Deutschland: Sozialstaat für Einwanderer

münzen banknoten geld währung finanzen bargeld, Quelle: stevepb, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig
münzen banknoten geld währung finanzen bargeld, Quelle: stevepb, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Viele Gutmenschen sind davon überzeugt, dass der Sozialstaat die größte Kulturleistung ist, die Deutschland überhaupt, zumindest im Laufe des 20. Jahrhunderts, zustande gebracht hat. Doch diese Kulturleistung ist verletzlich: Der deutsche Sozialstaat wird durch die falsche Zuwanderungspolitik zerstört, denn ein großzügiger Sozialstaat – wie es der deutsche ist – geht mit einer hohen Steuer- und Abgabenbelastung einher. Hohe Sozialleistungen mit gleichzeitigen hohe Abgaben sind für schlecht qualifizierte Zuwanderer attraktiv. Sie nehmen bei geringem Verdienst oder wegen Arbeitslosigkeit manche Sozialleistungen in Anspruch, da sie von ihrem Einkommen nicht leben können. Solche Zuwanderer werden von den einkommensabhängigen, im europäischen Vergleich, hohen deutschen Einkommensteuern und Sozialversicherungsbeiträgen kaum, meist gar nicht berührt.

Ganz anders sieht es bei hochqualifizierter Zuwanderern aus. Sie sollen gut verdienen und nicht arbeitslos werden! Sie werden somit mit hohen Abgaben belastet und profitieren nicht von Sozialleistungen (Wohngeld, Sozialhilfe, Hartz IV). Somit sind beispielsweise für zuwandernde Informatiker die USA attraktiver als Deutschland: In den USA sind die zu zahlenden Abgaben niedrig, in Deutschland die nicht benötigten Sozialleistungen hoch. Der deutsche Sozialstaat betreibt eine Negativselektion! Schlecht qualifizierte Sozialhilfeempfänger werden angezogen, gut qualifizierte Abgabenzahler abgeschreckt. Die jetzige deutsche Migrationspolitik, die mit der Zuwanderungspolitik/Flüchtlingspolitik vermischt wird, verstärkt die negative Selektion. Sie ist ökonomisch katastrophal und legt die Axt an die Wurzeln des gesamten Sozialstaates.

Arme Zuwanderer in die Sozialleistungen werden von deutschen Geringverdienern als Bedrohung angesehen, wenn sie signifikant mehr Kinder als die deutschen Geringverdiener mitbringen oder in die Welt setzen, was häufig der Fall ist. Unabhängig vom Zeitpunkt bis die Zuwanderer in die Sozialleistungen die Mehrheit im Staat bilden werden, herrscht bei der jetzigen Ur-Bevölkerung die Furcht, überrollt zu werden – wenn nicht selber, dann die Kinder oder Enkel. Auch wenn die Angst dem liberalen Bürger irrational erscheinen mag, ist sie dennoch vorhanden und lässt sich mit leeren Worten nicht wegzaubern. Die wenigen Kinder der reichen einheimischen Bevölkerungsschicht trösten sich damit, auswandern zu können. Doch wohin?

Ein gutes Beispiel sind die Visegrád-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Auf Grund ihrer Nähe zum reichen „Westen“ verlassen immer mehr junge und gut ausgebildete Polen, Tschechen, Slowaken und Ungarn ihre Heimat in Richtung Westen: Die Urbevölkerung altert und nimmt zahlenmäßig ab! Als Folge zeigt sich deutlich die starke Ablehnung von Einwanderern, womit die muslimischen Zuwanderer aus Afrika und Asien gemeint sind.

Solange Deutschland genügend Geld (und Waren) an die ärmeren Europäer verteilt, wird die EU weiter existieren. Bei einer wirtschaftlichen Krise wird die EU auseinanderbrechen, wenn nicht gütlich, dann mit Gewalt.

Das könnte interessant sein Powered by AdWol Online Werbung

„Wir bleiben hier!“ „Nein, ihr werdet aus ideologischen Gründen verschwinden!“

Der Hambacher Forst liegt in Nordrhein-Westfalen. Er gehört der RWE (früher: Rheinisch-Westf...

City-Wissenschaftler kommentiert die Eskalation im Nahen Osten und die Cyber-Angriffsgefahr

David Stupples, Professor für Elektronik- und Funktechnik an der Fakultät für Mathematik, Info...

Brennende Vorstädte: DIE WÜTENDEN – Les Misérables

"Allein die aggressive Sprache und boshafte Floskeln verraten den Hass der alles durchtränkt. Wort...

Nathan Warszawski
Über Nathan Warszawski 401 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.