Medienvertrauen in Deutschland: Lokalzeitungen vorn, alternative Medien fallen durch

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Eine aktuelle Umfrage zeigt deutliche Unterschiede beim Vertrauen in Medien. Lokalzeitungen genießen mit 52 Prozent das höchste Vertrauen, gefolgt von öffentlich-rechtlichen Medien und Leitmedien. Alternative Medien werden dagegen als einzige Medienform relativ-mehrheitlich als nicht vertrauenswürdig eingestuft. Zugleich glaubt eine relative Mehrheit, dass die tatsächliche Lage Deutschlands schlechter ist als die Stimmung im Land.

INSA-CONSULERE fragte: „Finden Sie die folgenden Medien eher vertrauenswürdig oder nicht vertrauenswürdig?“

Alternative Medien werden von den Befragten als einzige Medienform relativ-mehrheitlich als nicht vertrauenswürdig eingestuft. 41 Prozent vertreten diese Einschätzung.

Bei allen anderen abgefragten Medienformen überwiegt das Vertrauen. Private Radiosender halten 37 Prozent für vertrauenswürdig, Leitmedien 44 Prozent, öffentlich-rechtliche Medien 47 Prozent. Das höchste Vertrauen genießen Lokalzeitungen mit 52 Prozent.

Zwischen 14 und 35 Prozent wissen es nicht. Zwischen fünf und sieben Prozent wollen diese Frage nicht beantworten.

Stimmung und tatsächliche Lage in Deutschland

„Glauben Sie, dass die tatsächliche Lage Deutschlands alles in allem besser oder schlechter ist als die von Ihnen wahrgenommene Stimmung in der Bevölkerung?“

Die relative Mehrheit der Befragten glaubt, dass die tatsächliche Lage Deutschlands eher schlechter ist als die wahrgenommene Stimmung in der Bevölkerung. 42 Prozent vertreten diese Ansicht.

Gut ein Drittel der Befragten, 34 Prozent, sieht Lage und Stimmung im Gleichgewicht. 16 Prozent glauben, dass die Lage Deutschlands eher besser ist als die Stimmung im Land.

Fünf Prozent wissen es nicht, drei Prozent wollen dazu keine Einschätzung abgeben.

Über Hermann Binkert 589 Artikel
Hermann Binkert ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Jurist ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE. Bevor er INSA im November 2009 in Erfurt gründete, war Binkert 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund, tätig. Heute gehört er zu den renommiertesten Meinungsforschern Deutschlands und erhebt Umfragen für Ministerien im Bund und in den Ländern, für alle Parteien und Fraktionen, die im Bundestag und in den Landtagen vertreten sind. Wöchentlich stellt INSA die Sonntagsfrage für die Bild am Sonntag und die BILD. Das Meinungsforschungsinstitut arbeitet für viele großen Verlage, z. B. Springer, Burda, Funke, Madsack. Es führt aber auch Fokusgruppengespräche und Testkäufe durch.