Göttliches aus naturwissenschaftlicher Sicht – Kurzversion mit Focus auf Gott und Göttliches

Vorbemerkungen
Wir Menschen haben schon vor Urzeiten eine Vorstellung von Göttern und seit Moses, von einem einzigen Gott entwickelt. Wir definieren ihn und seine Eigenschaften aus unserer rein menschlichen Sicht. Deshalb stehen wir im Zentrum unserer eigenen Überlegungen und können alles andere erst dann verstehen, wenn wir unsere Welt und uns selbst verstehen, damit meine ich vor allem, wie wir funktionieren und wie wir denken.
Wenn wir von Gott sprechen, gehen wir davon aus, dass er alles geschaffen hat – uns und alles, was wir als unsere Welt bezeichnen. Wenn wir also verstehen, wie wir und die Welt funktionieren, dann können wir auch verstehen, was warum, wann und wie funktioniert, was damit erreicht werden soll und welchen Sinn alles haben könnte. Je besser wir das verstehen, was wir aufgrund unserer christlichen Erziehung als Gottes Werk bezeichnen, desto besser können wir auch ihn verstehen.
Unsere naturwissenschaftliche Logik gilt nur auf unserer realen Welt. Wenn wir Gott naturwissenschaftlich erkennen wollen, dann ist dies folglich auch nur auf unserer realen Welt möglich. Das Ziel unserer Überlegungen ist demzufolge, ihn auf unserer realen Welt aufgrund seiner allgemein anerkannten und unumstrittenen göttlichen Eigenschaften zu identifizieren.
Wie sich Gott mit seinen göttlichen Eigenschaften auf unserer realen Welt offenbart, wird anhand von eindeutig belegten naturwissenschaftlichen Fakten erläutert. Nach Jahrtausenden des Glaubens erschließt sich uns mit ihnen heute ein Wissen, das uns endlich verstehen lässt, wie wir uns Gott vorstellen müssen, was er will und wie er auf unserer Welt wirkt. Da es den Widerspruch zwischen Naturwissenschaften und Theologie auflöst, vermittelt es die Grundlage einer wissensbasierten Theologie und mit ihr eine Gottesvorstellung, die sowohl im Einklang mit einer für alle Religionen gültigen Definition der göttlichen Eigenschaften, als auch mit unseren inzwischen ausgereiften naturwissenschaftlichen Erkenntnissen steht.

Einführung
Wie stellen wir uns Gott vor?
Gott stellen wir uns aufgrund unserer christlichen Erziehung als mächtigen Geist vor, der uns Menschen sehr ähnlich ist und der alle positiven Eigenschaften in sich vereinigt. Im Gebet sprechen wir ihn deshalb als „Vater unser, der du bist im Himmel…“ an und bringen damit auch zum Ausdruck, dass er in einer anderen Welt lebt, als wir. In der Vergangenheit war es nicht ungewöhnlich, sich Gott als allmächtigen alten Mann auf seinem Himmelsthron vorzustellen, neben dem Jesus Christus als wieder auferstandener, unsterblicher Mensch seinen Platz hat.
Sich Gott oder Götter als Personen vorzustellen, hat eine Tradition, die bis in die Urzeit zurückgeht. Sie erklärt sich daraus, dass Götter allmächtig sind und sich deshalb in alles verwandeln können, was in der belebten und unbelebten Natur existiert. Auch in der griechischen und römischen Mythologie hatten die Götter menschenähnliche Gestalten. Nahezu alle Mythen und Religionen, die es auf fast allen Kontinenten und in allen Kulturen gab und gibt, enthielten und enthalten ihre eigenen Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod, von unsterblichen Seelen, überirdischen Reichen der Götter, Engel und Geister sowie der Toten und des Teufels.
Da wir keinen Zugang zu überirdischen Wesen und Welten haben, lassen sich die traditionellen religiösen Vorstellungen nicht durch Fakten belegen. Sie sind deshalb auch nicht widerlegbar. Man kann sie glauben oder auch nicht. Der moderne Mensch will aber nicht glauben, sondern er möchte verstehen. Wenn es einen Gott gibt, dann sollte er für ihn an seinen Werken und seinen Aktionen auf dieser Welt klar erkennbar sein. Um dies aufzuzeigen und aufgeklärten, rational denkenden Menschen zu beweisen, werden wir für unsere Überlegungen nur Fakten benutzen, die sich aus überzeugenden, eindeutigen und gut verständlichen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ergeben. Sie sollten uns Gott und sein Wirken aufgrund unserer eigenen persönlichen Erfahrung mit unserem Verstand auf unserer realen Welt klar erkennen lassen.
Mit unseren ausgereiften naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sollte es uns endlich gelingen, sowohl Gott mit unserem menschlichen Verstand zu erkennen, als auch zu verstehen, wie er sich uns in unserem Universum und auf unserer realen Welt ohne Wunder und überirdisches Beiwerk offenbart und die Geschicke der Welt lenkt. Aus dem, was er bisher, wissenschaftlich belegt, auf unserer Welt und in unserem Universum mit seinem Willen bewirkt und erreicht hat, sollten sich seine Absichten und Ziele erkennen lassen. Mit den uns vorliegenden naturwissenschaftlichen Fakten sollten wir ihn deshalb aus unserer gewiss eingeschränkten menschlichen Sicht verstehen können und uns in unserem eigenen Leben entsprechend sinnvoll verhalten.

Was ist heute anders als früher?
Seit Urzeiten hat sich die Menschheit mit Göttern und Geistern in Mythen und Religionen beschäftigt und sich gefragt, ob es sie wirklich gibt, was sie tun, was sie von uns erwarten und wie sie sich zu erkennen geben. Da das Wissen der Menschheit im Laufe der letzten Jahrhunderte enorm gewachsen ist, erhalten wir heute wesentlich bessere Antworten auf unsere Fragen als vor Jahrtausenden. Mit ihnen haben sich unsere Vorstellungen von Gott grundlegend geändert. In dem Maß, in dem wir im Lauf unseres Lebens von der Kindheit bis ins hohe Alter unseren Verstand und unser Wissen entwickeln, verändern wir auch unsere Vorstellungen von Gott, Göttern und Geistern. So wie es uns in der Kindheit leicht fiel, an Märchen und Wunder zu glauben, weil es uns noch an Erfahrungen und Wissen mangelte, so erging es auch unseren Vorfahren, die nur einen geringen Bruchteil dessen wussten, was wir heute wissen. Unsere Lebenserfahrungen und unser Wissen lassen uns heute viele Dinge völlig anders beurteilen als jemals zuvor in der Vergangenheit.
Vor wenigen Jahrhunderten glaubten die Menschen noch fest daran, dass sich Gott nur durch Wunder offenbart, mit denen er seine Allmacht beweist. Wer heute noch so denkt, ist schnell geneigt, die Existenz Gottes zu leugnen, da alles auf dieser Welt nach den inzwischen bestensbekannten Naturgesetzen abläuft und keine nachweisbaren überirdischen Eingriffe auf das Geschehen feststellbar sind. Überirdisches und Wunder zu suchen, ist deshalb ein Irrweg und der falsche Ansatz Gott zu finden, durch den die Zahl der Atheisten in unserer aufgeklärten Welt enorm angestiegen ist.
Schon oft haben wir uns gefragt, wie Gott auf unserer Welt wirkt, ob er auf ihr in Erscheinung tritt, wie wir ihn uns vorstellen müssen, ob er überhaupt in unser Leben eingreift und ob er sich uns in irgendeiner Weise zu erkennen gibt. Auf diese Fragen sind uns alle traditionellen Weltreligionen ohne jede Ausnahme überzeugende Antworten schuldig geblieben. Ihr Problem ist, dass man sie glauben muss, da ihre Aussagen keiner wissenschaftlichen Prüfung zugänglich sind. Da wir heute in einer Wissensgesellschaft leben und viel mehr als die Menschen vor Jahrtausenden wissen, haben wir höhere Ansprüche. Die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften versetzen uns heute endlich in die Lage, uns selbst eine wissensbasierte und aus diesem Grund auch überzeugende Gottesvorstellung zu verschaffen.

