Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt geht der politische Stresstest weiter. Am 20. September stimmen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ab. Der Autor rechnet mit den etablierten Parteien ab, warnt vor weiterem Zulauf für AfD und Linke und fordert die CDU auf, ihre politische Strategie grundlegend zu überdenken.
Jetzt kommt es noch dicker. Berlin und MeckPomm wählen am 20.09.2026
Die jüngste Sachsen-Anhalt-Wahl ist Geschichte. Die „Wahlsieger“ (Zitat Sven Schulze) jubeln, die Transformatoren lecken ihre Wunden und machen weiter wie bisher. Die (Transformations-)Politik ist richtig, die Deppen da draußen wissen es nur nicht. Weil, es wurde ihnen nicht gut erklärt!
Auf die Idee zu kommen, dass die Deppen genau diese Zerstörungspolitik vollumfänglich und in ihrer Nachhaltigkeit ausgezeichnet verstehen, darauf kommen die Regierigen nicht. Weil, steht nicht im Spiegel, steht nicht im Stern, steht nicht in der FAZ und ARD/ZDF brechen ihr Gelübde nicht, darüber nicht aufzuklären.
Nix gelernt aus der selbstproduzierten Hölle. Wäre ich nicht leidender Zeitgenosse und stattdessen Marsmensch, ich käme aus schadenfrohen Lachen nicht mehr in den Schlaf.
Als Marsmensch würde ich sagen: „Die Pappnasen da unten auf dieser komischen Erde stülpen ihre leidlich funktionierenden Gesellschaften um, ziehen den Leuten und ihrer Wirtschaft samt ihrer Verteidigungsfähigkeit den Stecker – just in dem Augenblick, in dem ein Verbrecher mit seiner Armee an den Grenzen ihrer Staaten Krieg und Massenmord zurückbringt – und wundern sich, dass sie nicht gewählt werden! Schlimmer noch, sie werden von vielen Wählern sogar mehr gehasst als diese aus Gründen der historischen Demenz und des Stockholmsyndroms Furcht vor dem Verbrecher haben. Ich lach mich schlapp.“
Leider bin ich kein Marsmensch und muss die Apokalypse ertragen.
Die AfD ist das Ergebnis überheblicher, durchgeknallter Gesellschafts- und Wirtschaftsumbaupolitik. Die als solche nie auf Wahlzetteln stand, außer auf denen der grünen Sekte.
Ohne Transformation kein Trump, ohne Transformation keine AfD. Deshalb weg mit der Transformation! Damit der Boden für die Trumps und AfDs dieser Welt wieder unfruchtbar wird.
Noch wollen die Transformatoren aber den Boden mit ihrem Quark weiter düngen. Wer Merz, Schulze und all die anderen Unseredemokraten hört, kann nur noch den Kopf schütteln. Ich jedenfalls verstehe es nicht.
Das demokratische System ist nicht mit Durchhalteparolen und mit regierungsnahen Subunternehmen – NGOs genannt – zu sichern.
Reale Politik für die Bevölkerung ist das Maß der Bevölkerung. Gesellschaftsarchitekten wurden 1989 schon mal in die Wüste geschickt.
Werfe ich den Putinfreunden vor, nichts aus der sowjetrussischen Unterdrückung östlich des „Eisernen Vorhangs“ gelernt zu haben, so werfe ich den Transformatoren vor, nichts aus dem Scheitern kommunistischer Gesellschaftsarchitekten gelernt zu haben. Nicht einmal einen Plan B haben sie in der grünen Schublade.
Genug der wenig ersprießlichen Vorrede. Was steht an, was ist möglich?
Sachsen-Anhalt
Das Land muss regiert werden. Wer sich dem entzieht, entlarvt sich.
Ulrich Siegmund ist deutlicher Wahlsieger, siehe Sven Schulze, mit Regierungsbildungsauftrag.
Wer mir bis hier her noch halbwegs folgen kann, mag sich nun die Frage stellen, mit wem sollte der AfD-Mann auf Partnersuche halbwegs erfolgreich ins Gespräch kommen?
Mit den antiisraelischen antiwestlichen antiukrainischen Kommunisten des BSW? Das wäre faktisch die Wiederauferstehung der SED als Partei neuen Typus. Ich höre schon die bis 1989 vertrautverhaßten Klänge.
Oder wäre es nicht besser geboten, die CDU würde als kleiner Koalitionspartner mit der AfD kooperieren? Eine Hemmschwelle sehe ich dabei nach der Hemmschwellenvernichtung Richtung Linksaußen durch die SPD seit den 90er Jahren nicht. Was die SPD konnte, kann die CDU erst recht. Gleiches Unrecht für alle sozusagen.
Koalitionsvereinbarungen sind ihrer Natur nach Verträge des gegenseitigen Gebens und Nehmens. Die CDU könnte ihre Position zum demokratischen Rechtsstaat, zur Wirtschaftsordnung, zur Abgrenzung zwischen Bund und Land hinsichtlich der Außenpolitik, zum Bestand im Gefüge von Bundesrepublik, Europäische Union, NATO usw. einbringen.
Berlin und MeckPomm
Wer an diesem Punkt die Hände überm heißen Kopf zusammenschlägt, sollte sich den 20. September 2026 am Abend vorstellen. In Mecklenburg-Vorpommern kandidieren vier Parteien von Putin-Nähe bis Putin-Zäpfchen um die Gunst des nicht-CDU-Wahlvolkes.
Die SPD steckt über das Gazpromuniversum tief im Russlandsumpf. AfD, Linke, BSW sind Putinzäpfchen. Egal, wie es am 20.09. in MeckPomm ausgeht, Putin rückt auch dort näher.
In Berlin besitzt die antiisraelische antikapitalistische antiukrainische Linke erhebliche Chancen, das SED-Erbe regierungsverantwortlich anzutreten. Dieses Mal nicht nur im SED- Ostberlin, sondern im Bundesland Berlin.
CDU Sachsen-Anhalt
An diesem Punkt steht die CDU Sachsen-Anhalts erst recht in der Pflicht, wenigstens in einem Bundesland die frühere CDU als lebend zu beweisen, um den möglichen Supergau Sachsen-Anhalt/MeckPomm/Berlin ein Stück zu begrenzen. Dem Bundesrat stehen interessante Zeiten bevor.
Die Rechnung für diese apokalyptische Situation geht an Frau Merkel und alle Zeitgenossen, die diese Frau unterstützen und vielleicht noch heute wunderbar finden.
Interessantes Fundstück bei Andreas Bänsch:
„Wenn bei der Wahl in Berlin sich die Wähler dafür entscheiden, mehrheitlich die Partei der Mauermörder, die SED aka Die Linke zu wählen, hat man das zu akzeptieren. Genau so wie den Wählerwillen bei anderen Wahlen. Auch wenn einem das nicht gefällt. Aber nur so funktioniert Demokratie. Man kann es kritisieren, die gewählte Partei inhaltlich mit Sachargumenten „bekämpfen“. Aber wenn man vorher eine dem Wähler genehme Politik betrieben hätte, wäre es gar nicht zu solchen Wahlentscheidungen gekommen. Die SED gehört ja aber heute zu „UnsereDemokratie“. Da kann ein Regierender Bürgermeister auch aus der Partei der Mauermörder stammen. Sowas ist ja auch als Ministerpräsident genehm. Wenn es die Mehrheit der Wähler so will, so sei es halt.“
Quelle: Weissgerber – Freiheit
