Erinnerungszeichen für das erste Mordopfer der Nationalsozialisten in München 

6. April 2023 Tabula Rasa Redaktion 0

Erwin Kahn (1900 – 1933) war das erste Mordopfer der Nationalsozialisten in München nach deren Machtübernahme in Bayern im März 1933. Sein Schicksal war der Öffentlichkeit bislang weitgehend unbekannt. Kahn, der jüdischer Herkunft war, wurde am 12. April 1933 im KZ Dachau niedergeschossen, überlebte nach einer Operation in der Chirurgischen Klinik in der Nußbaumstraße und starb dort am 16.­ April 1933. […]

Ein Schatten, der auf Rommel fällt

28. November 2022 Helmut Ortner 0

Im württembergischen Heidenheim steht ein Denkmal für den NS-Generalfeldmarschall Erwin Rommel – allerdings versehen mit einer Gegen-Skulptur, die einen Schatten auf ihn wirft. Hitlers Lieblingsgeneral: war er ein stiller Widerstandskämpfer oder ein gehorsamer Elite-Soldat? Darüber […]

Erinnerungszeichen: Zwanzig ermordete Schülerinnen des Luisengymnasiums

21. November 2022 Tabula Rasa Redaktion 0

Das Luisengymnasium in München gedenkt zum 200. Jahrestag seiner Gründung zwanzig ehemaliger Schülerinnen mit Erinnerungszeichen. Die jüdischen Frauen und Mädchen hatten die Schule zwischen etwa 1908 bis 1938 besucht und wurden in der Shoa ermordet. Zu ihren Ehren findet am 23. November um 11 Uhr im Luisengymnasium eine Gedenkveranstaltung statt, bei der die zwanzig Erinnerungszeichen gesetzt werden. […]

Erinnerungszeichen für Semaya und Julius Davidsohn

21. September 2022 Tabula Rasa Redaktion 0

Presseinformation – Am kommenden Donnerstag, den 22. September, wird Stadtrat Winfried Kaum in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München Erinnerungszeichen für Semaya und Julius Davidsohn an die Öffentlichkeit übergeben. Initiiert wurden diese von Dr. Andrea Bambi, der Leiterin der Provenienzforschung der […]

Johann Reichhart – Scharfrichter der Nazis

10. Juli 2022 Helmut Ortner 0

3126 Menschen hat Johann Reichhart bis 1945 hingerichtet, darunter die Geschwister Scholl. Auch nach dem Krieg setzte er seine Henkerstätigkeit fort – diesmal in Namen der amerikanischen Militärjustiz. Ein historischer Report von Helmut Ortner. Johann […]

Ein Erinnerungszeichen im Glockenbachviertel

7. Juni 2022 Tabula Rasa Redaktion 0

Pressemitteilung – Am Freitag, den 10. Juni, wird Stadtrat Roland Hefter in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München in der Auenstraße 52 ein Erinnerungszeichen für Richard Burger an die Öffentlichkeit übergeben. Dieser war 1938 aufgrund seiner jüdischen Herkunft im […]

„Wir sind verpflichtet, uns zu erinnern…“

29. März 2022 Helmut Ortner 0

Deutschland in den Nachkriegsjahren. Der Nazi-Wahn wurde zur austauschbaren Metapher des Bösen, persönliche Schuld relativiert.  Helmut Ortner hat darüber ein Buch geschrieben.  Ein Gespräch über Lebenslügen der jungen Bundesrepublik, kollektives Verdrängen und  Sophie Scholl als […]

Volk und Wahn oder: Kann Vergangenheit verjähren?

