Die Gottwerdung des Menschen

Kreuz in Bayern, Foto: Stefan Groß

Glaube unterscheidet sich vom Aberglauben (aus: Afterglaube = Missglaube) nicht vom Inhalt her, sondern von der Menge und Macht der Glaubensanhänger. Denn Glauben (= Religion) basiert auf Unbeweisbarkeit. Wären Religion und Aberglaube beweisbar, dann wären sie Tatsachen, die keines Glaubens oder Aberglaubens bedürfen.

Man kann und darf in der Demokratie an die Wiederauferstehung Jesu, an den Himmelsflug Mohammeds mit Pferd oder an den von Menschen gemachten Klimawandel straffrei glauben. Solange der Gläubige den Ungläubigen nicht mit Gewalt oder Androhung der Folter zwingt, an seinem Glauben teilzunehmen, handelt es sich um eine Meinung (genauer: Missmeinung), über die man diskutieren kann und darf, so man willens ist. In unserer Demokratie herrscht weiterhin Meinungsfreiheit und Missmeinungsfreiheit. Dass unsere Demokratie am Zerbröckeln ist, erkennt man daran, dass derjenige, der die Mehrheitsmeinung (genauer: Mehrheitsmissmeinung) oder den Mehrheitsglauben (genauer: Mehrheitsmissglauben) nicht mitträgt, bereits straflos beleidigt werden darf. In der Meinungsfreiheit marschiert Deutschland stramm Richtung Mittelalter: Luther ist bereits erreicht, die Kreuzzüge werden angesteuert.

Wenden wir uns zum Menschen gemachten Klimawandel. Die Theologie des Menschen gemachten Klimawandels ist gottlos, da der Mensch Gott stürzt und dessen Platz als Weltenherrscher zunächst für Terra einnimmt. Wie in der christlichen Bibel wird der Mensch vergöttlicht. In dieser gottesfreien Theologie ist der Ungläubige ein „Leugner“. Ein Muslim darf nur unter Zwang und mit Hilfe der Taqiyya (Verheimlichung des eigenen Glaubens) vorgeben, an den Menschen gemachten Klimawandel zu glauben, da im Islam alleinig Gott Allah alles festlegt und er auch für das Klima samt Wandel zuständig ist. Ein Menschen gemachter Klimawandel widerspricht dem Islam.

Das Judentum weigert sich bisher, auf den Klimawandel einzugehen, da nur Dummheiten zu erwarten sind. Einzig das Christentum unter den monotheistischen Religionen akzeptiert den Glauben an den Menschen gemachten Klimawandel, in der Hoffnung, ihn im Christentum aufgehen zu lassen. Das ist im Gegensatz zum Judentum und Islam nur deshalb möglich, da das Christentum auf die Vergöttlichung des Menschen basiert. Der christliche Gott-Mensch ist für den von ihm erzeugten Klimawandel zuständig!

Eine logische Wiederlegung des Klimawandelglaubens ist derart einfach, dass es klar wird, warum die Anhänger der neuen Religion sich weigern, Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Philosophie einzusetzen. Das betrifft nicht nur streikende Schüler, die keinen Sinn im Abitur sehen, wenn die Welt untergeht. Für solche Schüler und ihren politischen Helfer sind KZ-Häftlinge, die um ihr Leben arbeiten, Idioten.

Klimawandel hat es von Anbeginn der Zeit gegeben, noch bevor an die Erschaffung des Menschen gedacht worden ist. Doch selbst wenn der heutige (weltweite?) Klimawandel hauptsächlich vom Menschen verursacht sein sollte, so bedeutet es keineswegs, dass der Mensch in der Lage ist, den Klimawandel mit menschlichen Gegenmaßnahmen aufzuhalten, gar rückgängig zu machen. Das einzige, wozu der Mensch imstande ist, ist die Verdrängung des Christentums durch die Klimareligion. Die starke Konkurrenz beruht auf Glaubensähnlichkeit: die Gottwerdung des Menschen (s.o.).

Manche Christen durchschauen das böse Spiel und schweigen, um zu überleben oder um vom Unglauben zu profitieren.

PS:

Bis vor Kurzem kommen bei Wetterumschwüngen Bauern in der Kirche zusammen, um Gott zu bitten, dass die Ernte trotzdem gut ausfällt. Heute klagen die Bauern der Anden in Südamerika deutsche Industrien bei deutschen Gerichten an, da die UNO und andere undurchsichtige Organisationen die Industrie für den Klimawandel mitverantwortlich machen. Die deutschen Richter nehmen freudig die Klage an, auf dass sie die Rolle Gottes spielen.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.