Wenn es um Renovierungsarbeiten geht, kommt es neben einer sorgfältigen Planung und Ausführung der Arbeiten vor allem auf die Verwendung hochwertiger Baustoffe an, wenn das Ergebnis hohen Qualitätsansprüchen gerecht werden und dauerhaft überzeugen soll. Worauf also sollte man bei der Materialauswahl achten und welche Kriterien sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig?
Hochwertige Baustoffe gewährleisten Sicherheit
Hochwertige Baustoffe und Bauteile tragen zunächst einmal maßgeblich zur Sicherheit von Gebäuden oder Gebäudeteilen sowie Bauelementen wie Fenster, Türen und Treppen bei. In diesem Zusammenhang kommt es vor allem auf folgende Aspekte an:
– Standsicherheit: Tragende Bauteile wie Beton oder Stahl müssen auftretende Lasten sicher aufnehmen und ihre statische Funktion zuverlässig erfüllen, ohne vorzeitig zu verschleißen. Die Standsicherheit spielt vor allem bei der Sanierung tragender Wände, beim Durchbruch von Wänden oder beim Einbau neuer Deckenöffnungen eine Rolle.
– Absturzsicherheit: Treppen, Balkone, Geländer oder auch Brüstungen müssen so ausgeführt werden, dass sie zuverlässig vor Abstürzen oder Stürzen schützen. Das erfordert spezielle Bauteile, die ausreichend stabil sind und auch bei dauerhafter Nutzung keine Schwächen aufweisen. Ein Beispiel für solche Spezialteile sind etwa hochwertige Bauteile für den Geländerbau Die Absturzsicherheit ist beispielsweise bei der Erneuerung von Treppenanlagen, dem Austausch von Balkongeländern, der Sanierung von Balkonen oder dem Umbau von Dachgeschossen relevant.
– Brandschutz: Bei der Modernisierung von Treppenhäusern, beim Innenausbau, beim Dachausbau oder auch bei der Sanierung von Kellerbereichen ist Brandschutz von elementarer Bedeutung. Je nach genauem Einsatzbereich müssen die eingesetzten Bauteile und Baustoffe bestimmte Feuerwiderstandsklassen erfüllen, um im Ernstfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verlangsamen.
– Feuchteschutz: Bei Sanierungsarbeiten wie der Kellerabdichtung, der Sanierung von Feuchträumen, der Erneuerung von Fassaden oder der Abdichtung von Balkonen oder Terrassen spielt der Feuchteschutz eine wichtige Rolle. Hochwertige Abdichtungs- und Dämmmaterialien gewährleisten, dass Feuchtigkeit nicht in den Baukörper eindringen kann und verhindern somit Schäden wie Schimmelbildung oder Korrosion.
Woran erkennt man hochwertige Baustoffe?
Wer billig kauft, zahlt doppelt, heißt es so schön, und das gilt sicherlich auch beim Thema Bauen bzw. Renovieren. Allerdings erkennt man hochwertige Baustoffe nicht ausschließlich am Preis, sondern vielmehr an einer Kombination aus technischen Eigenschaften, Nachweisen und Qualitätssiegeln sowie vor allem auch an der Art, wie sie hergestellt, verarbeitet und geprüft wurden. Orientierungspunkte sind in diesem Zusammenhang vor allem:
– Normen, Kennzeichnungen und Zertifizierungen
Die CE-Kennzeichnung ist in Deutschland bzw. Europa ein Mindestkriterium, das anzeigt, dass ein Baustoff die grundlegenden Sicherheitsanforderungen erfüllt. Weitere Auskunft geben die DIN-Normen, welche beispielsweise über die Festigkeit und Dauerhaftigkeit eines Materials Auskunft geben. ISO-Zertifizierungen weisen darüber hinaus auf standardisierte Qualitäts- und Produktionsprozesse hin.
– Herkunft und nachhaltige Zertifikate
Ein FSC- oder PEFC-Zertifikat ist ein Zeichen für kontrollierte, nachhaltige Forstwirtschaft. Allgemein bedeutet eine transparente Herkunft in Bezug auf die Region und den Produktions- und Lieferweg in der Regel eine bessere bzw. höhere Qualität.
– Technische Eigenschaften
Je nach Baustoff können Qualitätsunterschiede erkannt oder gemessen werden. Die Baustoffe sollten folgende technische Eigenschaften aufweisen:
– Beton: hohe Druckfestigkeit, geringe Porosität, gleichmäßige Mischung
– Holz: gleichmäßige Maserung, wenig Äste oder Risse, niedrige Restfeuchte
– Metall: hohe Reinheit, gleichmäßige Legierung, keine Einschlussfehler
– Dämmstoffe: definierte Wärmeleitfähigkeit, Formstabilität, geringe Setzung
– Verarbeitung
Qualitativ hochwertige Baustoffe wirken optisch gut verarbeitet, weisen glatte, saubere Schnittkanten und keine Fehler oder Verformungen auf. Bei minderwertigen Baustoffen hingegen sind Risse, Ausblühungen, Verzug oder unsaubere Kanten oft deutlich sichtbar. Laien sind allerdings häufig nicht in der Lage, die Qualität eines Baustoffes zweifelsfrei einzuordnen. Daher empfiehlt es sich, Bauteile und Baustoffe stets nur von vertrauenswürdigen Händlern zu beziehen, die einen auch detailliert über Eigenschaften, Verarbeitung und Co. informieren können.
Fazit
Ob neue Plaisaden im Vorgarten, der Anbau einer Außentreppe oder der Ausbau des Dachbodens – um welches konkrete Renovierungsprojekt es sich auch handelt, eine sorgfältige Planung und die Verwendung hochwertiger Bauelemente sind entscheidend für ein rundum überzeugendes und vor allem sicheres Endergebnis. Wer sich die Ausführung selbst zutraut, sollte sich nicht überschätzen, denn wer im Nachhinein einen Fachbetrieb beauftragt, um schlechte Arbeiten zu korrigieren bzw. neu zu machen, zahlt in jedem Fall bedeutend mehr.
Wer bei Renovierungsarbeiten sparen möchte, kann dies durchaus durch Eigenleistungen tun, an den Baustoffen selbst hingegen, sollte keinesfalls am falschen Ende gespart werden. Minderwertige Baustoffe weisen oft schon nach kurzer Zeit Verschleißspuren oder Schäden auf, die nicht nur die Optik beeinflussen, sondern auch ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko darstellen können. Hochwertige Baumaterialien namhafter Hersteller sparen also langfristig Kosten und gewährleisten Sicherheit.