19. März 2022 Helmut Ortner 0

Deutschland in den Nachkriegsjahren – ein „entnazifiziertes“ Volk müht sich, das zu vergessen, was es verschwieg: seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem System der Barbarei. Geschichtsverleugnung und Geschichtsumdeutung hatten Hochkonjunktur. So verloren sich der Schrecken […]

hakenkreuz verboten stop feuer streichhölzer, geralt, Pixabay License Freie kommerzielle Nutzung Kein Bildnachweis nötig

Verflachung und Relativierung der Nazi-Barbarei

11. Februar 2022 Helmut Ortner 0

Hitler und kein Ende? Das Nachleben des Führers erfolgt in immer neuen Filmen, Comics und internet-Formaten. Seine Präsenz erfreut nicht nur geschichtsvergessene dumpfe Nostalgiker, sondern die darin gezeichneten Botschaften und Bilder bieten vielen eine willkommene […]

Schützenstraße – eine hässliche Straße in Düren

24. November 2021 Nathan Warszawski 0

Bisher sei der Platz hässlich, spricht Bürgermeister Frank Peter Ullrich von der SPD. Er macht aus seiner Meinung keinen Hehl über den Zustand des Parkplatzes in der Schützenstraße. Dabei ist die Schützenstraße nicht einmal der hässlichste Platz der Stadt. Schuld an der Hässlichkeit Dürens ist der Luftangriff der Alliierten (der RAF?), der am 16. November 1944 in 20 Minuten die Stadt Düren in Schutt und Asche legt. Seitdem ist Düren hässlich. Zuvor ist die Stadt trotz abgebrannter Synagoge schön gewesen. […]

Wir sind immer noch da!

25. März 2021 Nathan Warszawski 0

Ein schriftliches Zeugnis eines bedeutenden römischen Kaisers hat sich in die heutige Zeit herübergerettet. Es besagt, dass im Jahre 321 der christlichen Zeitrechnung Juden in Köln leben. Somit erlangt Köln eine Position, die eigentlich der […]

„Schattenkinder“ von Marcel Bauer

29. Dezember 2020 Nathan Warszawski 0

Die meisten jüdischen Kinder erhalten Taufunterricht. Nach der Taufe werden aus den verfolgten Juden gewöhnliche Jungen, gar Messdiener. Auch der Stoffhase, Pierres Kuscheltier, wird (heimlich) getauft. Dass Pierre und der Hase kein Wort der lateinischen Texte verstehen, macht ihnen nichts aus. Auch in der Synagoge haben die beiden kein Wort verstanden. Im Klingelbeutel finden sich neben Pfennigen, Kieselsteinen und Hosenknöpfen auch kleine Kostbarkeiten wie Glasmurmeln und Lebensmittelmarken. In der Not dient ein weiß getünchter Leichenwagen als Hochzeitskutsche. Viele katholische Priester kommen ins KZ. Kirchenglocken werden ins Reich verschleppt, um sie in Waffen zu verwandeln. Eine Predigt lautet: Auch die Römer waren Besatzer, nämlich Besatzer der Juden. […]

Die Explosionen in Beirut werden in Europa gehört und absichtlich missverstanden

9. August 2020 Nathan Warszawski 0

Im Hafen von Beirut, der Hauptstadt Libanons, finden kurz hintereinander zwei Explosionen statt: eine kleinere, anschließende eine größere. Die Funken der ersten Explosion, die auf diversen Filmchen zu sehen sind, werden durch Schusswaffen erzeugt. Diese erste Explosion löst eine weit größere aus: Anschließend explodieren 2.700 Tonnen Ammoniumnitrat. Das Vorgehen der schiitischen Terroristen der Hisbollah ist überall dasselbe. […]

Aus der Asche. Eine neue Geschichte Europas im 20. Jahrhundert

2. Mai 2020 Michael Lausberg 0

Dieses Zeitalter sei vom Versprechen des Fortschritts bestimmt, das dann im 1. Weltkrieg die erste Katastrophe erlebte. Danach folge als zweites Zeitalter die „Wende zur Selbstzerstörung“ ausgelöst mit der Weltwirtschaftskrise und dem Aufstieg faschistischer und nationalistischer Regime. Hitlers Machtübernahme 1933 war dabei die wesentlichste Prägung. Der vom faschistischen Deutschland entfachte 2. Weltkrieg, die Millionen von Toten, der Holocaust und Europa in Trümmern bildeten dabei das dunkelste Kapitel. Die dritte Epoche war der Wiederaufstieg Europas zwischen 1945 und 1973 mit einem von den USA unterstütztem kapitalistischem Block im Westen und den Staaten des Warschauer Paktes im Osten, wo auch allmählich trotz veralteter Industrie der Lebensstandard stieg. […]

