Energieeffizienzgesetz: Mittelstand warnt vor Wachstumsbremse durch Energie-Deckel

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Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) begrüßt, dass das Bundeskabinett heute beschlossen hat, das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) auf ein Mindestmaß zurückzuführen. Gleichzeitig kritisiert der Verband, dass mit der Deckelung des Energieverbrauchs eine zentrale Belastung für kleine und mittlere Unternehmen bestehen bleibt.

Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, führt aus:

„Die Novellierung des EnEfG ist grundsätzlich positiv zu bewerten, da sie Fehler der Vorgängerregierung korrigiert. Die Ampel-Koalition hatte die Vorgaben der EU-Richtlinie übererfüllt und somit Unternehmen unverhältnismäßige Auflagen erteilt. Schwarz-Rot entschärft nun einige dieser bürokratischen Belastungen.

Zu denen zählt allen voran der verpflichtende, regelmäßige Energieaudit für alle größeren Unternehmen – ganz egal, ob diese zu energieintensiven Branchen zählten oder nicht. Der Energieaudit wird nun an den tatsächlichen Energieverbrauch der Unternehmen gekoppelt, was für Entlastung für die Breite des Mittelstandes sorgt. Damit reagiert die Bundesregierung auf eine DMB-Forderung zum Bürokratieabbau.

Wir kritisieren allerdings, dass die Deckelung des Energieverbrauchs, und damit eine zentrale Belastung, bestehen bleibt. Gleichzeitig erkennen wir an, dass Union und SPD hier aufgrund der EU-Energieeffizienzrichtlinie nur wenig Spielraum für eine Neugestaltung hatten.

Ich appelliere deshalb an die Bundesregierung, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass in diesem Bereich schnellstmöglich nachjustiert wird. Schließlich können die Erneuerbaren Energien den Energieverbrauch künftig prinzipiell klima- und umweltfreundlich gestalten. Ein ersichtlicher Grund für eine Begrenzung des Energieverbrauchs existiert nicht.

Eine solche Deckelung ist unsinnig, da sie das wirtschaftliche Wachstum einschränkt und damit auch die Gefahr droht, die nachhaltige Transformation abzuwürgen. Auch die zunehmende Anwendung von Künstlicher Intelligenz dürfte selbst bei steigender Energieeffizienz künftig insgesamt einen höheren Energiebedarf erzeugen.

Somit ist die Novellierung des EnEfG ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch kein Befreiungsschlag für den deutschen Mittelstand.“

Über den DMB

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch „Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!“ vertritt der DMB die Interessen seiner rund 34.000 Mitgliedsunternehmen mit über 800.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.

 

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