Greift Gott in das Geschehen auf unserer Welt ein?
Wer an Gott glaubt, der ist auch fest davon überzeugt, dass sein Gebet von ihm nicht nur gehört, sondern auch erhört wird, denn Beten macht nur dann Sinn, wenn Gott real existiert und in das Geschehen auf dieser Welt eingreift. Um ihn auf unserer Welt zu erkennen, müssen wir uns als Erstes fragen, wie wir ihn definieren, wie wir ihn uns vorstellen, was wir über ihn wissen, welche Eigenschaften er hat und wie er sich uns mit ihnen offenbart.
Realitäten beziehen sich auf Fakten und sind mit ihnen grundsätzlich beweisbar. Wenn Gott wirklich existiert, dann muss er auch eindeutig erkennbar und begreifbar sein. Ein Gott, der den Betenden nicht hört und der auf unserer realen Welt nicht in Erscheinung tritt, macht für ihn und die Art, wie er seinen Glauben praktiziert, keinen Sinn.
Ewiges Leben ist eine göttliche Eigenschaft, die wir Menschen auch gerne für uns beanspruchen. Ein ewiges Seelenleben, ein Leben im Jenseits nach dem Tod und eine Auferstehung von den Toten ist eine Vorstellung, die in den meisten Religionen in irgendeiner Art und Weise verankert ist. Für die Natur gibt es nachweislich ein Leben seit Milliarden Jahren. In ihr ist die göttliche Eigenschaft des ewigen Lebens durch Weitergabe der Erbinformation verankert. Für jedes Lebewesen gibt es ein Leben vor der Geburt und ein Leben nach dem Tod. Die Natur stirbt nicht, könnte man sagen, da alles vergängliche Leben durch Weitergabe der Erbinformation von Generation zu Generation immer wieder neu entsteht.

Glauben oder verstehen?
Wer nicht an eine der gängigen Religionen glaubt, ist nicht automatisch ein Atheist. Viele Menschen lehnen die traditionellen Religionen und ihre Kirchen ab, weil sie in sich zu widersprüchlich sind und glauben dennoch an Gott, weil ihnen vieles auf unserer Welt göttlich erscheint. In der Vergangenheit glaubten die Menschen noch, was ihre Vorfahren glaubten, aber heute glauben sie immer weniger an überirdische Welten, Wunder, Engel, Teufel und andere Geister, zu denen sie keinen Zugang haben und entwickeln ihre eigenen Vorstellungen von Gott, um mit den Widersprüchen der verschiedenen Weltreligionen zurecht zu kommen.
Rational denkende Menschen möchten gerne wissen, wie Gott auf unserer Welt in Erscheinung tritt und möchten ihn natürlich auch gerne verstehen. Sie sind nicht automatisch Atheisten, weil sie gewohnt sind, sich an Fakten zu orientieren, wohl wissend, dass sich ein Glaube schnell als Irrtum erweisen kann. Schließlich können nicht alle Weltreligionen gleichzeitig richtig sein. Deshalb ist es verständlich, dass sie gerne mit eindeutigen naturwissenschaftlich begründeten Fakten davon überzeugt werden möchten, wie Gott unsichtbar, allmächtig, allgegenwärtig und ewig auf unserer realen Welt wirkt. Nur durch belegbare Fakten kann ein real existierender Gott rational erkannt und verstanden werden. Nur Fakten bilden die Grundlage einer wissensbasierten Theologie, mit der wir uns im Folgenden beschäftigen werden.

Wie definieren wir Gott?
Gott ist nur dann ein Gott, wenn er allmächtig, allgegenwärtig und allwissend ist. Weiterhin erwarten wir von ihm, dass er als unsichtbarer Geist seit ewigen Zeiten und für ewige Zeiten alles, was real existiert, also alles Geistige und Materielle sowie alles Lebende und Tote auf dieser Welt und im gesamten Universum beherrscht.
Ihm verdanken wir nach dieser Definition alles ohne jede Ausnahme. Diese Ansicht teilen alle Religionen gleichermaßen. Zusätzlich werden Gott in den meisten Religionen auch noch menschliche Eigenschaften zugeschrieben, auf die wir, weil sie nicht eindeutig göttlich sind, bei unseren Überlegungen zuletzt eingehen werden.

Gott ist unsichtbar und lebt ewig.
Der Begriff Leben bezieht sich auf Lebewesen. Gott ist aber gewiss kein Wesen aus Fleisch und Blut, da alles Organische sichtbar und vergänglich ist. Weil wir Gott nicht sehen können, stellen wir ihn uns als Geist vor, der so real existiert wie unser menschlicher Geist, der uns denken und träumen lässt. Da wir mit unserem Geist, den wir unser geistiges Ich nennen, unabhängig von unserem Körper auch ein geistiges Leben führen können, fällt es uns nicht schwer zu verstehen, dass auch der Geist Gottes ein geistiges Leben führen kann.
Es gibt vieles, was wir neben unserem eigenen Geist nicht sehen können und was dennoch real existiert. Luft oder Wärme sind z.B. auch unsichtbar. Dass sie wirklich existieren, erkennen wir daran, dass wir sie spüren. Elektromagnetische Wellen und Kraftfelder sind auch unsichtbar. Dass sie existieren, können wir durch technische Geräte nachweisen. Aber den Geist Gottes können wir weder spüren, noch durch technische Geräte nachweisen. Dass er dennoch real existiert, müssen wir anders beweisen.
Ein Gott ist nach unseren menschlichen Vorstellungen nur dann ein wahrer Gott, wenn er seit ewigen Zeiten und für ewige Zeiten für uns unsichtbar das Geschehen im ganzen Weltall beherrscht. Sein Geist ruht demnach nie und ist seit ewigen Zeiten für immer und ewig ständig aktiv. Weil dies ein wesentlicher Bestandteil unserer Gottesvorstellung ist, müssen wir uns fragen, was naturwissenschaftlich bewiesen und unsichtbar für immer und ewig auf der Erde und im endlosen Weltall existiert, das Geschehen lenkt und es unermüdlich vorantreibt.
Ewigkeit und Unsichtbarkeit sind zwei wesentliche Bestandteile unserer Gottesvorstellung. Was unsichtbar vorhanden ist und seit ewigen Zeiten für immer und ewig wirkt, sollte uns deshalb wertvolle Hinweise auf die Existenz Gottes geben.

Gott ist allmächtig und allgegenwärtig.
Ein Gott, der die Geschicke des ganzen Universums unsichtbar lenkt, ist automatisch allgegenwärtig und allmächtig. Sein Geist beseelt das ganze Universum und bestimmt zu jedem Zeitpunkt automatisch überall das Geschehen nach seinem Willen. Da er allmächtig ist, ist durch ihn und mit ihm auch alles entstanden. Damit sollte auch alles Körperliche und Geistige, was wir auf dieser Welt identifizieren können, seine göttliche Handschrift zeigen. Unsere Aufgabe ist damit, Göttliches auf dieser Welt in allem und damit auch in uns zu erkennen.
DaGott überall allmächtig in den endlosen Weiten des Weltalls wirkt, also auf allen Trillionen Sonnen und Planeten, in der glühenden Hitze und der klirrenden Kälte, in allem Lebenden und Toten, in der belebten und unbelebten Natur, im luftleeren Raum, im Wasser, in der glühenden Hitze der Sonne, im Mikrokosmos und Makrokosmos usw., kann er keine Person wie wir Menschen sein!
Weil Allmacht und Allgegenwart wesentliche Bestandteile unserer Gottesvorstellung sind, müssen wir uns fragen, welcher Geist unsichtbar und allgegenwärtig das Geschehen im Universum für immer und ewig beherrscht und wie wir ihn naturwissenschaftlich nachweisen können. Nur ein Geist, der dies kann, ist wahrhaft göttlich. Dass es ihn tatsächlich gibt, wird im Folgenden durch Fakten belegt werden.

