Unsichere Zeiten für die bayerische Elektroindustrie

Maximilianeum - Bayerischer Landtag, Foto: Stefan Groß

„Das Jahr 2018 ist für die Elektroindustrie in Bayern gut, aber nicht so gut wie erwartet, zu Ende gegangen“, so Stephanie Spinner-König, Vorsitzende der ZVEI-Landesstelle Bayern und Mitglied des ZVEI-Vorstands. Das Gesamtjahr schloss mit einem Umsatz von 67,7 Milliarden Euro (2017: 67,0 Milliarden Euro) bei 222.191 Beschäftigten (2017: 214.519 Beschäftigte). Allerdings sank der Umsatz im 2. Halbjahr um drei Prozent. Auch für 2019 sei eine schwächere Konjunktur zu erwarten.

Die Gründe für das Abflauen seien eine schwächere Weltwirtschaft, von der Deutschland besonders abhängig sei, sowie die Entwicklung in China, wo sich das Wachstum verlangsame. Aber auch die zunehmenden Handelsbeschränkungen beeinträchtigten die Investitionen und das Wachstum. Zusätzlich würden die hohen politischen Unsicherheiten und der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU die Skepsis verstärken.

In einem aktuellen Stimmungsbild der bayerischen Landesstelle wird die wirtschaftliche Lage als schwierig und in seiner Entwicklung als wenig abschätzbar beurteilt. „Gravierend ist zudem der Fachkräftemangel“, betont Spinner-König. „Aus diesem Grund engagiert sich der ZVEI mit seiner Nachwuchsinitiative ,my eFuture‘, mit der er auf verschiedenen Messen und dem ZVEI-Jahreskongress junge Menschen für technische Beruf begeistert.“

Eine besondere Herausforderung für den Standort Bayern ist der Strukturwandel in der Industrie. Spinner-König: „Wir müssen alles daransetzen, dass wir als Elektroindustrie in Bayern den Wandel – insbesondere die Elektromobilität und das Autonome Fahren – entschlossen mitgestalten.“ Auch bei der Digitalisierung sei ein enormer Kraftakt zu bewältigen. Dazu gehöre, in neue Produktionsmethoden sowie in Prozesse und Geschäftsmodelle zu investieren.

Gleichzeitig müsse die Art und Weise, wie Arbeit organisiert werde, grundlegend verändert werden.

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