Dass Paul Ronzheimer in seinem gleichnamigen Podcast mit dem AFD-Außenpolitiker und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Markus Frohnmaier über die deutsche Ukraine Politik streitet, ist richtig und geschieht viel zu selten, auch wenn Ronzheimer in diesem Podcast nicht überzeugte.
Ronzheimer sendete aus der Ukraine, aus der er seit dem russischen Überfall regelmäßig und höchst informativ berichtet. Vielleicht liegt darin in diesem Fall die Ursache für seine bemerkenswerte Schwäche. Denn obwohl der stellvertretende „Bild“-Chefredakteur durchaus ein analytischer Kopf ist, argumentierte er ausschließlich aus der Situation in der Ukraine heraus. Das mag ihn ehren, reicht aber nicht.
Denn die deutsche Unterstützung der Ukraine geschieht nicht nur aus Gründen menschlichen Anstands gegenüber einem überfallenen Volk, sondern auch aus elementaren nationalen Interessen Deutschlands und Europas. Sie sichert die Integrität der europäischen Staaten vor einem russischen Hegemonie-Anspruch, dem sich die AFD unterwerfen will.
Mit fadenscheinigen Ausflüchten, dass doch den Veto-Mächten im UN-Sicherheitsrat zu überlassen und den Bundeshaushalt zu entlasten, verweigert der AFD Politiker selbst eine deutsche Beteiligung an der Sicherung eines Friedens oder Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine. Dabei weiß Frohnmaier genau, dass jede Nachkriegs-Ordnung ohne Beteiligung der stärksten Mittelmacht Europas Russland stärken wurde. Das mag der Grund für seine Weigerung sein.
Quelle: Facebook