Das Sondergericht Aachen 1941-1945

10. März 2020 Nathan Warszawski 0

2018 schreibt Helmut Irmen das Buch: Das Sondergericht Aachen 1941-1945, dessen Rezension auf erscheint. Nun hält der Autor eine ausgezeichnet besuchte Lesung über sein Buch in Düren unweit von Aachen. Es ist bemerkenswert, dass kein […]

Der Sultan – Erdoğan und die EU

6. März 2020 Nathan Warszawski 0

Nun rächt sich Recep Tayyip Erdoğan, weil die EU-Staaten ihm aus dem Weg gehen. Sie weigern sich, ihn für seine letzten Eroberungen in Syrien zu bewundern. Die EU-Großkopferten sind bereit, ihn zu bezahlen, wenn er die vielen Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak und Afrika für eine nicht allzu hohen Geldsumme in seinem Osmanischen Reich aufnimmt und dafür sorgt, dass diese Flüchtlinge nicht westwärts Richtung EU marschieren. Da Recep nebenher eigene Interessen verfolgt und private Kriege trotz langer Mitgliedschaft in der NATO führt, kommt es häufig zu politischen und finanziellen Differenzen, die die Flüchtlinge in der Türkei ausbaden müssen. […]

„Sieg Heil“ vor der Synagoge

4. März 2020 Nathan Warszawski 0

Seit den polizeilich technischen Problemen in Halle wird die Synagoge zu Aachen intensiv überwacht, selbst wenn sie leer steht. Da gewöhnliche Judenhasser aus Aachen dies nicht wissen, vertreiben sich die wachhabenden Polizisten im gut geheizten Polizeiwagen irgendwie die Zeit: Sie schauen Videos auf ihrem Handy an … […]

Der Weg ist meist nicht das Ziel

9. November 2019 Nathan Warszawski 0

Dass auch Deutsche sterben müssen, um den Plan der Judenvernichtung zu verwirklichen, ist Hitler gleichgültig. Er liebt nicht die Deutschen – er hasst die Juden. Das ist der Grund, warum junge deutsche Soldaten bei der Verteidigung des Hürtgenwalds sterben müssen: Die Vernichtungslager müssen geschützt werden, die Endlösung der Judenfrage muss erreicht werden. Die Verteidigung des Hürtgenwalds ist militärisch sinnlos. Die deutschen Soldaten sterben, damit der Holocaust fortgesetzt werden kann. Die Judenvernichtungist das oberste Ziel der Nazis und nicht das Glück der Deutschen im tausendjährigen Reich. Die Unterwerfung der Slawen und der Lebensraum im Osten sind zweitrangige Ziele. Der Krieg, und ist er noch so schrecklich, ist nur der Weg. […]

Das christliche Antisemitismus-Gen

3. Oktober 2019 Nathan Warszawski 0

Aus: Hyam Maccoby: Ein Pariavolk Hentrich und Hentrich Verlag Berlin; 1. Mai 2019 ISBN-13: 978-3955653071 224 Seiten    24,90€ (Fortsetzung) Obwohl Hyam Maccoby im Alter von 80 Jahren bereits im Jahre 2004 verstirbt, bringen seine […]

Literaturpreise für Mülleimer

15. September 2019 Nathan Warszawski 0

Kamila Shamsie ist eine britische Pakistanin, die in England lebt und dort viel gelesene und gekaufte Romane schreibt. Ihre Bücher werden in vielen Sprachen übersetzt, außer ins Hebräische, da die Schriftstellerin als Muslima wohl keine […]

Herbert Kapfer: „1919“

27. August 2019 Michael Lausberg 0

Die kreative Arbeit mit Originalquellen hat eine Vorgeschichte: In der dokumentarische Höredition „Die Quellen sprechen“ der Redaktion Hörspiel und Medienkunst des Bayerischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte. lesen Schauspieler und Zeitzeugen hunderte von ausgewählten Dokumenten, aus der Zeit von den antisemitischen Aktionen in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtergreifung bis zum Holocaust, der sich über ganz Europa erstreckte. […]

