Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure geknechteten Massen!

Deutschlandfahne, Foto: Stefan Groß

Der Bundeshaushalt 2017 erzielt einen Überschuss von 5,3 Milliarden €. Ein erfreuliches Ereignis für alle, die an eine irdische Gerechtigkeit glauben. Denn das Geld, das der Steuerbürger zu viel eingezahlt hat, erhält nicht er zurück, sondern die Beute wird wie in den Vorjahren in die Flüchtlingsrücklage fließen.

5,3 Milliarden € klingt für einen Rentner nach viel Geld, der beim Amt ansteht, um nicht zu verhungern, trotz Klimaerwärmung nicht zu erfrieren oder um aus seiner Wohnung nicht hinaus geschmissen zu werden. Ist es aber nicht. Es reicht für ein Jahr knapp für 220.000 Flüchtende. Das ist rein zufällig die Höchstzahl an Flüchtenden, auf die sich die neue Bundesregierung, sollte sie je zustande kommen, geeinigt hat.

Doch diese Summe an Geld ist bereits beiseite gelegt worden. Wozu dann die selbe Summe noch einmal als Flüchtlingsrücklage? Ganz einfach: Die Regierenden erwarten für 2018 eine weit höhere Zahl an nach Deutschland Flüchtenden, als sie sie unter sich ausgemauschelt haben. Das ist gut so! Denn ohne diese Vorsorge würde die Wirtschaft Deutschlands Schaden nehmen und sich zudem Unruhen außerhalb Bayerns ausbreiten. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die mühselig ausgehandelten Flüchtlingszahlen bereits vor der Regierungsbildung Makulatur sind. Die Regierenden bunkern das Geld, weil sie Angst haben: vor der AfD, vor der EU, vor der Zukunft und vor dem Wähler.

Denn neue EU-Flüchtlingsbestimmungen werden kommen, sobald Deutschland nicht mehr nur mit sich selbst beschäftigt ist. Diese Bestimmungen werden eine EU-Mehrheit finden müssen, da ansonsten die EU auseinander zu brechen droht, was für Deutschland ein riesiger geldwerter Verlust bedeuten würde. Die Dublin-Regeln müssen modifiziert werden. Nicht mehr das EU-Land, in dem der Flüchtende zuerst EU-Boden betritt, wird für das Asylverfahren zuständig sein, da dank ihrer Geographie Griechenland und Italien und im geringen Maß auch Spanien die ganze Flüchtlingslast tragen.

Nicht nur Deutschland, sondern die ganze EU glaubt fest daran, dass Flüchtende im Familienverband besser integrierbar sind. Wissenschaftlich richtig und verifiziert, klingt das in deutschen Ohren seltsam, denn bekannt sind die Folgen von Familienklans, die überhaupt nicht integrierbar sind, sondern stattdessen ganze Stadtteile mit Rauschgift versorgen, Einbrüche begehen und Schutzgelder erpressen. Doch gibt es auch genügend ehrliche Flüchtlinge, die sich gerne in die deutsche Gesellschaft einbringen. Hierbei hilft ihnen ein sicheres Umfeld, wozu die Familie sicherlich gehört. Außerdem ist es nicht nur ein orientalisches Menschenrecht, dass Familien zusammen bleiben. Deutsche Familiengerichte sollen einer andrer Meinung nachhängen, doch darum geht es hier nicht.

Somit werden nicht Griechenland, Italien und Spanien alleine für die Asylverfahren zuständig sein, sondern das Land, in dem bereits Angehörige des Bewerbers leben. Da Deutschland mehr Asylbewerber aufgenommen hat als die restliche EU zusammengenommen, werden zukünftige Asylantragsstellende hauptsächlich in Deutschland betreut werden. Erleichternd kommt hinzu, dass der flüchtende Asylbewerber ohne Nachweise nur behaupten muss, in Deutschland über Familienverbindungen zu verfügen, um in Deutschland seinen Asylantrag stellen zu dürfen. Es ist deshalb damit zu rechnen, dass mindestens 80% aller EU-Asylanträge in Deutschland gestellt werden. Sollte sich dieses neue EU-Verfahren durchsetzen und bei Syrern, Irakern, Afghanen, Tunesiern Marokkanern und weiteren Afrikanern, Asiaten und Europäern unter russischer Herrschaft herumsprechen, dann werden die gebunkerten 5,3 Milliarden € nicht lange reichen. Wir ersehen daraus, dass die Bundesregierung für 2018 mit maximal 220.000 zusätzlichen Flüchtende rechnet, insgesamt also eine halbe Million Flüchtende, die 2018 zusätzlich zu den bereits vorhandenen Flüchtlingen in Deutschland leben wollen. Sobald ein neuer Flüchtender seinen Asylantrag in Deutschland stellt, wird er als Ankerpunkt weitere Familienangehörige nachholen. Der Diktator Assad und sein Freund Erdogan, der mit uns politisch und militärisch verbündet ist, werden behilflich sein. Selbst Putin könnte geneigt sein, sein Tschetschenien-Problem ein für alle Male zu lösen.

In kurzer Zeit wird Deutschland das bevorzugste Einwanderungsland der Welt werden. Das soll uns einer nachmachen!

Gebt mir eure Müden, eure Armen,
Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren,
Den elenden Unrat eurer gedrängten Küsten (Dreckslöcher);
Schickt sie mir, die Heimatlosen, vom Sturme Getriebenen.

Emma Lazarus / Donald Trump

 

 

 

Über Nathan Warszawski 529 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.

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