Die neue Chance des Horst Köhler

Nach seinem Rücktritt als Bundespräsident vor fünf Monaten zeichnet sich für Horst Köhler eine neue Aufgabe ab. Wie „Die Zeit“ berichtete, soll er Mitglied eines hochkarätigen Expertengremiums – mit Vertretern der internationalen Politik- und Finanzwelt – werden, welches Konzepte für eine Reform des Weltwährungssystems ausarbeitet. Köhler stand vor seinem Wechsel ins höchste deutsche Staatsamt 2004 an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der CDU-Politiker war am 31. Mai 2010 als Bundespräsident zurückgetreten. Seinen Rücktritt hatte er damals mit mangelndem Respekt vor dem Amt begründet. Zuvor wurde er heftig von der Presse kritisiert, weil er dem „Deutschlandradio“ ein umstrittenes Interview gab. Darin hatte er sinngemäß gesagt, daß beim Afghanistan-Krieg für Deutschland auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen.

Über Stefan Groß-Lobkowicz 2081 Artikel
Dr. Dr. Stefan Groß-Lobkowicz, Magister und DEA-Master (* 5. Februar 1972 in Jena) ist ein deutscher Philosoph, Journalist, Publizist und Herausgeber. Er war von 2017 bis 2022 Chefredakteur des Debattenmagazins The European. Davor war er stellvertretender Chefredakteur und bis 2022 Chefredakteur des Kulturmagazins „Die Gazette“. Davor arbeitete er als Chef vom Dienst für die WEIMER MEDIA GROUP. Groß studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte in Jena und München. Seit 1992 ist er Chefredakteur, Herausgeber und Publizist der von ihm mitbegründeten TABVLA RASA, Jenenser Zeitschrift für kritisches Denken. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeitete und dozierte er ab 1993 zunächst in Praktischer und ab 2002 in Antiker Philosophie. Dort promovierte er 2002 mit einer Arbeit zu Karl Christian Friedrich Krause (erschienen 2002 und 2007), in der Groß das Verhältnis von Metaphysik und Transzendentalphilosophie kritisch konstruiert. Eine zweite Promotion folgte an der "Universidad Pontificia Comillas" in Madrid. Groß ist Stiftungsrat und Pressesprecher der Joseph Ratzinger Papst Benedikt XVI.-Stiftung. Er ist Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschland Bayerns, Geschäftsführer und Pressesprecher. Er war Pressesprecher des Zentrums für Arbeitnehmerfragen in Bayern (EZAB Bayern). Seit November 2021 ist er Mitglied der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice. Ein Teil seiner Aufsätze beschäftigt sich mit kunstästhetischen Reflexionen und einer epistemologischen Bezugnahme auf Wolfgang Cramers rationalistische Metaphysik. Von August 2005 bis September 2006 war er Ressortleiter für Cicero. Groß-Lobkowicz ist Autor mehrerer Bücher und schreibt u.a. für den "Focus", die "Tagespost".

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