Bertelsmann-Studie zeigt Defizite bei Kita-Betreuung Rosin: Erstklassige Betreuung unserer Jüngsten muss Vorrang vor Beitragsfreiheit haben

Kinderspielplatz, Foto: Stefan Groß

Die heutige Bertelsmann-Studie hält Rot-Rot-Grün den Spiegel vor: Die derzeitige Landesregierung setzt die falschen Prioritäten in unseren Kindergärten und Kinderkrippen.“ Mit diesen Worten hat CDU-Bildungspolitikerin Marion Rosin die heute vorgestellten Ergebnisse des Ländermonitorings „Frühkindliche Bildung“ der Bertelsmann-Stiftung kommentiert. Demnach wurden 2012 unter der CDU-geführten Landesregierung noch 11,4 Kindergartenkinder von einer Fachkraft betreut, fünf Jahre später sind es im Schnitt 11,6. „Die Qualität der Betreuung unserer Kinder ist der Schlüssel für echte Chancengleichheit und wirkungsvolle Förderung für jedes Kind ist nur so möglich. Die Linkskoalition beschäftigt sich jedoch lieber öffentlichkeitswirksam mit dem Thema Beitragsfreiheit. Nicht nur, dass die handwerklichen Fehler des rot-rot-grünen Gesetzes zu Kostensteigerungen für viele Eltern geführt haben – die Mittel wären sehr viel besser für die konsequente Verbesserung des Betreuungsschlüssels eingesetzt“, erklärte Rosin.

„Wer glaubt, ein kostenloser Kindergartenbesuch sorgt für Chancengleichheit, der irrt. Die Abschaffung der Gebühren treibt zwar die staatlichen Bildungsausgaben pro Kopf in die Höhe. Doch mit einer besseren Förderung der Kinder hat das nichts zu tun“, sagte die CDU-Abgeordnete. Laut Rosin zeigt die Studie einmal mehr die Unterschiede zwischen Ost und West. Thüringen hat, wie die anderen jungen Länder auch, eine sehr gute Bildungsbeteiligung und weitreichende Betreuungszeiten, ist jedoch beim Personalschlüssel im Ländervergleich nicht in der Spitzengruppe. „Diese Tatsache scheint die Regierung Ramelow zu ignorieren. Rot-Rot-Grün geht den teuren, aber leichten Weg der Beitragsfreiheit, investiert jedoch gleichzeitig viel zu wenig Kraft in das deutlich aufwendigere Thema Personalgewinnung“, kritisierte Rosin. Ziel müsse es sein, die jungen Menschen in Thüringen zu halten und ihnen eine Perspektive zu bieten, in der Stadt und besonders auch auf dem Land, so die CDU-Politikerin abschließend.

 

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