Umfrage: Die absolute Mehrheit von 57 Prozent der Befragten plant in diesem Jahr einen Sommerurlaub

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Die absolute Mehrheit von 57 Prozent der Befragten plant in diesem Jahr einen Sommerurlaub. Etwa ein Drittel (32 %) tut dies im Gegenteil nicht. Zehn Prozent können und ein Prozent will hierzu keine Angabe tätigen.

Tendenziell sinkt mit zunehmendem Lebensalter der Anteil an Befragten, die in diesem Jahr einen Sommerurlaub planen, von 67 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen bzw. 76 Prozent bei den 30- bis 39-Jährigen bis auf 40 Prozent bei den Umfrageteilnehmern im Alter ab 70 Jahren. Entsprechend umgekehrt sieht es bei denjenigen aus, die keinen Sommerurlaub vorhaben (von 16 auf 46 %). Insgesamt planen einzig die ältesten Befragten relativ-mehrheitlich diesen Sommer keinen Urlaub (46 %).

Je höher das Haushaltsnettoeinkommen der Umfrageteilnehmer ist, desto öfter planen sie in diesem Jahr einen Sommerurlaub, von 30 Prozent bei denjenigen der untersten Einkommensgruppe (unter 1.000 Euro) bis auf 81 Prozent bei jenen der obersten (4.000 Euro oder mehr). Der umgekehrte Einkommenstrend lässt sich entsprechend bei den Umfrageteilnehmern beobachten, die in diesem Sommer keinen Urlaub vorhaben (von 60 auf 15 %). Alles in allem planen Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.000 Euro (60 %) absolut-mehrheitlich und jene mit einem Einkommen zwischen 1.000 und weniger als 2.000 Euro (44 %) relativ-mehrheitlich keinen Sommerurlaub, wohingegen alle anderen Gruppen einen solchen jeweils absolut-mehrheitlich vorhaben (57 – 81 %).

Auch wenn über alle Wählergruppen hinweg jeweils absolut-mehrheitlich der Anteil derer überwiegt, die einen Sommerurlaub vorhaben, geben dies Wähler der Union (64 %) sowie der FDP (71 %) öfter als die anderen an (54 – 58 %).

Weiter sind wir der Frage nachgegangen, ob diejenigen, die in diesem Jahr keinen Sommerurlaub planen, dies aus finanziellen Gründen nicht vorhaben: 59 Prozent stimmen dem zu. 37 Prozent geben hingegen an, dass sie aus anderen Gründen keinen Sommerurlaub vorhaben. Jeweils zwei Prozent können und wollen sich hierzu nicht positionieren.

Der Anteil an denjenigen, die in diesem Jahr aus finanziellen Gründen keinen Urlaub planen, steigt von 44 Prozent bei den Befragten im Alter zwischen 18 und 29 Jahren bis auf 85 Prozent bei denjenigen zwischen 40 und 49 Jahren und sinkt wieder auf 44 Prozent bei den ab 70-Jährigen. Insgesamt verneint hier einzig die älteste Befragtengruppe absolut-mehrheitlich (51 %), wohingegen Umfrageteilnehmer zwischen 60 und 69 Jahren hier gespalten sind (51 % nein, 49 % ja) und alle anderen diese Frage jeweils mehrheitlich bejahen (44 – 85 %). Die jüngsten (18 bis 29 Jahre) wissen hier deutlich am häufigsten keine Antwort (16 zu 0 – 3 %).

Sowohl Befragte aus dem Westen als auch aus dem Osten Deutschlands planen diesen Sommer jeweils absolut-mehrheitlich aus finanziellen Gründen keinen Sommerurlaub, wobei letztere dies deutlich öfter so angeben (68 zu 57 %).

Einzig Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 3.000 und 4.000 Euro planen diesen Sommer absolut-mehrheitlich nicht aus finanziellen Gründen keinen Urlaub (53 %). Alle anderen Einkommensgruppen geben jeweils absolut-mehrheitlich an, dass sie aus finanziellen Gründen auf einen Sommerurlaub verzichten (55 – 78 %).

Anhänger der Grünen sind sich in dieser Frage uneins (50 % nein, 48 % ja) und FDP-Wähler* machen in diesem Jahr absolut-mehrheitlich aus anderen Gründen keinen Urlaub (72 %). Die restlichen Wählergruppen führen jeweils absolut-mehrheitlich finanzielle Gründe an (54 – 66 %).

*15 FDP- und 16 Linke-Wähler

„Wie hoch schätzen Sie – alles in allem – das Ausmaß der inhaltlichen Übereinstimmung mit der Partei ein, die Sie aktuell wählen würden?“

Insgesamt beträgt das Ausmaß der inhaltlichen Übereinstimmung mit der Partei, welche die Befragten aktuell wählen würden, 72 Prozent. Dieser Wert fällt bei Wählern der FDP (74 %) am höchsten und bei Wählern sonstiger Parteien (69 %) am geringsten aus (Rest: 70 – 73 %).

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Hermann Binkert ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Jurist ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE. Bevor er INSA im November 2009 in Erfurt gründete, war Binkert 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund, tätig. Heute gehört er zu den renommiertesten Meinungsforschern Deutschlands und erhebt Umfragen für Ministerien im Bund und in den Ländern, für alle Parteien und Fraktionen, die im Bundestag und in den Landtagen vertreten sind. Wöchentlich stellt INSA die Sonntagsfrage für die Bild am Sonntag und die BILD. Das Meinungsforschungsinstitut arbeitet für viele großen Verlage, z. B. Springer, Burda, Funke, Madsack. Es führt aber auch Fokusgruppengespräche und Testkäufe durch.