USA raus aus der WHO – Deutschland zahlt weiter Millionen

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Die USA haben ihren Austritt aus der WHO vollzogen, Deutschland bleibt dagegen einer der wichtigsten Geldgeber. Mehr als 300 Millionen US-Dollar flossen für 2024/25. Damit stellt sich die Frage nach Kontrolle, Transparenz und dem konkreten Nutzen der deutschen Beiträge.

Die USA haben ihren WHO-Austritt eingeleitet und nach Angaben ihrer Regierung im Januar 2026 vollzogen. Deutschland bleibt dagegen einer der wichtigsten Geldgeber: Für 2024/25 wurden bereits rund 323 Millionen US-Dollar aus Pflicht- und freiwilligen Beiträgen genannt. Zusätzlich hat das Bundesgesundheitsministerium weitere finanzielle Zusagen gemacht.

Nach dem US-Austritt tragen vor allem die Mitgliedstaaten und große freiwillige Geber die WHO. Zu den wichtigen Geldgebern zählen Deutschland, die EU-Kommission, Großbritannien, China, Japan, Kanada, die Weltbank, Gavi und die Gates Foundation. Das soll kein Argument gegen internationale Gesundheitskooperation sein, aber es ist ein Argument für Transparenz, strikte Erfolgskontrolle und eine Begrenzung zweckgebundener Einflussnahme.

Deutschland hat in der Weltgesundheitsversammlung eine Stimme, wie jedes andere WHO-Mitglied, während die EU selbst kein Stimmrecht hat. Über deutsches Gesundheitsrecht entscheidet aber weiterhin der deutsche Gesetzgeber, nicht die WHO, obwohl der große politische Einfluss nicht geleugnet werden kann.

Es stellt sich nicht direkt die Frage „WHO – ja oder nein?“, sondern zu Recht die Frage: Welchen messbaren Nutzen erzielen deutsche Beiträge für Pandemievorsorge, Seuchenbekämpfung und den Schutz unserer Bevölkerung? Wer über 300 Millionen US-Dollar pro Zweijahreszeitraum zahlt, muss Rechenschaft, unabhängige Evaluierung und eine klare deutsche Interessenvertretung verlangen.

Über Sylvia Pantel 48 Artikel
Sylvia Maria Pantel (1. Januar 1961 in Düsseldorf) ist eine deutsche Politikerin, die der Werteunion angehört und zuvor Mitglied der CDU war. Von 2013 bis 2021 vertrat sie die CDU im Deutschen Bundestag während der 18. und 19. Legislaturperiode. Bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 gewann Pantel den Wahlkreis Düsseldorf II und zog jeweils direkt ins Parlament ein. 2021 verfehlte sie jedoch sowohl das Direktmandat als auch den Wiedereinzug über die Landesliste der CDU Nordrhein-Westfalen, auf der sie Platz 40 innehatte. In der 19. Legislaturperiode war sie ordentliches Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus arbeitete sie als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, im Ausschuss für Inneres und Heimat sowie im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Pantel engagierte sich viele Jahre als Kreisvorsitzende der Frauen-Union Düsseldorf und führte zudem den CDU-Ortsverband Düsseldorf-Rath. Sie gehörte dem Kreisvorstand des CDU-Kreisverbandes Düsseldorf an und war von 2013 bis 2021 Mitglied im Bundesvorstand der Frauen-Union. Außerdem ist sie Mitglied der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, dem Arbeitnehmerflügel der CDU. In einem Interview mit der Rheinischen Post bekundete sie ihr Interesse an einer weiteren Bundestagskandidatur. Am 28. März 2024 erklärte Pantel ihren Austritt aus der CDU und trat anschließend der Werteunion bei. Zuvor hatte sie alle Parteiämter niedergelegt und einen Wechsel zur Werteunion unter der Führung von Hans-Georg Maaßen nicht ausgeschlossen. Heute ist Pantel Landesvorsitzende der Werteunion Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Bundesvorsitzende. Für die Bundestagswahl 2025 kandidierte sie als Direktkandidatin im Düsseldorfer Süden.