Sein „Grundzug ist Gutmütigkeit, ein gewisses Phlegma, beides aber nur solange, als sich nichts ereignet oder … begegnet, was … schlummernde Leidenschaften auslöst. Es liegt hierin ein scheinbarer Widerspruch, man kann es aber nicht anders bezeichnen, als daß Phlegma und Leidenschaft unvermittelt nebeneinander ruhen.“ In dem Ausbruch seiner Leidenschaft liegt „eine ungeheure Beharrlichkeit“. Sein Wille zeigt die gleiche Beschaffenheit. „Man hat oft dies Unvermittelte für Jähzorn gehalten, ich möchte es mehr als eine äußerst heftige Willensbetätigung bezeichnen, wozu sich ein unentwegtes Festhalten an einem einmal gefaßten Entschluß gesellt.“
Kerstin Decker: Richard Wagner
Finanzen
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