Wäre das Gesundheitsministerium ein Krankenhaus – Lauterbach hätte es schon dicht gemacht

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Lockdowns, Schulschließungen, Ausgangssperren – begründet wurde das alles damit, dass nur so eine Überlastung des Gesundheitswesens verhindert werden kann. Gesundheitsminister Lauterbach warnte täglich. Dabei war unser Gesundheitssystem schon vor Corona überlastet und dieser Zustand hat sich unter Lauterbach weiter verschlimmert.

Um 4.000 hat sich die Zahl der Intensivbetten in den letzten zwei Jahren reduziert – fast jedes sechste wurde abgebaut. Aktuell finden Eltern für ihr krankes Kind kaum einen Platz im Krankenhaus. „Kinder sterben, weil wir sie nicht mehr versorgen können“, so ein leitender Oberarzt in der Kinderintensivmedizin. Seit 1990 wurde rund ein Drittel aller Betten in Kinderkrankenhäusern abgebaut.

Der aktuelle Notstand hätte also nicht nur verhindert werden können, er wurde politisch herbeigeführt. Noch im letzten Jahr fielen 288 Betten in Kinderkliniken dem neoliberalen Kürzungswahn zum Opfer. Zwar verspricht unser Gesundheitsminister nun eine Krankenhaus-„Revolution“.

Doch statt das System der Fallpauschalen, an dessen Einführung Lauterbach maßgeblich beteiligt war, endlich abzuschaffen, werden diese nur noch komplizierter gemacht. Die Ampel setzt weiter auf ökonomischen Druck im Krankenhaus.

Ich finde: Der Personalnotstand muss durch höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen endlich beendet und unser Gesundheitswesen am Wohl des Patienten und nicht am Profit ausgerichtet werden!

Quelle: Facebook

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Sahra Wagenknecht, geboren in Jena, ist eine deutsche Volkswirtin, Publizistin und Politikerin (PDS, Die Linke).