Gott ist allwissend und vollkommen
Ein Gott, der alles geschaffen hat, der besitzt auch das ganze geballte Wissen der Menschheit und des gesamten Universums. Er muss intelligenter und perfekter sein als alles, was wir kennen und was wir uns vorstellen können. Nichts ist ihm unbekannt. Auch wenn wir es vielleicht aus unserer gewiss eingeschränkten menschlichen Sicht nicht vollständig verstehen können, so muss deshalb dennoch alles, was geschieht, vollkommen sein und nach einem perfekten Plan ablaufen.
Da Allwissenheit und Vollkommenheit unvorstellbar hohe Intelligenz beweist, ist sie ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil unserer Gottesvorstellung. Deshalb müssen wir identifizieren, was auf dieser Welt aus unserer Sicht unvorstellbare hohe Intelligenz besitzt.

Wie können wir Gott erkennen und verstehen?
So wie wir Menschen an ihren menschlichen Eigenschaften, also an ihrem Gesicht, ihrer Haut- und Haarfarbe, ihrem Körperbau, ihrem Verhalten und Fähigkeiten erkennen können, so können wir auch Gott an seinen göttlichen Eigenschaften und Fähigkeiten erkennen. Wenn wir dann auch noch verstehen, wie er sie nutzt und mit ihnen seinen Willen umsetzt, dann ist dies ein erster wesentlicher Schritt, der uns auch Gott verstehen lässt. In einem weiteren Schritt werden wir uns fragen, welche Konsequenzen sich aus einem Menschen- und Weltbild, in dem der göttliche Geist erkennbar wirkt, für unser Leben ergeben.

1. Gott erkennen
Welche Fakten benötigen wir dazu?
Die Naturwissenschaften der vergangenen Jahrhunderte und insbesondere die neuesten Ergebnisse der letzten Jahrzehnte lassen uns die Vorgänge in Natur und Technik nicht nur verstehen, sondern auch quantitativ mathematisch berechnen. Die naturwissenschaftlichen Disziplinen Physik, Chemie, Biologie und Mathematik haben bewiesen, dass sie heute als ausgereift bezeichnet werden können. Sie stehen unveränderlich fest. Sie sind absolut fehlerfrei. Sie sind perfekt und vollkommen und sie haben sich, seit wir sie nutzen, in allen Bereichen unseres täglichen Lebens, in Industrie, Technik, Wirtschaft usw. bewährt.

Welche göttlichen Eigenschaften haben die Grundbestandteile unserer Welt?
Die Energie besitzt mehrere göttliche Eigenschaften. Sie ist unvergänglich, wandelbar und allgegenwärtig. Sie kann nicht aus dem Nichts entstehen und auch nicht im Nichts verschwinden. Sie bleibt deshalb für immer und ewig erhalten. Das ist naturwissenschaftlich eindeutig bewiesen. Überall, wo sich Materie befindet, und überall, wo es Strahlung gibt, ist Energie vorhanden. Das ist an jedem Ort im Universum der Fall. Trillionen Sonnen durchfluten das Weltall mit Licht und noch mehr Planeten kreisen um diese Sonnen.
Licht und Materie sind zwei Beispiele der verschiedenen für uns sichtbaren Formen der Energie, die nach Albert Einsteins berühmter Formel E=mc2 ineinander umwandelbar sind. Die Materie, deren kleinste Teile bekanntlich Atome und Moleküle sind, ist demnach eine spezielle Form der Energie. Andere Formen der Energie sind unsichtbar, wie z.B. Wärme, Radiowellen und Röntgenstrahlen. Diese und viele andere verschiedene Energieformen werden von der modernen Wissenschaft bis ins feinste Detail mikroskopisch bis hinab in den molekularen und atomaren Bereich und makroskopisch bis zur Entstehung der Sonnen und unseres Universums verstanden und in der Technik beherrscht.
Raum und Zeit haben dieselben göttlichen Eigenschaften wie die Energie. Sie sind ebenfalls unvergänglich, unsichtbar und allgegenwärtig. Wie die meisten Energieformenkönnen wir sie nicht sehen und dennoch spielt sich alles in Raum und Zeit ab. Materie nimmt einen bestimmten Raum ein. Wenn man sie entfernt, bleibt der leere Raum zurück. Unser Leben und mit ihm das gesamte Geschehen im Universum spielt sich in der Zeit ab. Es gibt keinen Anfang und kein Ende der Zeit und für den Weltraum gilt dasselbe ohne jede Einschränkung.
Die Energie, der unendlich ausgedehnte Weltraum und die immerwährende Zeit sind damit etwas Geistiges, das unsichtbar und allgegenwärtig ewig besteht und nie vergeht. Sie besitzen damit die wichtigsten göttlichen Eigenschaften, in denen sich mit den Naturgesetzen die unvorstellbare göttliche Intelligenz entwickeln kann, auf die wir etwas später eingehen werden.
Energie und in Materie umgewandelte Energie kann Wissen enthalten, wie z.B. in Büchern und elektronischen Speichermedien wie Festplatten, CDs und DVDs usw. Es lebt aber nur dann auf, wenn es einen Geist gibt, der es verarbeitet. Auch das Wissen, das in unseren Gehirnen abgespeichert ist, lebt nur dann auf, wenn es unser Geist beim Denken einsetzt. Der menschliche Geist, der mit unserer Sprache in unserem Gehirn Wissen verarbeitet, entwickelt dadurch einen Verstand, der umso intelligenter ist, je mehr kausale Zusammenhänge er erkennen kann. Verstand kommt von verstehen. Je besser wir verstehen, was um uns herum geschieht, desto intelligenter sind wir und umso besser können wir auch unser geistiges und körperliches Leben gestalten. Unser geistiges Leben ist das Leben unseres geistigen Ichs, das wie ein Geist scheinbar unabhängig von unserem Körper mit den in unserem Gehirn gespeicherten Erinnerungen ein unsichtbares Leben führt.
Nachdem wir herausgefunden haben, dass die Grundbausteine der Welt und unseres Universums göttliche Eigenschaften besitzen, müssen wir als Nächstes klären, welches uns noch verborgene unerschöpfliche Wissen in welcher Form in den Atomen und Molekülen, aus denen alles aufgebaut ist, steckt und welcher göttliche Geist es unermüdlich umsetzt.Die Frage, die sich dabei stellt, lautet also: Beherrscht auch der Geist Gottes unsere Welt so, wie wir mit unserem Geist unseren Körper beherrschen?

Was bestimmt den Ablauf des Geschehens?
Alles was in unserem Universum und auf unserer Welt geschieht, wird durch die Gesetzmäßigkeiten der Natur festgelegt, deren exakte Formulierung wir herausragenden Forschern der Neuzeit, wie Newton, Galileo, Maxwell, Gauss und Einstein verdanken. Sie und viele andere haben in den letzen Jahrhunderten herausgefunden, nach welchen universellen Gesetzen der Mathematik, Physik, Chemie und Biologie das Geschehen im ganzen Universum für ewige Zeiten abläuft. Die von ihnen formulierten Gesetze gelten in allen Sprachen und Zahlensystemen, sie sind beweisbar, absolut unbestechlich, präzis und perfekt und sie haben sich, seit wir sie kennen, über Jahrhunderte hinweg bis in die feinsten Details bewährt. Auch zufällige Ereignisse können mit Wahrscheinlichkeiten exakt mathematisch berechnet werden. Die vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten, die sich uns immer wieder zufällig eröffnen, spielen in unserem persönlichen Leben eine wichtige Rolle. Eine noch wichtigere Rolle spielten sie in den etwa vier Milliarden Jahre der Evolution des Lebens.
Die Naturgesetze sind mathematisch formulierbare Regeln, nach denen das Geschehen überall auf unserer realen Welt und zu jeder Zeit mikroskopisch bis ins feinste atomare Detail und makroskopisch für jedem Gegenstand und für alle Planeten und Sonnen des gesamten Universum in Raum und Zeit berechnet werden kann. Sie beschreiben die unsichtbaren Kräfte, denen sich alles unterwirft: Die Energie, die Materie sowie alles Geistige und Körperliche und alles Lebende und Tote.
Die Kräfte, die die Naturgesetze bis ins feinste atomare Detail umsetzen, sind etwas Geistiges, Allgegenwärtiges, Vollkommenes und Allmächtiges, dem sich alles für immer und ewig auf dieser Welt mit unglaublicher Präzision und ohne jede Ausnahme unterwirft. Da mit ihnen der Ablauf des Geschehens auf der Welt mit höchster Präzision in allen Details vorbestimmt ist, ist ihr Geist, der sie allgegenwärtig umsetzt, auch allwissend und beweist vor allem durch die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten eine unglaubliche Intelligenz, auf die wir noch detaillierter eingehen werden.

