Der Iran ist nun für Frauenrechte und Menschenrechte in der UNO zuständig

Frauen mit Kopftuch, Foto: Stefan Groß

Die Islamische Republik Iran ist in mehreren wichtigen Ausschüssen der Vereinten Nationen berufen worden, um den Schutz der Frauenrechte und der Menschenrechtezu überwachen. Der bei Hinrichtungen weltweit führende Gottesstaat Iran setzt sich auf eine stark umkämpfte Position in der Kommission für die Stellung der Frau (Commission on the Status of Women CSW) des UN-Wirtschafts- und Sozialrats durch. Der Vertreter Teherans bei den Vereinten Nationen wird für vier Jahre dem Ausschuss angehören, dessen Aufgabe es ist, die Rechte der Frauen auf der ganzen Welt, inklusive dem Iran, zu schützen.

Nebenher erhält der Iran einen einflussreichen und einträglichen Platz im führenden UN-Ausschuss, der die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) beaufsichtigt.

Die Kommission für die Stellung der Frau ist das wichtigste globale politische Entscheidungsgremium der UNO, das sich ausschließlich der Gleichstellung der Geschlechter und der Frauenförderung widmet. Der Iran wird nun die Aufgabe übernehmen, die Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter zu bewerten, Herausforderungen zu eruieren, globale Standards zu setzen und konkrete Richtlinien zu formulieren, um die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau weltweit zu fördern.

Die Islamische Republik hat im vergangenen Jahr mehr als 500 Menschen hingerichtet (Männer meist erhängt; Frauen gewöhnlich gesteinigt) und wird diese Zahl im laufenden Jahr locker übertreffen. Das Regime bestätigt kürzlich den Scharia gemäßen Hinrichtungsbefehl für eine 26-jährige Iranerin, die einen Mann ersticht, der versucht, sie zu vergewaltigen.

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! ― Bertolt Brecht.
Die Mehrheit der Weltbevölkerung ist nicht dieser Ansicht.

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Nathan Warszawski
Über Nathan Warszawski 483 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.