Nicht schon wieder, wie war es damals, … in der DDR? Dann sehen sie Harald Hauswalds Fotografien in sich hinein. Sie zeichnen ein Bild ohne Mitleidsdruck, freuen sich mit den Menschen, zeigen auslaugenden Alltag und die Geste des Sieges darüber. Sarkasmus bleibt den Diktatoren der Macht vorbehalten. Wie sie in ihren verdunkelten Luxuslimousinen an einer Sichtschutzmauer mit der Parole „ES LEBE DER MARXISMUS – LENINISMUS“ vorbei glitten, beschreibt auf unheimlich konzentrierte Art ihr Versagen und macht gleichzeitig den so typischen Rückzug ins Private verständlich. Weg von den Spruchbändern.
Jan Löw, geboren 1965 in Jena, studierte Kunstgeschichte und Medienwissenschaft in Jena und Weimar. Er war langjähriger freier Mitarbeiter des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Löw arbeitet als freier Photograph in Berlin und in Thüringen.
Kommentar hinterlassen
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.