Wie setzt Gott seinen Willen um?
Der Geist, der die Gesetze der Natur mit seinen unsichtbaren Kräften allgegenwärtig, vollkommen und allmächtig umsetzt, hat alle Eigenschaften, die wir auch Gott zuschreiben. Wie er mit ihnen arbeitet, kennen wir, seit wir die Kräfte kennen, die in der Natur wirken und mit denen er die Naturgesetze umsetzt. Mit diesem Wissen können wir den Verlauf des Geschehens mit dem dazu notwendigen mehr oder weniger großen mathematischen Aufwand beschreiben und vorhersagen.
Nach unserer Logik, nach der ein Wesen, das alle Eigenschaften eines Menschen besitzt, auch ein Mensch ist, muss entsprechend etwas Geistiges, das alle Eigenschaften Gottes besitzt, auch Gott sein. Da wir eindeutig festgestellt haben, dass der Geist, der die Naturgesetze mit seinen unsichtbaren Kräften umsetzt, alle Eigenschaften Gottes in sich vereinigt, wirkt mit ihnen Gott in unserer realen Welt und setzt mit ihnen im gesamten Universum mit absoluter Perfektion und Präzision seinen Willen um. Sein Geist legt mit den Kräften seiner Naturgesetze fest, was mit der göttlichen Energie, aus der alles Materielle und alles Geistige in unserem Universum und damit die gesamte belebte und unbelebte Natur auf unserer Erde entstanden ist, in Raum und Zeit geschieht!Da die Energie die Ursache aller Dinge ist, entschied er mit ihr schon vor Entstehung des Universums, was danach geschehen sollte.
Was wir als denkende Menschen machen, ist Ausdruck unseres Willens. Unser Geist nutzt unseren Verstand und setzt mit unserem Körper unseren Willen um. Doch nicht nur das, er bestimmt auch, womit wir uns unabhängig von unserem Körper geistig beschäftigen. Was für den menschlichen Geist gilt, sollte erst recht für den göttlichen Geist gelten, der in allem Materiellen und Geistigen, was aus ihm entstanden ist, seinen Willen umsetzt.

Was offenbaren uns die Naturwissenschaften?
Die Naturwissenschaften lassen uns eindeutige göttliche Eigenschaften in Energie, Materie, Raum und Zeit erkennen. Nach ihnen ist Gott die Energie, die unser Universum entstehen ließ. Sie wurde bei der Entstehung der Sonnensysteme zu Materie, aus der wiederum in den Sonnen die Energie entstand und weiterhin entsteht, die für unsere Lebensgrundlage verantwortlich ist.
Der Geist, der mit seinen unsichtbaren Kräften die Naturgesetze umsetzt, hat ebenfalls eindeutige göttliche Eigenschaften. So wie wir mit unserem Geist bestimmen, was wir körperlich und geistig machen, so bestimmt auch Gott mit seinem Geist, der die Kräfte der Naturgesetze lenkt, was mit allem Körperlichen und Geistigen, das aus seiner Energie entstanden ist, im gesamten Universum geschieht.
Die göttlichen Eigenschaften der Naturgesetze beweisen uns, dass mit ihnen der Geist Gottes auf unserer Welt in allen atomaren und molekularen Bausteinen ständig aktiv ist. Sie beweisen uns die Existenz Gottes, so wie wir ihn definiert haben und lassen uns erkennen, wie er auf unserer Welt und in unserem Universum wirkt und seinen Willen umsetzt. So wie wir mit unserem Geist ein geistiges Leben führen, so führt auch Gott mit seinem Geist im gesamten Universum und jedem einzelnen Atom ein geistiges Leben. Auch wenn er kein Lebewesen aus Fleisch und Blut ist, erkennen wir damit dennoch, dass sein Geist in der Energie des Universums lebt und mit seinen Naturgesetzen in Raum und Zeit ewig wirkt.
Sein göttlicher Wille offenbart sich uns durch die Ereignisse der Vergangenheit. Durch ihn entstanden aus seiner Energie mithilfe seiner Naturgesetze die Atome und Moleküle des gesamten Universums und mit ihnen das Leben auf der Erde. Da Materie ebenfalls eine Energieform ist, ist alles Materielle und Geistige, also die gesamte belebte und unbelebte Natur, nach unserer Definition ein Teil Gottes, in dem er mit seinem Geist und seinen Naturgesetzen seinen Willen umsetzt. Alles in uns und um uns herum, jedes einzelne Atom und jeder einzelne von uns, ist von ihm beseelt und funktioniert nach seinen göttlichen Regeln.

Zusammenfassung
Wer oder was ist nach unserer Definition Gott und wie wirkt er?
– Gott ist aus Sicht der Naturwissenschaften die Energie, der wir alles Materielle und Geistige verdanken.
– Sein göttlicher Geist setzt in allem, was im unendlich ausgedehnten Weltall real existiert, seinen Willen um.
– Mit ihm und den allmächtigen Kräften seiner göttlichen Naturgesetze beherrscht er allgegenwärtig und ewig das gesamte Geschehen im Weltall.
– Er entfaltet seine Intelligenz in allem, was aus seiner Energie bei der Entstehung des Universums entstanden ist. Sie erschließt sich uns in dem Maß, in dem wir verstehen, wie sich unser Universum unsere Welt und das Leben auf dieser Welt entwickelt hat.
– Wir beherrschen mit unserem Geist nur unseren Körper und unsere Gedanken, aber Gott beherrscht mit seinem Geist alles Materielle und Geistige, was aus ihm und durch ihn im Universum entstanden ist.

2. Gott verstehen
Was will Gott?
Nachdem wir wissen, wie sich uns Gott durch seine göttlichen Eigenschaften mit Hilfe unserer naturwissenschaftlichen Erkenntnisse offenbart, können wir auch versuchen, ihn zu verstehen. So wie wir die Absichten und Ziele eines Menschen daran erkennen können, was er wann, warum und wie tut, so können wir auch an dem, was in unserem Universum und auf unserer Welt geschieht, erkennen, was Gottes will sowie was seine Absichten und Ziele sind.Je besser wir verstehen, was seit der Entstehung des Universums geschehen ist, umso besser können wir auch Gott verstehen. Dazu liefern uns die naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte die notwendigen Fakten. Mit ihnen können wir erkennen, wie Gott vorgeht.
Seine göttliche Genialität offenbart sich in dem, was er wie und warum in der Vergangenheit geschaffen hat und was er damit erreicht hat. Mit diesem Wissen erschließt sich uns auch der Sinn seines Wirkens, aus dem sich der Sinn des Lebens in der Natur und damit auch der Sinn unseres eigenen Lebens ableitet.
So wie Gottes Wille ein für allemal, für immer und ewig feststeht und aufgrund seiner Vollkommenheit keiner Korrektur bedarf, so stehen auch seine vollkommen Gesetzmäßigkeiten der Natur, die seinen Willen umsetzen, seit Jahrmilliarden ein für allemal fest. Mit ihnen ist seit ewigen Zeiten eine Entwicklung vorprogrammiert, deren Ziele mit göttlicher Perfektion und Intelligenz erreicht werden.

