Es gibt nicht Neues unter der grünen Sonne

Sonnenuntergang am Bodensee, Foto: Stefan Groß

Auch wenn der langjährige und weiterhin grüne EU-Parlamentarier sich für diese seine Sätze entschuldigt hat, um seine Wahlchancen zu verbessern (?!), sollten wir diese Aussagen analysieren, da wir in Zeiten kommen werden, in denen keine Zeitzeugen des Holocausts mehr leben. Ganz im Gegensatz zu den täglich mehr werdenden Menschen, die inbrünstig an die menschengemachte Klimaerwärmung (kurz und falsch: „Klimawandel“) glauben.

Der Hauptunterschied zwischen Holocaust und „Klimawandel“:

Der Holocaust hat bereits stattgefunden, die menschengemachte Klimaerwärmung wird irgendwann kommen oder auch nicht. Über das Ausmaß der Erwärmung wird eifrig in verschiedenen Schreckensszenarien spekuliert. Gar manche grüne Klimajünger behaupten, dass wir am Anfang eines lebensgefährlichen Weges stehen. Manche glauben an die Umkehrbarkeit, andere an die Unumkehrbarkeit des „Klimawandels“.

Der Holocaust hingegen ist kein Glaube, sondern eine Tatsache. Die Leugnung des Holocausts ist in Deutschland ein Verbrechen, welches seltenst geahndet wird. Die Leugnung des Holocausts hat somit gewöhnlich keine, schon gar nicht gravierende Konsequenzen. Es ist heute in Deutschland, in der EU und bald auch weltweit weitaus gefährlicher den „Klimawandel“ zu leugnen als den Holocaust. Der Tag ist nicht fern, an dem „Klimawandelleugner“ lebendig verbrannt werden (= Holocaust).

Die einfache Logik besagt, dass ein heute unbekanntes künftiges Ereignis nicht geleugnet werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass das Eintreffen des zukünftigen Ereignisses weder zeitlich, noch dessen Wirkung wissenschaftlich vorhersagbar sind. Göttliche Offenbarungen (Apokalypse) sind kein anerkannter Teil einer Naturwissenschaft, auch wenn eine Mehrheit der Parlamentarier aus eigennützigen Gründen daran glaubt. Deshalb behaupten die Klimajünger, dass die für die Menschheit gefährlichen klimatischen Veränderung zu 100% eintreffen werden und zwar viele Jahrzehnte nach dem Tod des letzten heute lebenden Menschen. Diese Behauptung lässt sich somit weder beweisen (verifizieren), noch widerlegen (falsifizieren), sie ist somit sinnlos. Eine solche Behauptung geht höchstens als Wette oder als Ulk durch, die über den Tod hinaus gilt. Eine noch nicht eingelöste oder nicht einlösbare Wette wird heute noch nicht als Beweis anerkannt. In der nahen Zukunft wird sich diese Einstellung auf gesellschaftlichem Druck hin wohl ändern.

Wenn jemand die Existenz Gottes leugnet, so bedeutet dies lediglich, dass er nicht an Gott glaubt. Das Leugnen hat an sich keinerlei Auswirkung auf die Existenz Gottes. Ein kollektives Leugnen mag jedoch dazu führen, dass der Glaube an Gott abnimmt, gar erlischt. Die Existenz Gottes wird jedoch nicht davon berührt. Der Gottesleugner wird niemals erfahren, ob er richtig liegt oder falsch, es sei denn, dass sich Gott ihm offenbart.

Die Offenbarung Gottes entspricht der menschengemachten Klimaerwärmung. Es reicht keinesfalls aus, dass eine kranke Person, meist eine Frau oder ein Kind, behauptet, dass sich Gott oder die menschengemachte Klimaerwärmung ihr*m offenbart hat. Auch die Behauptung eines senilen Mannes nützt nichts, selbst wenn er ein grüner Schmarotzer ist.

Um gewinnbringend die Offenbarung der menschengemachten Klimaerwärmung zu verbreiten, soll man sich am islamischen Vorgehen orientieren. Wer die Offenbarung ablehnt, wird vertrieben, ermordet oder muss eine Kopfsteuer (Dschizya) als Dhimmi (nicht muslimischer Schutzbefohlener) bezahlen. Nun wird es verständlich, warum ein grüner Politiker das Leugnen des „Klimawandels“ mit dem Leugnen einer gesicherten Tatsache (Holocaust) vergleicht. Es ist kein Versehen, sondern kalkulierte Absicht: Es geht dem Politiker nicht um die Erkenntnis der Wahrheit, sondern um die Vergrößerung der Macht, also um Unterdrückung.

Noch dürfen wir ungestraft behaupten, dass die menschengemachte Klimaerwärmung eine Schimäre ist, einem Trugbild entspricht, welches der Einbildung entspringt. In wenigen Jahren wird dies verboten sein und schwere Bußen nach sich ziehen. Wahrscheinlich sind Klimaleugner bereits jetzt registriert.

Der bekannte US-Philosoph und Historiker Francis Fukuyama ist derzeit der Ansicht, dass hauptsächlich Islamisten die Feinde der westlichen Demokratie sind. Ich hingegen glaube, dass die Feinde unseres Lebensstils ideologisierte einflussreiche Machtmenschen sind, die unter uns leben. Francis Fukuyama hat bereits seine Behauptung über das Ende der Geschichte zurückgezogen.

Nathan Warszawski
Über Nathan Warszawski 317 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.