Hirntod – schon wirklich tot?

Rechtlich ist ist die Sache klar: Der Mensch ist tot, wenn die Funktionen seines Hirns einschließlich des Hirnstamms irreversibel ausgefallen sind. Auf diesem Grundsatz – daß der Mensch tatsächlich tot ist, wenn man ihm für eine Organspende seine Organe entnimmt – beruht die Transplantationsmedizin. Ob aber diese Gleichung Hirntod = Tod tatsächlich richtig ist, wird in jüngerer Zeit wieder kontrovers diskutiert. Denn zahlreiche Studien hätten ein längeres Überleben und die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen von hirntoten Patienten nachgewiesen. Bereits im September 1968 hat der Philosoph Hans Jonas, bekannt durch sein Buch „Das Prinzip Verantwortung“, die Definition des Gehirntodes der Kommission der Harvard Medical School auf einer Konferenz über „Ethische Aspekte von Humanversuchen“ kritisiert, weil er die Gefahr eines Mißbrauchs an menschlichen Subjekten (Patienten) für medizinische Zwecke sah.

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Stefan Groß-Lobkowicz
Über Stefan Groß-Lobkowicz 2027 Artikel
Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, M.A., DEA-Master, geboren 1972, studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Jena und München. 1992 gründete er die Tabula Rasa, Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken und 2007 die Tabula Rasa, Die Kulturzeitung aus Mitteldeutschland, 2011 Zeitung für Gesellschaft und Kultur

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