Wie hat sich unser Universum entwickelt?
Die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Forschung der Neuzeit wurden vor allem in den letzten Jahrzehnten immer weiter verfeinert und lassen sich heute wie folgt zusammenfassen:
Unser Universum ist vor mehr als 40 Milliarden Jahren aus unvorstellbar riesiger Energie entstanden. Aus ihr sind mehr als 70 Trillionen Sonnen und mit ihnen noch mehr Planeten und Monde entstanden, die ihrem anfangs glühend heißen, flüssigen Zustand ihre Kugelform verdanken. Erst nachdem sich unsere Erde äußerlich auf vernünftige Temperaturen abgekühlt hatte, konnten sich auf ihr vor mehr als drei Milliarden Jahren die ersten Einzeller bilden, aus denen sich anschließend, genetisch belegt, evolutionär das gesamte Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen auf diesem Planeten entwickelt hatte.
Da die Energie, aus der unser Universum entstanden ist, ohne jeden Zweifel alle göttlichen Eigenschaften in sich vereinigt, hat sie göttlichen Ursprung und entspricht deshalb auch unseren menschlichen Vorstellungen von Gott. Also muss auch alles Materielle und Geistige, was nach dem Urknall aus ihr entstanden ist und was wir auf dieser Welt erkennen können, seine göttliche Handschrift tragen und seinen Willen offenbaren. Davon wollen wir uns im Folgenden überzeugen.

Was wissen wir über die Evolution?
Die evolutionäre Entwicklung des Lebens ist sowohl durch Urweltfunde als auch aus Altersbestimmungen von Knochenfunden wissenschaftlich belegt. Mit den Gesetzmäßigkeiten der Evolution siegt auf Dauer das angepasste überlegene Erbgut und sorgt dafür, dass immer perfektere Lebewesen entstehen. Mit ihnen sind aus Einzellern immer komplexere Lebewesen entstanden, aus denen schließlich mit den Säugetieren und Menschen körperlich und geistig immer höher entwickelte Lebewesen entstanden sind. Die Entwicklung immer komplexeren und immer intelligenteren Lebens aus primitiven Anfängen ist demnach durch den Geist der Naturgesetze, den wir als göttlich erkannt haben, auf körperliche und geistige Perfektion programmiert.

Was haben wir mit allen Lebewesen gemeinsam?
Bakterien, Viren, Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen bestehen alle aus organischen Molekülen, die unbeständig sind, d.h., die leicht zerfallen. Das ist der Hauptgrund dafür, dass alle Lebewesen nach einer gewissen Lebenszeit sterben. Weshalb es sie dennoch heute nach Jahrmillionen noch immer gibt, liegt daran, dass sie sich durch ihren Samen, der ihre Erbinformation immer weiter perfektioniert, immer wieder reproduzieren und vervielfältigen.
Die Bausteine des Lebens sind Zellen, wie beispielsweise Hautzellen, Nervenzellen, Muskelzellen usw. Sie haben alle dieselbe Struktur aber unterschiedliche Aufgaben. Solange die Erbinformation in den Zellkernen dieser Zellen verarbeitet wird, leben unsere Körperzellen. Wie der Name besagt, handelt es sich bei der Erbinformation um vererbte Informationen, aus der nicht nur wir, sondern auch alle anderen Lebewesen durch Zellteilung immer wieder neu entstehen. Wie wir alle wissen, entsteht aus einer einzigen winzigen Eizelle im Mutterleib auf diese Weise durch Zellteilung nach genetischen Programmen das Embryo, das sich nach der Geburt als Baby, dann als Kleinkind bis zum Erwachsenen weiter entwickelt.
Solange die Geschichten, die in Büchern mit unserer Sprachinformation mit Buchstaben, Zahlen und Wörtern enthalten sind, kopiert und vervielfältigt werden, überleben sie den Verfall ihrer Informationsträger sowie den Tod der Menschen. Auch unsere Erbinformation, die in unseren Genen in molekularer Schrift enthalten ist, wird bei der Zellteilung laufend kopiert und vervielfältigt und bleibt so für alle nachfolgenden Generationen unverändert erhalten. Für den Geist, der mit der Erbinformation umgeht, gilt Ähnliches: So wie die Bedeutung der geschriebenen Sprachinformation von unserem denkenden Geist erkannt und verarbeitet wird, so wird auch die genetisch abgespeicherte Information von dem genetischen Geist, der in allen lebenden Zellen aktiv ist, erkannt und weiterverarbeitet.
Die Erbinformation ist damit etwas Geistiges, das von einem genetischen Geist verarbeitet wird und das in den Körperzellen aller Lebewesen enthalten ist und von Generation zu Generation unverändert weitergegeben wird. Auf diese Weise überlebt sie seit Milliarden Jahren den Tod der einzelnen Lebewesen und hat damit göttliche Eigenschaften. Informationen, die in allen Lebewesen ewig weitergegeben werden, sind in der belebten Natur allgegenwärtig und bleiben in ihr auch ewig erhalten.
Der genetische Geist arbeitet mit genetischen Erinnerungen, so wie unser menschlicher Geist mit unseren Lebenserinnerungen arbeitet. Unser denkender Geist erkennt, versteht und verarbeitet die Informationen in unserem Gehirn, so wie es unser genetischer Geist in unseren Gene macht.


Wie intelligent ist unser genetischer Geist?
Die Erbinformation enthält alle Daten, die dazu erforderlich sind, um das Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen auf unserem Planeten nach ein und denselben Mechanismen ständig immer wieder aufs Neue perfekt zu reproduzieren. Diese Fähigkeit verdanken wir einer für uns Menschen nahezu unvorstellbaren göttlichen Eigenschaft spezieller Moleküle, die abgekürzt als DNA-Moleküle bezeichnet werden. Sie befinden sich in den Chromosomen unserer Gene und speichern in jeder einzelnen unserer Milliarden Körperzellen mehr als sieben Milliarden Einzelinformationen über den Aufbau und die Funktion unseres Körpers. Die genial komprimierte Datenzahl in einer einzigen winzigen Körperzelle entspricht damit in etwa der Information, die sich in den Büchern einer großen Bücherwand befindet.
Mit der Genetik verstehen wir auch die Mechanismen der genetischen Datenverarbeitung, die uns auch die Evolution erklärt. Der genetische Geist nutzt die genetische Information, um ständig neues Leben bei der Zellteilung zu schaffen. Diese Fähigkeit, ständig neues Leben zu schaffen und es auf diese Weise Milliarden Jahre überleben zu lassen, zählt zu den göttlichsten aller göttlichen Eigenschaften und beweist eine unvorstellbare Intelligenz, die sich uns noch lange nicht vollständig erschlossen hat.
Die molekulare Schrift der Erbinformation, die durch die Genetik in den letzten Jahren nach und nach entschlüsselt werden konnte und die seither nur von dem genetischen Geist geschrieben und gelesen werden konnte, lässt uns die wichtigsten göttlichen Eigenschaften erkennen: Das Geistige, das ewige Leben, die Allgegenwart in der belebten Natur und die göttliche Allwissenheit und Wandlungsfähigkeit. Die Erbinformation trägt damit eine klar erkennbare göttliche Handschrift. Sie ist der Schlüssel unseres Lebens, der uns im Folgenden auch den Willen Gottes und seine Ziele erschließen wird.

