ihren Lebensabend als allseits bewunderte Multimillionäre in illustrem Lebensstandard. Ihre durchaus attraktiven Ehefrauen, Hillary und Michele, dürfen sich Hoffnung machen, ihre Nachfolge anzutreten.

Demokratische Systeme haben ein Problem: Sie sind zu grundlegender Veränderung nicht fähig, obwohl durchaus demokratischer Natur, also eigentlich für Veränderungen offen – sind sie alle erstarrt. Anders ist es nicht zu erklären, dass Italien aus seinem Schlendrian nicht heraus kommt, Frankreich nicht aus seinem Zentralismus, Belgien keine Lösung für seine innere Spaltung in Flamen und Wallonen findet, Deutschlands Regierung die Verfassung entmachtet und im Zuge einer „Großen Transformation“ ein sozialistisches 4. Reich etabliert, als hätte es nie ein 3. Reich und nie eine SED-Diktatur-DDR gegeben. Egon Krenz, Lothar de Maizière, Alexander Schalck-Golodkowski und andere sind ohne körperliche Blessuren davon gekommen (Einzige Ausnahme für die DDR: 6 Jahre Gefängnis, von Ex-Stasi-Chef Erich Mielke, davon 4 verbüßt). Der führenden DDR-FDJ-Propaganda-Funktionärin Angela Merkel ist es sogar gelungen, im System der dominanten CDU-West mittels Kanzlerschaft die Zentralgewalt zu usurpieren, obwohl sie vorher ein verantwortliches Rädchen im System eines verbrecherischen Regimes war.

Mithin lässt sich feststellen: Der politischen Kultur der Demokratien fehlt die persönliche Verantwortlichkeit. Die nach oben Gespülten dürfen – der eine länger, der andere kürzer – ein bisschen regieren, aber alle gehen danach fröhlich mit üppiger Apanage aus Steuergeldern in Rente, als wäre nichts geschehen. Die Systeme sind entweder erstarrt oder gehen langsam aber sicher unter. Frau Merkel wird dereinst, wie schon heute der verantwortungsferne Kurzzeit-Bundespräsident Christian Wulff („der Islam gehört zu Deutschland“) als umstrittene politische Figur mit hoher Rente und hohen Redehonoraren (€ 20.000 für 1 Stunde Reden und 2 Stunden dabei sitzen) ihren „wohlverdienten“ Ruhestand genießen. Nur: Die Erstarrung in Verantwortungslosigkeit verhindert eben die Regeneration.

Ad 3.: Die missbrauchte Macht der Technologien

Eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Menschen zu einem „höheren“ Lebewesen spielte sein Daumen, der es ihm schon früh erlaubte, etwas zu „begreifen“. Letzteres ist wörtlich zu nehmen, weil sich der manuelle Vorgang auf die zerebrale Ebene übertragen hat. Zu verdanken haben wir den Daumen unseren Ur-Urahnen, die sich noch von Ast zu Ast schwangen. Die Rundung des Astes bildet sich noch heute in unserer Hand ab – ganz einfach nachzuvollziehen, indem wir sie zum Fernglas formen, um mit einem Auge in die Ferne zu sehen.

Das war der Anfang des Begreifens, der Anfang der Möglichkeit, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen und ihn von allen Seiten zu betrachten und zu verstehen. Aus dem Begreifen wurde das Verstehen, am Ende unser Verstand, dem es dann gelang, sich in die Abstraktion zu erweitern, vor allem auch in die Mathematik. Das obere Ende des Begreifens ist hier die hochkomplexe, die höhere Mathematik. Geht man technologisch in die Tiefe, landet man auf der molekularer Ebene, aufgebracht auf einem Chip, wo sich dann das simple ‚Nichts und Etwas‘ beziehungsweise das ‚Null und Eins‘, das simple Grundelement der digitalisierten Welt, abbildet.

Ganz praktisch haben sich in den vergangenen Jahrzehnten die obere und die untere Ebene der Mathematik im kalifornischen Silicon Valley technologisch und wirtschaftlich verbündet. Eine wesentliche Grundlage dafür legte eine strategische Meisterleistung des Pentagons: Nach dem zweiten Weltkrieg warben sie aus Moskaus Universitäten für kleines Geld die besten Mathematiker ab – also die besten Mathematiker der Welt -, um sie in Kalifornien anzusiedeln. Das Investment hat sich in Google, Apple, Microsoft, Amazon, Facebook und Co ausgezahlt, also der Technik und den Inhalten der digitalen Welt und ihrer Geräte.

Das Problem ist, dass die normalen Menschen die neuen digitalen Geräte nicht so im Griff haben, wie das bei früheren Werkzeugen der Fall war. Nur wenige können die Technologie „begreifen“ und damit aktiv steuern, nur ganz wenige dürfen tatsächlich darüber verfügen. An der ersten Stelle dieser „wenigen“ steht der Staat, die Staaten, die qua Bürokratie – quasi unkontrollierbar – ihr technisches Monopol gebrauchen und zunehmend als Machtmonopol missbrauchen. Ein Beispiel sind Hunderttausende Überwachungskameras in China, kombiniert mit KI (künstlicher Intelligenz), genutzt für Gesichtserkennung im öffentlichen Raum, am Ende zum Zwecke der Gängelung/Bestrafung des einst freien Bürgers. Aus der Menschheit wird so eine Schafsherde, die digital gesteuert wird, was nur möglich ist, weil die Menschen eben keine Schafe sind, sondern alles Lebewesen mit individuellen Gesichtszügen, die sich äußerlich unterscheiden, die als Einzelne identifizierbar sind. So ein Pech.

