Christlicher Logos gegen postmoderne Ideologie

Protestantischer Widerspruch zur babylonischen Sprachverwirrung

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Noch ist zu hoffen, dass die in Universitäten, Talkshows,Tagesschau, Kirchen und Parlamenten betriebene Sprachverwirrung mit Totalitätsanspruch am common sense, an der Unbelehrbarkeit der braven Bürger (sc. -innen) scheitert. Während der Nonsens mit vollem Elan weiter geht, regt sich dagegen immerhin auch in protestantischen Kreisen intellektueller Widerspruch. Herbert Ammon empfiehlt dazu seine Besprechung des von Thomas Seidel und Sebastian Kleinschmidt herausgegebenem Essaybandes „Im Anfang war das Wort“ (EVA Leipzig, 2022):https://globkult.de/gesellschaft/besprechungen-gesellschaft/2237-thomas-seidel-sebastian-kleinschmidt-hgg-im-anfang-war-das-wort.

Die babylonische Sprachverwirrung, propagiert unter der Parole „Gendergerechtigkeit“, wird unvermindert in allen gesellschaftlichen Bereichen vorangetrieben, ungeachtet aller Proteste von Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern, von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, von Bürgerinnen und Bürgern, die den allenthalben proklamierten Anspruch auf Mündigkeit, sprich: Emanzipation, einlösen. (In Parenthese: Die oft verschmockt – „Verbraucherinnen und Verbraucher“, „Autofahrerinnen und Autofahrer“ etc. – klingende Geschlechterparität ist im Hinblick auf das Thema aussagekräftig.)

Was den Zeitgeist durchdringende politisch-ideologische Tendenzen betrifft, zeichnet sich der deutsche Protestantismus in Gestalt der EKD seit je durch Anpassungsbereitschaft, mehr noch durch besonderen Eifer aus. Man will nicht nur dazugehören, man will – als Instanz mit Sendungsbewusstsein – vorneweg sein („Zeichen setzen“). Dass die protestantische Botschaft – derzeit nicht so sehr für den Frieden als für mehr deutsche Waffen gegen Putin – dem schwindenden Kirchenvolk auf die Nerven gehen könnte, kommt den Protagonistinnen des vermeintlich Guten nicht in den Sinn. Diesbezüglich unterscheiden sich die ihrem Selbstverständnis nach Progressiven nicht von den von ihnen sonst mit überlegener Distanz betrachteten pietistisch Konservativen und/oder „Evangelikalen“.

Was die Frohe Botschaft betrifft, vernimmt der Kirchensteuerzahler aus meist weiblichem Munde Begriffe wie „Heilige Geistigkeit“ oder „Heilige Geistin“. Auch „Mitgliederinnen“ gehört zu derart spirituellem Sprachschatz. Wenn nötig, greift man indes auch auf das Vokabular von rechten „Wutbürgern“ zurück, wie die Pastorin Annette Behnken, die im März 2020 ihre Empörung über den Mangel an Hilfsbereitschaft für an der ütrkisch-griechischen Grenze gestrandete Migranten kundtat: „Mit Verlaub: Ich könnte kotzen.“  In derlei Homilie gewinnt die deutsche Sprache in gedanklicher Einfalt ihre Klarheit zurück.

Noch ist zu hoffen, dass die in Universitäten, Talkshows,Tagesschau, Kirchen und Parlamenten betriebene Sprachverwirrung mit Totalitätsanspruch am common sense, an der Unbelehrbarkeit der braven Bürger (sc. -innen) scheitert. Während der Nonsens mit vollem Elan weiter geht, regt sich dagegen immerhin auch in protestantischen Kreisen intellektueller Widerspruch. Ich empfehle dazu meine Besprechung des von Thomas Seidel und Sebastian Kleinschmidt herausgegebenem Sammelbandes: https://globkult.de/gesellschaft/besprechungen-gesellschaft/2237-thomas-seidel-sebastian-kleinschmidt-hgg-im-anfang-war-das-wort  Jetzt auch auf: https://www.achgut.com/artikel/Die_Verteidigung_der_Wahrheit_des_Wortes

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