Tetzel und das deterministische Chaos

18. August 2019 Nathan Warszawski 0

Ein halbes Jahrtausend nach dem Tod Tetzels erfährt der Ablass eine gewaltige Renaissance. Da das Christentum nicht mehr nur gespalten, sondern auch ausgedörrt seinem Untergang entgegenfiebert, hat die Politik – und freitags die Straße – die Aufgabe der Religion übernommen: Der Glaube an Gott wird zur Klima-Ideologie, die Toten in der Hölle zu CO2-Zertifikaten! Dem der Demokratie vertrauende Bürger wird die Wiedergutmachung des von Menschen verursachten Klimawandelschadens und somit das ewige Leben der Menschheit auf dem Planeten Erde versprochen. […]

Geschichtsfälschung à la Maas

17. August 2019 Nathan Warszawski 0

Der SPD-Bundesaußenminister Heiko Maas rügt die AfD vehement, weil sie die Wahlwerbung des einstigen sozialdemokratischen Kanzlers Willy Brandt für ihre eigene Wahlwerbung nutzt: — Mehr Demokratie wagen — … […]

Moshe Zuckermann: Der allgegenwärtige Antisemit oder Die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit

7. August 2019 Michael Lausberg 0

Was genau Zuckermann unter Antisemitismus versteht oder nicht versteht, kommt nicht heraus. Die jüngere Entwicklung von Antisemitismus und seine wechselvolle Geschichte seit dem Holocaust sowie seiner einzelnen Facetten werden auch nicht aufgearbeitet. Antisemitismus als Herrschaftsinstrument zu sehen, war und ist eher eine Verschwörungstheorie von rechts. Dies noch zu legitimieren, ist das Perfide an diesem Buch. […]

Deutschland – Die Irrenanstalt

20. Mai 2019 Nathan Warszawski 0

Innerhalb einer Anstalt gelten andere Gesetze, Gebräuche und Verhaltensweisen als außerhalb. Es lässt sich nicht erkennen, ob man sich innerhalb oder außerhalb einer Anstalt bewegt, da ein fester Bezugspunkt fehlt. Wenn jemand ein unbekanntes Land […]

Vernichtungslager

8. Mai 2019 Nathan Warszawski 0

Es gibt Bücher, die anstrengend zu lesen sind, weil sie ein Thema behandeln, mit dem man sich nicht gerne befasst. Das Thema in Deutschland, worüber man nur ungern spricht und denkt, behandelt deutsche Vernichtungslager auf […]

Das Schiff Alan Kurdi

22. April 2019 Nathan Warszawski 0

62 der ursprünglichen 64 Menschen harren auf dem Seenotschiff aus. Zwei Frauen, die ärztlich notfallmäßig versorgt werden müssen, werden ans Land gebracht. Kein Land rund um das Mittelmeer oder der EU lässt die übrigen Geretteten […]

27. Januar 2019 Herbert Ammon 0

Über Auschwitz zu reden – erst recht am 27. Januar, am global gemeinten, aber primär national begangenen Gedenktag -, überfordert das Vorstellungs- und Ausdrucksvermögen fast aller Zeitgenossen. Wem in Momenten des Eingedenkens die Bilder des […]

Holocaust II

28. Mai 2018 Nathan Warszawski 0

Es dauert nach dem Holocaust mehrere Jahrzehnte bis Deutsche und Europäer erkennen, dass es unvorteilhaft für ihre Reputation ist, die Vernichtung von Juden zu tolerieren oder gar selber Juden zu vernichten. Seit dem großen syrischen […]

Mahmud Abbas und der Holocaust

9. Mai 2018 Nathan Warszawski 0

Alfred Jarry, der Begründer der Pataphysik, schreibt das Theaterstück „König Ubu“. Heute würde er das Theaterstück „König Abbas“ betiteln. Denn die Pataphysik ist die Lehre von den Unnützen Dingen. Prinz Abbas studiert Geschichte an der […]