Das Selbstmordattentat im Islam

Baustellenschild, Foto: Stefan Groß

Monotheistische Religionen (Judentum, Christentum, Islam) verbieten ihren Anhängern aus religiösen Gründen den Selbstmord, da das menschliche Leben heilig ist. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass das Leben begrenzt ist. Während Juden und Christen den Selbstmörder betrauern und eventuell bedauern, wird der Selbstmord im Islam als eine schlimme Sünde betrachtet, die mit ewigen Höllenqualen bestraft wird. Auch hier wird geflissentlich übersehen, dass Allah selbst festgelegt hat, wann und wie jeder einzelne Mensch sterben wird.

Die große Mehrheit der Muslime nimmt den Islam sehr ernst und befolgt die auferlegten Pflichten. Zudem befürchtet der Selbstmörder die gesellschaftliche Ächtung seiner Angehörigen, denen vorgeworfen wird, nichts gegen den Selbstmord unternommen oder sogar durch einen unislamischen Lebenswandel den Selbstmord ausgelöst zu haben. Die Angehörigen werden ausgegrenzt, was in archaischen Gesellschaften gewöhnlich den Ruin, ja den Tod bedeutet.

Der Selbstmord ist weltweit verbreitet. Es gibt keine großen Unterschiede in der Häufigkeit von Selbstmorden in den verschiedenen Religionen. Die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmordes unterscheidet sich wenig zwischen Monotheisten, Polytheisten oder Atheisten. Die meisten Selbstmorde sind Folge psychischer Aberrationen, die weder zu Lebzeiten, noch nach dem Tod erkannt werden.

Die strengen Gesetze der Scharia erlauben den Selbstmord nur, wenn der Selbstmord nur deshalb stattfindet, um so viele Ungläubige wie möglich in den Tod mitzureißen. Um genau zu sein, ist laut Scharia diese Art des Selbstmordes nicht nur nicht verboten, sondern er empfehlenswert.

Der Selbstmörder mutiert somit zum Märtyrer (Shahid). Er wir verehrt, zuweilen angebetet, kommt ohne Umwege ins Paradies und darf dort übers Jüngste Gericht hinaus verbleiben, erhält dort je nach islamischer Konfession (Sunnitentum, Schiitentum) alle 24 Stunden 72 Jungfrauen, denen das Jungfernhäutchen jeden Tag nachwächst, seine Familie wird von der Gesellschaft geehrt und ist außerdem finanziell abgesichert. Die PLO-Palästinenser haben die Selbstmordattentate verfeinert und immerhin erreicht, dass die EU die kompletten Zahlungen für die Familien der Märtyrer übernehmen, was monatliche Beträge von mehreren Millionen € alleine für die Westbank-Palästinenser bedeuten. Mit Fug und Recht kann man hier behaupten, dass der Tod die Menschen am Leben hält.

Böse Zungen behaupten, dass die EU nur deshalb die Shahid bezahlt, weil sie sich auf die Ermordung von Juden konzentrieren. Tatsächlich sind weltweit die meisten Selbstmordattentat-Ermordeten Muslime in islamischen Staaten, für die bisher Deutschland aus unerklärlichen Gründen nicht finanziell einspringt.

Da mehr als 10 Kinder unter den frommen muslimischen Selbstmordattentäter die Regel sind, fallen die Selbstmordattentate demographisch nicht ins Gewicht. Im Gegenteil: Die gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung der Angehörigen des selbstmörderischen Märtyrers spornt die Lebenden an, ebenfalls das heilige Martyrium auf sich zu nehmen. Ein Selbstmordattentat zieht das nächste nach sich (Jüdische Weisheit).

Wenn eine Muslima wegen unüberwindbarer familiärer Problemen, also aus ganz persönlichen Gründen, aus dem Leben scheiden will, so verkündet sie, dass sie – je nach Örtlichkeit – einen israelischen Soldaten, einen französischen Konzertbesucher, einen deutschen Polizisten oder ihre Tochter samt christlichen Freund und dessen haram Familie umbringen will. Bei halbwegs erfolgreicher Durchführung der Ankündigung erhält sie die ersehnte gesellschaftliche Zustimmung. Ihre Umgebung bejaht offen ihr Vorgehen. Die islamischen Zeitungen loben sie und stellen sie als nachahmenswertes Vorbild dar. Diese Art Selbstmord ist nicht verboten. Diese Art Selbstmord ist ein Allah-gefälliges Werk.

Während die Despoten in islamischen Ländern mit aller Gewalt versuchen, das Märtyrertum zurück zu drängen, weil es für sie persönlich eine Gefahr darstellt, finden sich zunehmend mehr nicht-muslimische EU-Politiker, die die Märtyrer in der Öffentlichkeit verherrlichen und auf ihren Gräbern Blumen abladen. Sie tun dies aus dem Gespür heraus, dass sie damit den gewünschten Ton in der islamischen Parallelwelt treffen, der sich hoffentlich in Wahlstimmen und Macht umwandeln wird. Islamische Selbstmordattentate, die nicht überhand nehmen dürfen, werden von muslim-freundlichen EU-Politiker toleriert, um die ursprüngliche Bevölkerung zu disziplinieren, oft erfolgreich.

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Nathan Warszawski
Über Nathan Warszawski 364 Artikel
Dr. Nathan Warszawski (geboren 1953) studierte Humanmedizin, Mathematik und Philosophie in Würzburg. Er arbeitet als Onkologe (Strahlentherapeut), gelegentlicher Schriftsteller und ehrenamtlicher jüdischer Vorsitzender der Christlich-Jüdischen Gesellschaft zu Aachen.