Ein Ende der christlichen Pogrome ist nicht in Sicht

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Religionen unterscheiden sich ausreichend untereinander. Diese Binsenweisheit wird sofort klar, wenn man bedenkt, dass unterschiedliche Religionen oft gegeneinander um den besten Platz an der Sonne kämpfen. So überfluten christliche und muslimische Missionare Afrika und beide Amerika, um die dortigen dunkelhäutigen Ureinwohner zum wahren Glauben zu bekehren, ohne Rücksicht auf die bisherigen Glauben des vorgefundenen Menschenmaterials. Zuweilen werden Eingeborene in kurzer Abständen mehrfach missioniert: Es ist nicht jedem Menschen vergönnt, das ewige Glück sofort beim ersten Mal zu empfangen.

Wenn Anhänger einer vorgefundenen Religion sich aus welchen Gründen auch immer nicht zum Übertritt bewegen lassen, werden sie meist liquidiert. Denn gewöhnlich kann nur eine Religion – die des Stärkeren – wahr sein, was meist von den mitgeführten Waffen abhängt. Somit sind alle anderen (schwachen) Religionen ungenau, falsch oder des Teufels. Es gibt auch Religionen ohne Götter. Hier darf man u. U. gleichzeitig mehreren Religionen beitreten.

Gewöhnlich ist höchstens eine Religion wahr. Somit spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine Religion im Besitz der Wahrheit ist. Die Existenz Gottes lässt sich weder beweisen, noch widerlegen. Unter den gegebenen Umständen und Annahmen spricht mehr dafür, dass es keinen Gott gibt. Somit ist das Universum selbst ewig: Obwohl es sich immer wieder zusammenzieht, um „kurz“ danach zu explodieren. („Kurz“ ist eine höchst ungenaue Zeitdauer, obwohl mit der Dichte der Materie sich die Geschwindigkeit der Zeit bei Lebewesen nicht merklich ändert).

Solange die Religionen keinen Wert auf Missionieren legen, können sie friedlich sein. Denn ohne Mission ist das Interesse an fremden Religionen äußerst begrenzt. Gefährlich sind somit Religionen mit missionarischem Eifer. In Europa sind es der Katholizismus, die unkatholischen Christen und beinahe der komplette Islam. Der Erfolg der Christen lässt zwar nach, sie können jedoch vom Missionieren nicht die Finger lassen. Das Judentum hat die Mission vor etwa 1.800 Jahren aufgegeben, zum einen weil die christlichen oder islamischen Herrscher es den Juden bei Todesandrohung verboten haben, zum anderen wegen schlechter Erfahrungen. Im liberalen gottlosen Deutschland ist ein Übertritt zum Judentum eine seltene und delikate Angelegenheit, die gewöhnlich nichts mit dem Glauben zu tun hat. So wenn der zukünftige jüdische Ehemann von seiner bisherigen christlichen, jedoch zukünftigen jüdischen Frau dies aus welchen Gründen auch immer verlangt, s. Ivanka Trump.

Seit der Antike werden Juden gezwungen, ihren Glauben aufzugeben, zunächst unter den Heiden, dann unter den Christen, später sogar unter den Protestanten. Falls die Juden den Übertritt verweigern, werden sie vertrieben oder verbrannt. Im 20. Jahrhundert unter Hitler reicht nicht einmal mehr ein echter religiöser Übertritt, um nicht vergast und verbrannt zu werden. Hitler ist zwar katholisch, benimmt sich aber wie ein Lutheraner. Ursprünglich ist Luther Katholik.

Nach dieser langen Einleitung können wir konstatieren, dass sich die christlichen Religionen ungöttlich verhalten.

Kommen wir endlich zur Gegenwart:

Im Gegensatz zu Deutschland ist Frankreich ein laizistischer Staat. De facto ist jedoch in Frankreich der islamische Klerikalismus tonangebend, der Deutschland in solchen Ausmaßen noch nicht erreicht hat. Der französische Laizismus hat den dortigen Katholizismus vor langer Zeit besiegt, nicht jedoch den Islam, da das Land demokratischer und fremdenfreundlicher geworden ist. Deutschland droht ein ähnliches Schicksal. Auch in anderen Teilen der EU wird sich der Laizismus nicht durchsetzen.

Trotzdem sollte Deutschland versuchen, die Kirchen vom Staat zu trennen, zumindest um den demokratischen Schein zu wahren. Jede Hetze unter den Religionen, wozu auch der Atheismus gehört, muss angemessen bestraft werden. Während es beim Islam vor allem um Gewalt gegen Juden und zweitrangig gegen Christen geht, handelt es bei den Christen meist um verbale Verleumdung von Juden. Große Teile des Neuen Testaments müssten verboten werden, da sie bis heute zur Vertreibung und Ermordung von Juden aufrufen. Es geht nicht um Kleinigkeiten, ob Jesus gen Himmel gefahren ist, auch nicht, ob er je existiert hat, sondern um seine schriftlich fixierten Verfluchungen der Juden. Der Ursprung des christlichen Antisemitismus liegt bei Paulus, der im Gegensatz zu Jesus real gelebt hat, und bei den Evangelisten, die den Nährboden für den bald 2.000-jährigen Judenhass gelegt haben. Das Ergebnis ist bis heute verfolgbar.

Somit sollte der deutsche Staat die Verbreitung der Evangelien zumindest außerhalb der Kirche verbieten, um neue Pogrome zu verhindern. Ebenso gehören die diversen Judensauen zerstört, die außerhalb von Kirchen von künftigen Judenhassern bewundert werden. Selbstverständlich dürfen Juden keine Christen verfluchen, auch wenn dies sehr selten geschieht und zudem folgenlos bleibt. Den Kampf gegen die antijüdische Hassverbreitung in den Moscheen hat der deutsche Staat bereits verloren, noch bevor er etwas dagegen unternimmt.

Es ist dem Leser klar, dass die o.g. Vorschläge in Deutschland niemals realisiert werden. Die demokratische Verfassung verbietet es, religiös bedingte Gewalt gegen Juden und nun zunehmend auch gegen Christen zu verhindern. Ein Verbot des jetzigen Korans oder eine erzwungene Änderung seiner schlimmsten Sprüche würden zumindest zu einem Bürgerkrieg führen, wen nicht gar etwas Schlimmeres. Ein Modifizierung von Büchern, die den Christen heute noch wichtig (heilig) sind, ist eher vorstellbar. Es ist nachweislich bekannt, dass vernünftige Christen Kruzifixe unter ihren Gewändern verstecken, um Muslime nicht zu erregen. Die Muslime wissen nun, dass Christen fügsam sind und bitten deshalb Allah, dass sie das unrühmliche Ende der Christenheit erleben dürfen. Das sollte die Deutschen jedoch nicht daran hindern, gegen den Judenhass, selbst unter Christen, vorzugehen.

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Nathan Warszawski
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Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.