Tourismus ist zentrale Säule der bayerischen Wirtschaft

Bayernfahne, Quelle: SGL

Zum Welttourismustag am 27. September betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Bedeutung der Tourismusbranche für den Freistaat. „Der Tourismus ist eine der zentralen Säulen der bayerischen Wirtschaft. Er sorgt für Einnahmen vor Ort und sichert Arbeitsplätze. Dabei schafft er nicht nur einen Mehrwert in der touristischen Wertschöpfungskette, sondern auch für Städte und Gemeinden, Einwohner und nicht zuletzt die regionale Wirtschaft“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Im Jahr 2019, vor der Corona-Krise, erwirtschaftete der Tourismus in Bayern einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro und stand für 600.000 Beschäftigte. „Besonders profitiert der ländliche Raum, in dem rund zwei Drittel der Übernachtungen stattfinden. Gerade hier ist der Tourismus eine wichtige Lebensader“, sagte Brossardt.

Nach den herausfordernden Corona-Jahren befindet sich der bayerische Tourismus wieder im Aufschwung. Bayern verzeichnete von Januar bis Juli in diesem Jahr wieder rund 22 Millionen Gäste. Die Gästezahl stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 21 Prozent. Dabei verzeichneten alle sieben Regierungsbezirke Zuwächse. Brossardt verweist auf die zahlreichen Herausforderungen, denen sich die Branche zurzeit gegenübersieht: „Die Betriebe leiden unter massiv gestiegenen Preisen sowie unter Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel. Gleichzeitig muss die Branche die Energiewende bewältigen und ihren Transformationsprozess auf dem Weg zu einem nachhaltigen Tourismus gestalten.“

Aus Sicht der vbw bedarf es entlastender Maßnahmen. „Die Betriebe benötigen dringend bezahlbare Energiepreise und die Beibehaltung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf Speisen in der Gastronomie. Gleichzeitig müssen Angebote für digitale Verwaltungsleistungen beziehungsweise die Digitalisierung der Unternehmen der Tourismuswirtschaft insgesamt ausgebaut werden. Um innovativen, nachhaltigen Tourismus zu fördern, müssen neue Mobilitätskonzepte entwickelt und unterstützt werden. Insbesondere gilt es, den ÖPNV stärker an den Mobilitätsanforderungen des Gastes auszurichten und nicht an Gemeinde- oder Landkreisgrenzen enden zu lassen. Auch die interkommunale Zusammenarbeit muss gezielt gefördert werden“, fordert Brossardt.

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