Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie widersprüchlich die wirtschaftliche und politische Stimmung in Deutschland ist. Die Mehrheit steht zwar positiv zur Grundidee der Sozialen Marktwirtschaft und hält ihre Umsetzung für realistisch. Zugleich würde eine relative Mehrheit lieber in einem eher sozialistischen als in einem kapitalistischen Land leben. Beim gewünschten Kurs der Bundesregierung zeigt sich dagegen eine Präferenz für Mitte-Rechts.
INSA-CONSULERE fragte: „Stehen Sie (eher) positiv oder (eher) negativ zur Grundidee der Sozialen Marktwirtschaft, soziale Sicherheit und wirtschaftliche Freiheit miteinander zu verbinden?“
Die absolute Mehrheit von 55 Prozent der Befragten steht (eher) positiv zur Grundidee der Sozialen Marktwirtschaft, soziale Sicherheit und wirtschaftliche Freiheit miteinander zu verbinden. 19 Prozent sehen diese Idee hingegen (eher) negativ. 20 Prozent wissen hier keine Antwort und sechs Prozent geben keine.
„Halten Sie es für (eher) realistisch oder unrealistisch, das System der Sozialen Marktwirtschaft umzusetzen?“
53 Prozent der Befragten halten es für (eher) realistisch, das System der Sozialen Marktwirtschaft umzusetzen. 30 Prozent finden dies hingegen unrealistisch. 17 Prozent können und 0,5 Prozent wollen sich dazu nicht positionieren.
„Wenn Sie entscheiden könnten, würden Sie lieber in einem (eher) sozialistischen oder einem (eher) kapitalistischen Land leben?“
Die relative Mehrheit von 42 Prozent der Befragten würde lieber in einem (eher) sozialistischen Land leben, wohingegen ein Drittel (33 %) ein kapitalistisches Land präferieren würde. 18 Prozent wissen hier keine Antwort und sieben Prozent geben keine.
„Welchen politischen Kurs müsste eine Bundesregierung, die das Land aus Ihrer Sicht nach vorne bringt, alles in allem eher einschlagen?“
39 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass eine Bundesregierung, die das Land nach vorne bringt, eher einen (mittig-)rechten Kurs einschlagen sollte, wohingegen sich 32 Prozent für einen (eher) (mittig-)linken Kurs aussprechen. 20 Prozent können und acht Prozent wollen diese Frage nicht beantworten.
