Vorwärts zu neuen Siegen – Der Untergang der Politsekte DKP

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Die „Deutsche Kommunistische Partei“ (DKP) ist die Vorhut der „Arbeiterklasse“ in Deutschland. Gegründet im September 1968 als Ersatz für die 1956 verbotene „Kommunistische Partei Deutschlands“ (KPD) wurde sie in den Jahrzehnten des „Klassenkampfs“ immer stärker und hatte 2014 noch knapp 3000 Mitglieder. Ob sie an den Bundestagswahlen überhaupt noch teilnimmt, ist fraglich, denn ihre Niederlagen sind abgrundtief. Vor 38 Jahren, 1983, errang sie 0,2 Prozent. Nun soll sie ihren Status als „Partei“ verlieren, was sie mangels Mitgliedern ohnehin nicht mehr ist, sie ist nur noch eine politische Sekte.

Nun hat die untergehende DKP in ihrer Wochenzeitung „Unsere Zeit“ eine Reihe von Sympathisanten, darunter den Protestsänger Konstantin Wecker, aufgeboten, gegen das Verbot, das keins ist, Widerspruch einzulegen. Der Hintergrund ist, dass die DPK versäumt hat, wozu sie nach dem Parteiengesetz verpflichtet ist, ihren jährlichen Rechenschaftsbericht abzuliefern, weshalb sie nicht mehr zur Bundestagswahl am 26. September zugelassen wird.

Einer ihrer vor Wut schäumenden Apologeten ist der 1947 in Ritterhude bei Bremen geborene Dr. Arnold Schölzel, der am 13. August 1967 von der Bundeswehr in die DDR desertierte und sich dort als „politischer Flüchtling“ ausgab. Da er sich von 1967 bis zum DDR- Untergang 1989 als „inoffizieller Mitarbeiter“ der „Staatssicherheit“ bewährte, durfte an der Humboldt-Universität in Ostberlin Philosophie, das heißt Marxismus-Leninismus, studieren und 1982 den Doktortitel erwerben. Von 2000 bis 2016 war er Chefredakteur der ehemaligen FDJ-Zeitung „Junge Welt“, heute schreibt er für das kryptokommunistische Blättchen „RotFuchs“.

Neben der unvermeidlichen Ulla Jelpke von den „Linken“ schlägt er in „Unsere Zeit“ vom 16. Juli die welthistorische Trommel und spricht von „verschärftem Klassenkampf“ und einer „reaktionären bis faschistischen Ministerialbürokratie und Politikerkaste“, die das schändliche „Verbot“ zu verantworten habe. Wer so argumentiert, steht mit dem Rücken zur Wand und schlägt wie wild um sich!

Über Jörg Bernhard Bilke 220 Artikel
Dr. Jörg Bernhard Bilke, geboren 1937, studierte u.a. Klassische Philologie, Gemanistik und Geschichte in Berlin und wurde über das Frühwerk von Anna Seghers promoviert. Er war Kulturredakteur der Tageszeitung "Die Welt" und später Chefredakteur der Kulturpolitischen Korrespondenz in der Stiftung ostdeutscher Kulturrat.