Atommüll statt Windräder – bevorzugt in Grenzgebieten

Belgiens Energieministerin Marghem wirft Dieschbourg eine Kampagne der Desinformation vor

Bild von Peter Dargatz auf Pixabay

Die belgische Regierung lässt Standorte für ein belgisches Atommüll-Endlager prüfen. Bevorzugt werden Grenzgebiete zu Deutschland und zu Luxemburg. Die Kommunen in der deutschen Region sind verängstigt, empört und wehren sich. Ungefragt verkündet Aachen ein klares „Nein“.

Der Sprecher des deutschen Bundesumweltministeriums teilt mit, dass man grundsätzlich mit Belgien im Austausch steht, die Endlagersuche aber bislang nicht thematisiert hat. Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass Belgien sich dem Thema der Entsorgung seiner hochradioaktiven Abfälle stellt. Die nordrhein-westfälische Landesregierung ist bisher nicht informiert worden, gibt ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums zu.

Die Pläne der belgischen Regierung gibt die Luxemburger Regierung bekannt. Es ist befremdlich, dass die Nachbarländer nicht gewarnt worden sind, kritisieren deutsche Grüne. Luxemburgs Umweltministerin Dieschbourg (Grüne) ruft die Bürger Luxemburgs dazu auf, sich gegen ein Endlager an der luxemburgischen Grenze zur Wehr zu setzen. Luxemburgs Umweltministerin bevorzugt ein Endlager an der deutschen Grenze, möglichst weit von Luxemburg entfernt.

Belgiens Energieministerin Marghem wirft Dieschbourg eine Kampagne der Desinformation vor.

Bis zum 13. Juni 2020 können sowohl Kommunen, als auch einzelne Bürger Einwände gegen die Endlagersuche in Belgien einreichen. Geplant ist eine Endlagerung in tiefen geologischen Formationen.Bekannterweise leidet die Mehrheit der Deutschen an extremen Angststörungen, was die natürliche Radioaktivität betrifft, wozu auch Atommüll-Endlager gehören. Die „deutsche Angst“ rührt von einem Tsunami, der vor Jahren in Japan eine Umweltkatastrophe ausgelöst hat, die das Land ausgezeichnet in den Griff bekommen hat. Nach deutschem Glauben sind natürliche Katastrophen unbehandelbar, die nur im geringsten mit zerfallenen Atomen zu tun haben, weshalb natürliche Katastrophen vermieden werden müssen. Wenn oder da man Katastrophen nicht ausschließen kann, baut man eben keine Atomreaktoren oder Endlager. Dieser pseudo- religiöse Glaube beherrscht die deutschen Köpfe, weil die mächtigste Deutsche Physik studiert hat, etwas, was ein/e anständige/r Deutsche/r niemals tun würde. Der anständige Deutsche wird Jurist oder Politiker.

Seit der politisch-ideologischen Abschaltung der Atomkraftwerke weist Deutschland die höchsten Strompreise in Europa (weltweit?) auf. Der fehlende Strom wird im Ausland eingekauft (Atomstrom, Erdöl, Erdgas) oder politisch korrekt grün ersetzt durch Windräder, die schon vor Jahrhunderten Sancho Panza nicht hat besiegen können. Da Deutschland bezüglich seiner Einwohnerzahl ein relativ kleines Land ist, werden überall Windmühlen aufgestellt, vorzugsweise auf dem Land, die weit in die Dörfer hinein reichen. Viele Dorfbewohner wehren sich dagegen, andere akzeptieren die Bestechungsgelder.

Atommüll-Endlager sind statistisch sicherer als Windräder. Solange riesige Windräder die Landschaft verschandeln, den Strompreis in ungeahnte Höhen treiben und massenweise schutzlose naturgeschützte Vögel schreddern, besteht keine moralische Notwendigkeit, Atommüll-Endlager an der deutschen Grenze zu bekämpfen.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.