Was beweist uns die Genetik?
Die junge Wissenschaft der Genetik hat in den letzten Jahrzehnten eindeutig geklärt, mit welchen Molekülen die Erbinformation in den Genen unserer Zellen abgespeichert wird und nach welchen Mechanismen sie bei der Zellteilung kopiert und auf die Ei- und Samenzellen der einzelnen Lebewesen übertragen wird. Mit ihr sind wir auch dazu in der Lage, die auf der DNA abgespeicherte Information auszulesen und können deshalb z. B. auch genaueste Angaben darüber machen, wessen Kind wir sind, welche Informationen wir mit anderen Lebewesen teilen und welche uns von ihnen unterscheiden.
Die Genetik liefert uns den Beweis dafür, dass mehr als sieben Milliarden Einzelinformationen bei Millionen von Zellteilungen während eines Menschenlebens erhalten bleiben und als Erbinformation innerhalb einer Ahnenreihe nahezu unverändert weitergegeben werden. Nur ein Millionstel der Erbinformation unterscheidet sich bei Eltern und Kindern. Die Genetik beweist uns damit, wie perfekt wir innerhalb unserer Ahnenreihe aus ein und derselben Erbinformation immer wieder neu entstehen und wie sich mit ihr das Leben auf diesem Planeten ständig wiederholt.
Weil die einzelnen Daten der Erbinformation bei der Weitergabe von Generation zu Generation über Jahrtausende hinweg mit unglaublicher Präzision erhalten bleiben, sehen wir heute noch genau so aus wie die Menschen vor zweitausend Jahren. Der Homo sapiens, unser Urahn, der vor 200.000 Jahren lebte, sah vielleicht noch etwas wilder aus als wir und konnte schon fast so gut denken wie wir, obwohl er im Vergleich zu uns natürlich völlig ungebildet war.
Die äußerst geringfügigen Veränderungen des Erbguts sind deshalb bei jeder Neugeburt notwendig, damit sich die Lebewesen körperlich und geistig an die jeweils aktuellen Lebensbedingungen anpassen können. Mit ihnen haben sich über mehrere Millionen Jahre hinweg die Lebensformen entsprechend stärker verändert, denken wir an den Homo erectus, der vor zwei Millionen Jahren lebte und an unsere vormenschlichen Vorfahren, die vor mehr als 10 Millionen Jahren lebten.

Benötigen wir ein Jenseits für ein ewiges Leben?
Da alles Organische instabil ist und leicht zerstört werden kann, wurde in der Entwicklung des Lebens über die genialen Mechanismen der Vervielfältigung der Erbinformation in der DNA eine Möglichkeit erschlossen, den Tod der einzelnen Lebewesen durch Wiedergeburt zu überwinden. Auf diese Weise entsteht alles Leben, genetisch belegt, schon auf unserer realen Welt und nicht erst in einem hypothetischen Jenseits seit mehr als drei Milliarden Jahren immer wieder neu.Aus diesem Grund sind wir von Generation zu Generation immer wieder dasselbe äußerst geringfügig modifizierte Modell derselben Baureihe. Auch wenn es uns nicht bewusst ist, so ist es dennoch durch die genetischen Daten eindeutig und unwiderlegbar bewiesen.
Wie alle Lebewesen auf dieser Welt werden auch wir mit jeweils demselben Erbgut immer wieder und sogar mehrfach neu geboren. Das ist zweifellos göttlich genial! Dies ist schon in der Vergangenheit über Milliarden Jahre hinweg immer wieder geschehen und wird auch in Zukunft, solange die Erde existiert, geschehen. Der Erbinformationen verdanken wir somit die göttlichste aller göttlichen Eigenschaften und das ist ein ewiges Leben durch ständige nahezu identische körperliche und geistige Erneuerung. Dabei entsteht nicht nur unser Körper ausgehend von einer Eizelle neu, sondern auch unser Geist, der sich erst nach unserer Geburt mit Hilfe der Sinnesorgane neu entwickelt und mit neuen Informationen ein neues geistiges Leben mit neuen Erinnerungen beginnt. Wir brauchen deshalb auch für unser geistiges Leben kein hypothetisches Jenseits, da wir auch geistig schon auf dieser Welt immer wieder neu aufleben.
Es sollte uns immer bewusst sein, dass das Erbgut mit den Plänen, nach denen wir entstanden sind, uralt ist. Die göttlichste aller göttlichen Eigenschaften ist die Intelligenz des genetischen Geistes, der Leben schon auf unserer realen Welt mit höchster Perfektion immer wieder neu entstehen lässt. Schon die erste lebende Zelle enthielt die göttliche Eigenschaft des ewigen Lebens, weil sie sich durch Zellteilung identisch verdoppeln konnte.

Warum können wir uns an kein früheres Leben erinnern?
Erinnerungen an ein früheren Lebens können nicht wie Erbkrankheiten genetisch vererbt werden. Es gibt keine Erberinnerungen. Wir können uns nur an das erinnern, was wir mit unserem jeweils aktuellen Körper selbst erlebt haben. Unsere Erinnerungen, Erfahrungen und unser Wissen sind in unserem Gehirn abgespeichert. So wie bei senilen Menschen die Erinnerungen verloren gehen, weil ihre Gehirnzellen absterben, so gehen auch die Erinnerungen eines gesunden Menschen mit seinem Tod vollständig verloren, weil mit ihm alle Gehirnzellen absterben und sein Geist erlischt. Der Geist eines Menschen funktioniert nur, solange sein Gehirn funktioniert.
Was in den Genen als Erinnerungen abgespeichert ist, geht im Gegensatz dazu mit dem Tod des Menschen nicht verloren. Es ist im Vergleich zu dem, was in unseren Gehirnen als Lebenserinnerungen abgespeichert ist, uralt und hat seinen Ursprung in der ersten lebenden Zelle, die vor mehr als drei Milliarden Jahren entstanden ist. Die genetisch abgespeicherten Erinnerungen an die Evolution des Lebens, die mit einer einzigen Zelle begann, werden an der Entwicklung des menschlichen Embryos, das ebenfalls aus einer einzigen winzigen Eizelle entsteht, über die Urformen des Lebens sichtbar.
Da wir mit der Erbinformation als Kopie unserer Vorfahren immer wieder entstanden sind, haben wir die gesamte Evolution erlebt, ohne dass wir uns jemals daran erinnern könnten. Nur unser genetischer Geist weiß es, da dieses Wissen in den Genen gespeichert ist, mit denen er umgeht. In den Genen sind jedoch keine Informationen, kein Wissen und keine Lebenserfahrungen aus einem früheren Leben, das immer nur in den Neuronen der Gehirnzellen abgespeichert wird, enthalten. Sonst kämen wir ja schon gebildet auf die Welt. Es kann aus diesem Grund auch nicht auf genetischem Weg in unser Gehirn gelangen.

Was bedeutet Wiedergeburt und was Reinkarnation?
Der fernöstliche Glaube an die Reinkarnation im Buddhismus und Hinduismus hat einen Wahrheitskern, der in keiner der anderen Weltreligionen enthalten ist. Doch nur eine reale Wiedergeburt innerhalb der Ahnenreihe, die evolutionär mit der Urzelle beginnt und die sich in unseren Kindern, Enkeln und Urenkeln fortsetzt, ist wissenschaftlich erwiesen und kann genetisch eindeutig über die Erbinformation der DNA belegt werden. Eine Wiedergeburt als nichtmenschliches Wesen widerspricht allen naturwissenschaftlichen Fakten.
Informationen brauchen immer einen realen Träger der sie enthält: Ein Buch, eine CD, ein Gehirn, eine DNA usw. Sie können gelesen und übertragen werden. Was im Gehirn als Erinnerungen abgespeichert wird, geht beim Tod definitiv und unwiederbringlich verloren. Es kann nicht mit einem Geist, den wir unsere Seele nennen, unseren Körper verlassen, da Informationen immer einen realen, materiellen Informationsträger benötigen. Eine per definitionem materiefreie Seelenwanderung von Mensch zu Mensch und zu anderen Lebewesen kann damit wissenschaftlich ausgeschlossen werden.

