Das Un-vernünftige des Willens als Prinzip der Philosophie setzend, gelangen sowohl Schelling wie auch Nietzsche – wenn auch auf verschiedenen Wegen – zu einem gemeinen Scheitern. Dieses zeigt sich einerseits, bei Schelling, nach den Untersuchungen über das Wesen des menschlichen Freiheit (wo das Thema des Willens die ursprüngliche Freiheit und ihre wesentliche Unsystematischkeit erleuchtet), als die Unmöglichkeit ein vollständiges System des Wissens zu definieren; bei Nietzsche, anderseits, als die unüberwindliche Schwierigkeit sein systematisches Werk, den Willen zur Macht (d.h. das Projekt der ‚Übermachtigung’ des idealistischen Willens, die als die absolute Freiheit des Ursprungs endlich gelesen werden soll) zu fassen.
Wille und Freiheit beiSchelling und Nietzsche
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