Im privatwirtschaftlichen Bereich wird der Habitus eines jeden erfasst und wird dann als „Profil“ zur Ware, über die aber dann nicht mehr das Individuum selbst verfügt, sondern mit dessen Hilfe nur diejenigen reich werden, die die Technik bereit gestellt haben. Gemeint sind natürlich die bereits erwähnten Google, Facebook und Co.

Die staatliche und private Vereinnahmung sind beide grenzenlos – letztlich also ohne Kontrolle.

Ad 4.: Totalitäre Systeme und Bürokratie

Die unterschätzte Gefahr, die Bürokratie. Ich habe kürzlich eine öffentliche Rede gehalten, in der ich auf die Gefährlichkeit der Bürokratie hinwies, weil ich aus einer Fernsehdokumentation über die Gasöfen von Auschwitz gelernt hatte, dass die damaligen Bürokraten – den Mordgesellen der SS zu Diensten – eine unglaubliche Phantasie und Kreativität entwickelten, um die armen Opfer mit verharmlosenden Texten („erst entkleiden, dann duschen“) in die bestialischen Mordkammern zu locken. Und ich meinte, in manchen Ideen der Drangsalierung von Kindern, Schülern, Kunden und Gästen mit Masken, Abständen und unnatürlichen Zeitvorgaben ähnliche Phantasiemuster unserer Ordnungsbehörden zu erkennen, die sie aktuell dann noch mit „Besuchen“ in privaten Räumen (Geschäften, Praxen, Gaststätten) überprüfen dürfen, um die Unterdrückung perfekt zu machen.

Ich erntete mit meiner Äußerung einen (kleinen) Sturm der Entrüstung, „weil Vergleiche mit der Nazizeit immer schief sind“. Allgemeine, gut gemeinte Empfehlung an mich: Ich solle so was in Zukunft unterlassen. Das Ansinnen hat mich getroffen, deshalb male ich den Vergleich hier noch einmal etwas deutlicher aus:

Er beginnt bei Adolf Eichmann, einem Ministerialbeamten und der berühmten Berliner Wannsee-Konferenz, bei der Eichmann von SS-Schergen den Befehl zur „Endlösung der Judenfrage“ entgegen nahm – der vielleicht auch die Idee auch mitentwickelte. Von da an war es aber nicht die SS, die handelte, sondern das Reichsbauministerium und das Reichsinnenministerium, die die Planung der KZs übernahmen, die die Standorte aussuchten, die für die Planung Architekturbüros beauftragten, die bei Degussa in Düsseldorf das Gas Zyklon B in Auftrag gaben, mit allen Angaben über die Mengen und Wirksamkeit, die die Brennkammern nebst Schlitten bei einem Metallbauer in Wuppertal in Auftrag gaben. Viele Planungen und Details können heute noch in den Archiven eingesehen werden.

Das war jetzt „nur“ Auschwitz. Dasselbe gilt für die anderen 153 Lager, vor allem in Osteuropa. Sie hat alle nicht die SS gebaut, sondern die Bürokratie der Ministerien und deren nachgeordneten Behörden. Viele – in der Summe Zehntausende – haben mit Eifer daran mitgearbeitet, damit das jeweilige „Werk“ gelingt, um es dann den Mordgesellen der SS übergeben zu können. Sie alle blieben unbestraft, obwohl sie mitschuldig waren. Auch der Architekt, der den beeindruckenden Höllenschlund von Auschwitz plante, die Eisenbahneinfahrt, die alle kennen, durch die die armen Geschöpfe in Viehwaggons der staatlichen Reichsbahn hindurch transportiert wurden. Wer von Planern, den aktiven Mitläufern, den Bahnbeamten wurde je bestraft? Die Antwort erübrigt sich.

Deshalb: Bürokratie ist nicht harmlos. Sie ist stets willfähriges Instrument der politischen Obrigkeit, macht alles mit, was sich in einem Land an Totalitarismus ausbreitet. Und angesichts der schwindenden Kraft unseres Grundgesetzes, das nicht in der Lage ist, uns von Zensur und Meinungsdiktaten fernzuhalten (seit 1. August, Berlin, ist die Versammlungsfreiheit, Art 8 GG, in größter Gefahr!), ist die Warnung vor der Gefahr einer übermächtigen Bürokratie und der Vergleich mit der NS-Zeit absolut geboten. Ich nehme nichts zurück.

Ad 5.: Der gefährliche Mensch

Der fünfte Punkt hat einen Namen und der lautet Bill Gates. Einst schon in jungen Jahren der reichste Mann der Welt, weil hinter ihm sein Vater und seine Mutter, eine wohlgeborene, reiche Maxwell, standen. Der Vater hat seinem Sohn eine Lebensaufgabe mit gegeben, die der mit Energie verfolgt: Die Begrenzung der Weltbevölkerung mit Hilfe seiner Stiftung „planned parenthood“. Vielleicht ein ehrbares Ziel, aber die Methoden, mit der es von Bill Gates verfolgt wird, sind kriminell: Mit massenhafter Impfungen mit Todesfolge hat er es zum Einreiseverbot für Indien gebracht, ebenso wie in Kenia durch die massenhafte, ungewollte Sterilisation junger Frauen. Sein Ziel in ungebremster Wissenschafts- und Fortschrittsgläubigkeit ist, am Ende der gesamte Menschheit im Rahmen einer Zwangsimpfung einen Nano-Chip einzuspritzen, der die Menschen allesamt willfährig macht. Das Ganze ist angetrieben von der Macht eines Milliarden-Vermögens, das sich vom eigentlichen Firmenzweck (Microsoft) gelöst hat und dadurch zum verantwortungslosen Finanzkapital mutiert ist, á la Ziffer 1 (siehe oben). Womit sich der Kreis schließt.

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