Im deutschen Sport könnte es aufgrund der neuen Coronawelle eine verlängerte Winterpause geben

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Nachdem viele dachten, die Corona Pandemie sei vorbei und es würde bald wieder Normalität eintreten, sieht aktuell die Realität ganz anders aus. Trotz der Impfkampagne sind die Infektionszahlen noch viel zu hoch und es gilt nun im Dezember wieder mehr Vorsicht zu wahren und seine Kontakte einzuschränken. Die neuerlichen Beschlüsse, die Anfang des zwölften Jahresmonats erlassen wurden, schränken auch den Sport wieder ein. Dabei sind besonders die Profiligen, die vor Tausenden von Zuschauern ihre Duelle austragen, von den neuerlichen Regeln betroffen.

Da noch Ende November die Stadien der Zuschauer trotz hoher Hospitalisierungsrate teils bis zur maximalen Kapazität ausgelastet waren, sah sich die Politik gezwungen dem Einhalt zu gebieten und die Zuschauerzahlen zu reduzieren. So dürfen aktuell nur noch maximal 15.000 Zuschauer ins Stadion, wobei Geisterspiele bei weiter ansteigenden Zahlen auch wieder durchaus möglich sind. Für die Bundesligaclubs, die auf die Einnahmen aus den Ticketverkäufen angewiesen sind, ist dies ein harter Schlag doch weiß auch die Liga, dass ein erneuter Lockdown und eine Aussetzung des Spielbetriebs einem Super-GAU gleichkommen würden.

Neben den vielen Fans im Stadion wurde in den letzten Wochen auch vermehrt über ungeimpfte Spieler in den Medien diskutiert. Viele Politiker und Virologen sehen es nicht gerne, dass auch Spieler, die keinen Impfschutz besitzen, am Spiel teilnehmen dürfen, obwohl für die Zuschauer 2G gilt. In der öffentlichen Diskussion geriet Bayern-Profi Kimmich besonders in den Fokus. Der Mittelfeldstratege bekannte sich öffentlich dazu, nicht geimpft zu sein und erntete darauf viel Kritik. Ironischerweise erkrankte er auch kurz später an Corona und verpasste daraufhin das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund, welches die Bayern laut Sportwettenexperten bwin wieder zum absoluten Meisterfavoriten gemacht hat.

Der FCB hatte noch Glück im Unglück, da Kimmichs Erkrankung früh erkannt wurde und nicht vieler seiner Kollegen in Quarantäne mussten. Trotzdem zeigt das Beispiel des Müncheners, das Corona noch allgegenwärtig ist und sich bei unzureichender Vorsicht unter den Profis verbreiten könnte. Ein Superspreader-Event unter den Fußballern ist unter allen Umständen zu vermeiden, da eine Aussetzung des Spielbetriebs den Sport hart treffen würde.

Mit Sicht auf das große Risiko, welches von denen ausgeht, die ungeimpft sind, haben die Bayern und andere Teams harte Sanktionen erlassen. So werden die Spieler, die über keinen Impfschutz verfügen, in ihrer Quarantänezeit in dieser Zeit nicht bezahlt. Zudem wird immer wieder eine Impfpflicht im Profifußball und im Profisport im Allgemeinen ins Spiel gebracht. Diese wäre in kontaktreichen Sportarten wie dem Fußball zwar durchaus möglich, ist rechtlich aber kaum durchsetzbar.