Koalitions-Schock: Die SPD bleibt für viele erste Wahl

SPD, Quelle: ChatGPT

Mit wem soll die eigene Partei nach der nächsten Bundestagswahl regieren? Eine INSA-CONSULERE-Umfrage zeigt: Die SPD wird häufiger als Wunschpartner genannt als Union, Grüne oder AfD. Zugleich will fast jeder zweite Befragte im Wahlkampf nicht selbst für seine Partei werben, während sich eine deutliche Mehrheit regelmäßig mit Politik beschäftigt.

INSA-CONSULERE fragte: „Mit welcher der folgenden Parteien sollte die Partei, die Sie aktuell wählen würden, am ehesten eine Koalition bilden?“

18 Prozent der Umfrageteilnehmer, die eine Partei wählen würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, möchten, dass diese Partei mit der SPD koaliert. Jeweils 14 Prozent nennen hier die CDU/CSU sowie keine der genannten Parteien und elf Prozent die Grünen. Die anderen Parteien kommen jeweils auf einstellige Werte: das BSW sowie die FDP auf jeweils neun Prozent, die Linke auf acht Prozent und die AfD auf sechs Prozent. Weitere acht Prozent wissen hier keine Antwort und drei Prozent machen keine Angabe.

„Werden Sie für die Partei, die Sie aktuell wählen würden, in einem Wahlkampf werben?“

Die relative Mehrheit von 45 Prozent der Befragten wird für die Partei, die sie aktuell wählen würde, nicht in einem Wahlkampf werben. Knapp ein Drittel (31 Prozent) würde dies hingegen tun. 21 Prozent können und drei Prozent wollen diese Frage nicht beantworten.

„Wie häufig oder selten beschäftigen Sie sich mit politischen Themen?“

Die absolute Mehrheit von 62 Prozent der Befragten beschäftigt sich eher häufig (38 Prozent) oder sehr häufig (24 Prozent) mit politischen Themen. Ein Drittel (33 Prozent) tut dies hingegen eher selten (24 Prozent) oder sehr selten beziehungsweise nie (neun Prozent). Zwei Prozent wissen hier keine Antwort und drei Prozent machen keine Angabe.

„Welche der beiden folgenden Faktoren beeinflusst Ihrer Meinung nach die Entwicklung eines Menschen mehr: die Gene oder soziale Umgebungsfaktoren?“

45 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass die Gene und die sozialen Umgebungsfaktoren die Entwicklung eines Menschen in etwa gleichermaßen beeinflussen. 36 Prozent nennen hier eher die soziale Umgebung eines Menschen und lediglich acht Prozent eher die Gene. Weitere acht Prozent können und drei Prozent wollen diese Frage nicht beantworten.

„Angenommen, Ihre Eltern wären oder sind pflegebedürftig: Würden Sie Ihre Eltern zu Hause selbst betreuen oder würden Sie sie in einem Pflegeheim betreuen lassen beziehungsweise tun Sie dies bereits?“

Die relative Mehrheit von 45 Prozent der Befragten würde ihre Eltern zu Hause selbst betreuen. Knapp ein Viertel (23 Prozent) würde sie eher in einem Pflegeheim betreuen lassen. 16 Prozent würden ein anderes Pflegekonzept wählen, zwölf Prozent wissen es nicht und vier Prozent machen hierzu keine Angabe.

Über Hermann Binkert 600 Artikel
Hermann Binkert ist 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Jurist ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INSA-CONSULERE. Bevor er INSA im November 2009 in Erfurt gründete, war Binkert 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär in der Thüringer Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund, tätig. Heute gehört er zu den renommiertesten Meinungsforschern Deutschlands und erhebt Umfragen für Ministerien im Bund und in den Ländern, für alle Parteien und Fraktionen, die im Bundestag und in den Landtagen vertreten sind. Wöchentlich stellt INSA die Sonntagsfrage für die Bild am Sonntag und die BILD. Das Meinungsforschungsinstitut arbeitet für viele großen Verlage, z. B. Springer, Burda, Funke, Madsack. Es führt aber auch Fokusgruppengespräche und Testkäufe durch.