Welche Gemeinsamkeiten haben der menschliche Geist und der genetische Geist?
Der denkende Geist des Menschen wurde schon immer als besondere göttliche Gabe angesehen, da er wie der göttliche Geist unsichtbar ist. Was für unseren individuellen menschlichen Geist gilt, der in unserem Gehirn immer mehr Informationen sammelt und immer leistungsfähiger wird, gilt auch für den genetischen Geist, der nicht nur in den menschlichen Zellen, sondern in allen lebenden Zellen aktiv ist. Er hat über mehr als drei Milliarden Jahre hinweg eine immer weiter zunehmende Anzahl von Erbinformationen verarbeitet und ist mit ihnen immer intelligenter geworden. Die Intelligenz, die in den Naturgesetzen steckt, hat ihn in Milliarden Jahren von den Einzellern bis zu den heutigen Pflanzen, Tieren und Menschen zu immer größerer Leistungsfähigkeit entwickelt. Schließlich wurde er auf die Sinnesorgane und Gehirne der höher entwickelter Lebewesen übertragen und hat in unseren Gehirnen unseren denkenden Geist entwickelt. An unserem menschlichen Verstand sehen wir heute, wozu diese göttliche Intelligenz fähig war.
Der genetischen Geist und unser menschlicher Geist sind gemeinsam der beste Beweis der göttlichen Intelligenz, die uns körperlich und geistig aus der Energie des Universums und dem Geist der Naturgesetze, entstehen ließ.

Zusammenfassung-Können wir Gott verstehen?
Gott ist die Energie, aus der er mit dem Geist seiner Naturgesetze alles Materielle und Geistige, was wir mit unserem beschränkten menschlichen Geist in der belebten und unbelebten Natur erkennen können, entstehen ließ. Er ist damit alles, was wir auf dieser Welt real erkennen können und er beherrscht auch alles mit dem Geist und den Kräften seiner Naturgesetze, mit denen er seinen Willen umsetzt. Wie alles Körperliche und Geistige auf der Welt entwickelt er sich in allem immer weiter und schafft mit seiner unvorstellbaren Intelligenz laufend Neues.
So wie wir mit unserem Geist und unserem Körper die Welt verändern, in der wir leben, so hat er uns und das ganze Universum über Jahrmilliarden hinweg verändert. Aus unserer menschlichen, gewiss eingeschränkten Sicht führt Gott ein Leben ähnlich wie wir Menschen, in dem er seine Intelligenz entfaltet und seinen Willen umsetzt, ein Leben, in dem er unermüdlich aktiv ist und das sich durch ihn laufend verändert.
Was Gott in der Vergangenheit mit seinen göttlichen Eigenschaften bis heute erreicht hat, lässt uns – soweit wir es überblicken können, erkennen, wozu er fähig ist und was er wollte. Kein Mensch ahnt auch nur im Ansatz die Intelligenz, die dazu fähig war, das Universum mit der unüberschaubaren Vielfalt der Sonnen und der Vielfalt des Lebens auf unserer Erde zu schaffen. Nachdem wir in der Evolution zuletzt entstanden sind, sind wir heute das vorläufige Ziel dessen, was er erreichen will.
Das Ziel des göttlichen Willens, der die Entwicklung des Lebens für immer und ewig auf der Welt antreibt, bestand, heute für uns erkennbar, von Anfang an darin, die Energie des Universums und die Naturgesetze dazu zu nutzen, um immer intelligenteres Leben zu schaffen. Mit der Vielzahl der Sonnensysteme erhöht sich nach den Gesetzen der Statistik auch die Anzahl der Planeten, die Leben ähnlich dem auf der Erde ermöglichen.
Was ein Mensch schafft, trägt seine Handschrift und gewiss ist es bei Gott nicht anders. Deshalb offenbart auch ausnahmslos alles auf unserer Welt seine göttlichen Eigenschaften. Was wir durch unsere wissenschaftliche Forschung über die Entwicklung des Universums und des Lebens gelernt haben, ist von genialer Intelligenz und folgt über die unbestechlichen Kräfte der Naturgesetze einem Plan, aus dem sich das Geschehen eindeutig nachvollziehen lässt. Dennoch ist das Leben auf dieser Welt nicht vorbestimmt, sondern folgt den mathematischen Gesetzmäßigkeiten der Statistik, die Zufälle einschließt, und die den Menschen den freien Willen zubilligt. Schließlich mussten auch für die evolutionäre Entwicklung des Lebens alle Varianten für eine optimale Anpassung zur Verfügung stehen. Auch das geistige Leben der Menschen folgt Zufallsprinzipien und lässt alle Möglichkeiten des Denkens zu.

3. Was folgt aus unseren Erkenntnissen?
Wie lebt Gott?
Aus naturwissenschaftlicher Sicht und nach unserer gewiss menschlichen Definition von Gott und seinen göttlichen Eigenschaften beherrscht er allgegenwärtig und für alle Zeiten mit seiner Energie und den Kräften seiner Naturgesetze alle Objekte und alles Leben im Universum. Mit allem, was real existiert, führt er ein ewiges körperliches und geistiges Leben nach seinem Willen, mit dem er unser Universum und alles Leben auf unserer Welt mit seinen Regeln der Naturgesetze entstehen ließ.
Unsere naturwissenschaftlich fundierten Erkenntnisse über Gott wirken sich auch auf unser Menschen- und Weltbild sowie auf unsere Ethik und unsere Wertvorstellungen aus, aus denen sich unsere Lebensziele und der Sinn unseres Lebens ableiten. So wie der Glaube der Menschen in den Jahrtausenden der Vergangenheit ihre Entscheidungen geprägt hat, so prägt auch unser Wissen über Gott, Natur, Wirtschaft, Technik und Gesellschaft unser Leben.

Warum glauben wir an Gott und ein ewiges Leben?
Schon im Erbgut der ersten lebenden Zelle ist das Prinzip des ewigen Lebens dadurch verankert, dass sich der Einzeller in zwei absolut identische Zellen aufteilen kann und sich dadurch ständig verdoppelt. Wenn dann ein Teil der absolut identischen Einzeller stirbt, weil er verhungert oder gefressen wird, dann lebt dafür der andere Teil weiter, der in einem anderen Umfeld bessere Lebensbedingungen vorfindet. Das ewige Leben der Einzeller ist damit durch stete Reproduktion sichergestellt. Diese an alle nachfolgenden Generationen weitergereichte genetisch abgespeicherte Information führt bei Vielzellern zu dem Überlebenstrieb und dem Wunsch nach einem ewigen Leben.
Zu den wichtigsten menschlichen Gründen, Vorstellungen für ein Seelenleben nach dem körperlichen Tod zu entwickeln, zählten schon immer die Unvermeidbarkeit des Todes, die scheinbare Unabhängigkeit des geistigen Lebens vom körperlichen Leben, der Wunsch nach einem ewigen Leben, sowie die Hoffnung auf göttliche Gerechtigkeit und auf ein sorgenfreies Leben im Paradies. Der Gedanke, dass es auch ein früheres Leben vor der Geburt geben könnte, wurde in der Vergangenheit a priori abgelehnt, weil man schon immer fälschlicherweise daran glaubte, man müsste sich daran erinnern können. Es war viel einfacher, daran zu glauben und zu hoffen, dass der Geist des Menschen in der Seele ein ewiges Leben führt und sich auch noch nach dem körperlichen Tod an das vergangene irdische Leben erinnern kann.
Unser Glaube an Gott und an ein ewiges Leben entspringt demnach einem in unseren Genen verankerten latenten Wissen um ein ewiges Leben durch stete Reproduktion, das uns durch die Prinzipien der Evolution körperlich und geistig über Jahrmillionen hinweg immer weiter perfektioniert und uns neben dem körperlichen Leben auch noch ein geistiges Leben beschert hat. Dieses unterbewusste Wissen hat die Fantasie der Menschen schon vor Jahrtausenden auf allen Kontinenten beflügelt, mit der sie abhängig von ihrer Kultur und dem Umfeld, in dem sie lebten, die verschiedensten religiösen Vorstellungen von Göttern und einem ewigen Seelenleben entwickelten, die wir heute als Mythen bezeichnen. Letztere wurden in den letzten Jahrtausenden durch die heutigen meist monotheistischen Weltreligionen abgelöst.

Wie wirken sich die Naturwissenschaften auf unseren Glauben an Gott aus?
Mit den Naturwissenschaften ist es uns heute vergönnt, anhand von realen Fakten zwei wesentliche Erkenntnisse zu gewinnen:
(1)die Existenz Gottes, sein Wirken und seinen Willen wissensbasiert zu erkennen, zu beweisen und zu verstehen und
(2)auch ewiges Leben auf Erden für alle Lebewesen zu beweisen.

