Josef E. Köpplinger, Staatsintendant des Münchner Gärtnerplatztheaters, liebt den Münchner Dichter Christian Morgenstern, dessen Lieder er mal, lang ist`s her, vertonte. Seine für die nächste Spielzeit ausgesuchten Stücke stellte er, wie er im 140 Seiten starken, beispielhaft präsentierten Spielzeit-Buch `26/27 und bei der Bekanntgabe vor der Presse verriet, unter das Morgenstern-Zitat „Es gibt in Wahrheit kein letztes Verständnis ohne Liebe“. Dieser Weisheit und seinem optimistischen Blick auf die Welt lässt sich alles, was Köpplinger an Neuproduktionen aufbietet, zuordnen: die Opern (Rossini: „Die Reise nach Reims“, Gounod: „Romeo und Julia“; Delibes: „Lakmé“, Strauss: „Ariadne auf Naxos“), die einzige Operette: Zierers „Landstreicher“, die beiden Musicals: Zaufke/Masons „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ nach Judith Kerrs Kinderroman und Grahams „Finding Neverland“ sowie die Ballette „Far West“ und das von Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner geschriebene Tanzstück „Buenos Aires 1940“. Dieses und die Gounod-Oper studiert Chefdirigent Rubén Dubrovsky ein, dem die von ihm eingeführten beiden Spielzeit-Orchesterkonzerte (das eine zu R. Strauss, das andere zu Béla Bartók) sehr am Herzen liegen.
Das besondere Highlight (seltsamerweise im Inhaltsverzeichnis unerwähnt): der (erste) Münchner Opernball. Termin: Pfingstsamstag, 15. Mai 2027 – eine „Liebeserklärung an das Leben und die Kunst“ unter dem Motto „Vive la Belle Époque“. Vorausgeht am Freitag (nicht, wie ausgedruckt, am 15. sondern am 14. Mai) eine öffentliche Generalprobe des Gala-Programms. Es folgen am Pfingstsonntag 16 Uhr „Peter und der Wolf“ und 19.30 Uhr ein „Hangover-Konzert“ sowie am Pfingstmontag um 19.30 Uhr eine Hommage an den von Köpplinger sehr geschätzten Schauspieler Ottfried Fischer. Save the Dates!
Unter den am Repertoire verbleibenden 19 Stücken ragen mit 12 bzw. 9 Aufführungen die Erfolgs-Musicals „Les Miserables“ und „La Cage aux Folles“ heraus. – Auch für den 2. Ausbildungsgang des vor drei Jahren eingeführten Opernstudios mit dem Schwerpunkt Spieloper und Operette übernahm SKH Herzog Franz von Bayern die Schirmherrschaft. Vier junge Gesangtalentierte geben eine Kostprobe ihres Könnens am 8., 11., 14. und 16. Juli auf der Studiobühne mit einer Aufführung des Oper-Einakters „Trouble in Tahiti“ von Leonard Bernstein. – Am 6. Februar um 15 Uhr können Thomas Hampson-Fans ihr Idol in einer „Meisterklasse“ erleben.