Dies macht es uns erstmals möglich, die Theologie mit den Naturwissenschaften zu verbinden und ihr eine beweiskräftige naturwissenschaftliche Basis zu verleihen.
Da der Geist Gottes mit seiner Energie und seinen Naturgesetzen alles Materielle und Geistige hervorgebracht hat und damit die belebte und unbelebte Natur geschaffen hat, ist alles ein Teil von ihm. In diesem Sinn ist alles gleich heilig. Kein Mensch ist bevorzugt oder benachteiligt, alle sind von ihm in gleicher Weise beseelt. Wir können uns deshalb alle als seine gleichwertigen Kinder betrachten, die immer wieder mit demselben göttlichen Erbgut wiedergeboren werden. Weil dies so ist, stellen wir ihn uns in unserer Fantasie auch gerne als Vater vor, wie wir es im „Vater unser“ ausdrücken, der sich um uns kümmert und dem wir alles verdanken. Ihm schreiben wir in diesem personifizierten Bild auch alle positiven menschlichen Eigenschaften zu und sprechen deshalb auch gerne von ihm als lieben und gerechten Gott.
Ihn und seinen Geist sprechen wir im Gebet an und aktivieren ihn in uns, wenn wir Hilfe brauchen. Der wesentliche Sinn des Gebets besteht also darin, durch das Gespräch mit ihm unseren eigenen Geist positiv zu beeinflussen und damit mentale Probleme unseres aktuellen Lebens zu bewältigen. Er besteht gewiss nicht darin, ein uns unbekanntes fremdes göttliches Wesen zu verherrlichen, um damit Punkte für ein hypothetisches Seelenleben nach dem Tod zu sammeln.

Was definiert den natürlichen Sinn unseres Lebens?
Eine wissensbasierte reale Erkenntnis des Göttlichen auf unserer Welt, die überirdische Welten überflüssig macht und uns über die Genetik beweist, dass unsere Erbanlagen den Tod unbeschadet überleben, gibt unserem Leben einen natürlichen Sinn, der nicht auf ein hypothetisches Seelenleben im Jenseits, sondern allein auf ein reales Leben in nachfolgenden Generationen ausgerichtet sein sollte. Diese Sinngebung, die ohne hypothetische überirdische Wesen und Welten auskommt, orientiert sich nicht an den traditionellen vergänglichen religiösen Vorstellungen, sondern an unveränderlichen belegbaren naturwissenschaftlichen Fakten, die wir mit unserem Verstand verstehen können.
Da unsere Erbinformation uralt ist, hat sie alle Zeiten überlebt. Das Wissen über ein reales ewiges Leben in nachfolgenden Generationen liefert uns eine natürliche auf nachweisbaren Fakten begründete Sinngebung für unser gegenwärtiges Leben. Anstelle sich auf ein zweifelhaftes Seelenleben in einem hypothetischen Jenseits vorzubereiten, sollten wir uns den genetisch verankerten Realitäten stellen, nach denen wir aus unserer Erbinformation immer wieder auf unserer realen Welt neu entstehen. Der natürliche Sinn unseres Lebens besteht deshalb vor allem darin, die Zukunft unserer Lebensgrundlagen auf unserem Planeten zugunsten unserer Nachkommen zu sichern, denn in ihnen werden wir mit unseren genetischen Daten, ohne uns jemals an unsere Vergangenheit in früheren Generationen erinnern zu können, wiedergeboren. Was wir für unsere Nachkommen schaffen, das schaffen wir auch für uns. Was wir heute auf dieser Welt zerstören, das zerstören wir auch für unsere eigene Zukunft.
So wie wir uns heute über die Errungenschaften der Vergangenheit freuen, so sollten wir uns auch noch in weiteren Jahrtausenden und Jahrmillionen über das freuen können, was wir heute für die Zukunft der Menschheit geleistet haben. So wie wir immer bemüht sind, die Zukunft unseres gegenwärtigen Lebens zu sichern, so sollten wir auch immer die Zukunft unserer Nachkommen im Auge behalten.

Zusammenfassung
Da weder Geistiges noch Körperliches aus dem Nichts entsteht, steckt seit ewigen Zeiten eine uns göttlich erscheinende unglaubliche Intelligenz in dem Geist der Naturgesetze und in der unvorstellbar gewaltigen Energie, aus der unser riesiges Universum und mit ihr unser Sonnensystem und unsere Erde entstanden ist. Mit ihr haben sich seit Milliarden Jahren nach und nach alle Lebewesen einschließlich uns entwickelt.
Die göttliche Intelligenz offenbart sich im Größten und im Kleinsten, im Makrokosmos und im Mikrokosmos, in den Eigenschaften des Universums und in den Eigenschaften der einzelnen Atome, die genial aus Protonen, Neutronen und Elektronen aufgebaut sind. Alles gehorcht in unvorstellbarer Präzision und Perfektion den Kräften der allgegenwärtigen und allmächtigen Naturgesetze, mit denen der göttliche Geist seinen Willen umsetzt.
Gott offenbart sich uns auf unserer Welt durch seine göttlichen Eigenschaften, die alle Religionen von ihm erwarten und die wir deshalb auch anfangs klar definiert haben. Mit dem Geist und den Kräften der uns bekannten Naturgesetze und der Energie des Universums beherrscht er allmächtig, allgegenwärtig und ewig alles Geistige und Materielle und damit die ganze belebte und unbelebte Natur. Er offenbart uns seine unvorstellbare Intelligenz durch die Genialität der Moleküle, die in unseren Genen die Erbinformation speichern und vervielfältigen und durch die Genialität des genetischen Geistes, der mit den Daten des Erbguts Leben immer wieder neu entstehen lässt. Mit ihnen hat er evolutionär immer komplexere und perfektere Lebewesen mit Sinnesorganen und einem Nervenzentrum entwickelt, in dem der bewusste Geist die Sinnesinformationen verarbeitet und schließlich in uns Menschen unser denkender Geist unsere Sprachinformationen verarbeitet.
Da der göttliche Geist der geistige Urvater aller Dinge und aller Lebewesen ist, dem wir letztendlich seit Milliarden von Jahren auch unser Erbgut verdanken, ist es auch gerechtfertigt, ihn als unseren Vater zu bezeichnen. So wie wir in uns selbst einige göttliche Eigenschaften erkennen können, die er uns vererbt hat, so hat er uns auch alles, was wir als menschlich bezeichnen, einschließlich aller Gefühle, Emotionen, Tugenden usw. vererbt. Da alles aus ihm entstanden ist, können wir ihm neben den bisher ausschließlich behandelten rein göttlichen Eigenschaften und Fähigkeiten auch alles, was wir als natürlich und menschlich bezeichnen, zuschreiben, wie es in fast allen Mythen der Vergangenheit war und in allen aktuellen Weltreligionen noch immer der Fall ist.
Die uralte Aussage: »Wir leben in unseren Kindern weiter«, erhält durch die Erkenntnisse der Genetik eine naturwissenschaftlich fundierte Bestätigung. Wir sollten uns deshalb daran gewöhnen, weit über unseren unvermeidbaren Tod hinaus wesentlich langfristiger zu denken als nur für unsere aktuelle Lebenszeit.

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Hans Sixl
Über Hans Sixl 49 Artikel
Dr. Hans Laurenz Sixl, Jahrgang 1941, arbeitete als Professor für Physik an den Universitäten Stuttgart und Frankfurt und als Visiting Professor in Durham (UK) und Tokyo (J). Von 1986 bis 2001 war er Forschungsdirektor in der Chemischen Industrie und Vorstandsmitglied der deutschen Physikalischen Gesellschaft. Seine Arbeitsgebiete waren Spektroskopie und Materialforschung. Er hat die Molekularen Elektronik in Deutschland begründet und lehrte an der Universität Frankfurt.

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